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Tipps zum Klimaschutz im Alltag

Wir stellen Ihnen im folgenden Kapitel lebensnahe Einsparungspotenziale vor, die Sie ohne großen Aufwand für den Klimaschutz und gegen den Klimawandel treffen können. Einfache Maßnahmen, durch die jede Einzelne/jeder Einzelne zum Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt beitragen kann, sind beispielsweise:

Haushalt

  • Elektrogeräte ausschalten anstatt sie im Stand-by-Modus zu belassen – das spart hochgerechnet eine Menge Energiekosten
  • Energiesparlampen verwenden – diese sind langlebiger und sparen Strom.
  • Wäsche im Freien statt im Trockner trocknen
  • Müll nach Möglichkeit vermeiden bzw. richtig trennen
  • wiederverwendbare Produkte (z.B. Stoffsackerl statt Plastiksackerl, Nachfüllpackungen) statt Wegwerfprodukte verwenden
  • Rechnungen (z.B. von Mobilfunkanbietern) – wenn möglich – per E-Mail zuschicken lassen – das spart nicht nur Transportwege, sondern auch viel Papieraufwand
  • Jause sowie Snacks zum Mitnehmen in Mehrzweckgeschirr (z.B. Plastikdose) statt in Alufolie verpacken – das spart nicht nur Müll und Energie, sondern langfristig auch Kosten
  • beim Putzen die Verwendung von Chemikalien und Spezialreinigern, die viele Problemstoffe enthalten, vermeiden – oft kann derselbe Effekt mit weniger gefährlichen Stoffen (z.B. Essig) erreicht werden, ohne die Umwelt nachhaltig zu schädigen

Bedenken Sie, dass der übertriebene Einsatz von "antibakteriellen" Reinigungsmitteln sogar gesundheitsschädigend sein kann, da damit bereits bekannte Bakterien vernichtet werden und immer neue Bakterienstämme entstehen, die auch neue Krankheiten auslösen können.

TIPP
Die Österreichische Energieagentur bietet die Möglichkeit, Ihren Haushalt online auf die Energieeffizienz zu überprüfen. Mit dem Quick-Check können Sie Ihre Stromkosten berechnen und erhalten Tipps zur Kostenreduzierung durch effiziente Maßnahmen.

Verkehr

  • Auf unnötige Fahrten mit dem Benzin/Diesel-Auto verzichten 
  • Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren spart Geld und Nerven
  • Kurze Wegstrecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Elektro-Fahrrad zurücklegen - das steigert das körperliche und geistige Wohlbefinden und ist das "billigste Fitnesscenter" auf den Alltagswegen
  • Spritsparend fahren, d.h. die Geschwindigkeit drosseln und vorausschauend agieren – das schont die Geldbörse und erhöht außerdem die Fahrsicherheit sowie den Verschleiß am Kfz
  • Autos stehen durchschnittlich zu 95 Prozent der Zeit ungenutzt herum - Carsharing und Auto teilen statt besitzen spart Kosten und reduziert die Umweltbelastung (z.B. mit Carsharing247).
  • Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs auf den Spritverbrauch und Alternative Antriebe (Elektro, CNG) achten. Details dazu finden Sie auf der Informationsplattform "Autoverbrauch".
  • Fahrgemeinschaften bilden – das kommt günstiger und ist mitunter auch unterhaltsamer
  • Umweltfreundlich mit der Bahn verreisen und sich mit gutem Gewissen an den Urlaubsort bringen lassen
TIPP
Der Routenplaner "AnachB" zeigt die schnellste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie mit dem Fahrrad und zu Fuß.

Konsum/Einkaufen

  • Saisonale Produkte aus der Region bevorzugen - so können lange Transportwege vermieden werden
  • Auf qualitativ hochwertige Produkte achten und diese den sogenannten "Wegwerfprodukten" vorziehen
  • Bei Elektrogeräten auf die Energieklasse achten – damit kann dauerhaft gespart werden, auch wenn der Einkaufspreis eventuell höher liegt
  • Produkte aus fairem Handel (Kennzeichnung) kaufen – so kann ein Zeichen gegen unsoziale Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern gesetzt werden und es wird gleichzeitig ein ökologisch nachhaltiges Wirtschaften in den Erzeugerländern von beispielsweise Kaffee, Tee, Schokolade und Bananen unterstützt
  • Wenn möglich, Mehrzweckplastikgeschirr mitnehmen, wenn geschnittene Wurst- und Käseware eingekauft wird – so kann ein Großteil der Verpackungsmaterialien aus dem Supermarkt gespart werden und der Müllberg zuhause bleibt ebenfalls kleiner
  • Auf aufwendige Verpackungen verzichten – sowohl beim Einkaufen als auch beim Weiterschenken
  • Wenn möglich, für Elektrogeräte Akkus statt Batterien verwenden – Batteriestrom ist bis zu 1000-mal teurer als Strom aus der Steckdose
  • Falls Batterien zum Betrieb notwendig sind, wiederaufladbare verwenden – so können Problemstoffe eingespart werden
ACHTUNG
Batterien und Akkus sind Problemstoffe und müssen ordnungsgemäß in Sammelstellen entsorgt werden.

Bauen und Wohnen

  • Die Heizung zurückstellen – die optimale Raumtemperatur liegt bei 20 bis 22 Grad Celsius
  • Darauf achten, dass die Heizkörper nicht durch Möbelstücke, Vorhänge etc. verdeckt werden – so wird die Energieeffizienz stark eingeschränkt
  • Kurze Stoßlüftungen machen anstatt die Fenster länger gekippt zu lassen – so kommt mehr Frischluft in die Räume und es entschwindet weniger Energie
  • Isolierung, Wärmedämmung und Dichtungen (z.B. Fenster) des Hauses bzw. der Wohnung überprüfen – hier geht sehr viel an wertvoller Energie verloren
  • Wenn möglich, mit erneuerbarer Energie heizen bzw. auf die Verwendung ökologischer Energie achten – durch regelmäßig gewartete oder neue Heizkessel kann ein beträchtlicher Teil an Brennstoff eingespart werden
  • Überprüfen, ob die Heizanlage einwandfrei funktioniert und die Heizkörper regelmäßig entlüften – nur so kann eine Heizung optimal Wärme abgeben
  • Nachhaltig planen – sowohl beim Hausbau als auch bei der Renovierung
  • Informationen über Förderungen zum nachhaltigen Bauen und Wohnen einholen

Auch im Sommer auf eine nachhaltige Wärmeregulierung achten, indem abends, wenn die Außentemperaturen niedriger sind, gelüftet wird und die Räume verdunkelt werden, sobald die Sonne scheint (z.B. durch Jalousien) – so kommt viel weniger Hitze in die Wohnung.

Büro/Firma

  • Recyclebares Papier verwenden
  • Papier vorne und hinten bedrucken bzw. Seiten sparen (z.B. mehrere Seiten auf eine drucken)
  • Für regelmäßige Lüftungen des Arbeitsraumes sorgen
  • Klimaanlage nur verwenden, wenn unbedingt nötig – vorsorglich auf eine entsprechende Beschattung des Arbeitsraumes achten
  • Kolleginnen/Kollegen bzw. Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer über umweltschonende Ressourcenverwendung informieren und – wenn möglich einen Anreiz dafür bieten, diese zu beachten
  • Rechnungen – wenn möglich – per E-Mail zuschicken lassen – das spart nicht nur Transportwege, sondern auch viel Papieraufwand
  • Licht ausschalten, wenn niemand im Raum ist bzw. auch durch natürliches Licht eine ausreichende Beleuchtung besteht
  • Sparlampen und Geräte mit geringem Stromverbrauch (hohe Energieeffizienzklasse) verwenden – das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Ausgaben für Betriebsaufwände
Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

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