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Exekutionsbewilligung

Allgemeine Informationen

Das Exekutionsverfahren wird durch einen schriftlichen oder mündlichen Exekutionsantrag des Gläubigers beim zuständigen Bezirksgericht eingeleitet.

Voraussetzungen

Der Antrag muss folgende Elemente enthalten:

  • Genaue Bezeichnung des Antragstellers
  • Genaue Bezeichnung des Verpflichteten sowie die Angabe der für die Ermittlung des zuständigen Exekutionsgerichts notwendigen Umstände
  • Bestehender Anspruch gegen den Verpflichteten
  • Den für den Anspruch vorhandenen Exekutionstitel
  • Genaue Bezeichnung der Exekutionsmittel (z.B. Gehaltsexekution)
  • Gegebenenfalls genaue Bezeichnung der Exekutionsobjekte

Bei Geldforderungen sind zusätzlich anzugeben:

  • Der Betrag, der auf dem Exekutionsweg hereingebracht werden soll
  • Die beanspruchten Nebengebühren
  • Gegebenenfalls Zinsen und Wertsicherungen

Auch die Art der Exekution und die Vermögensteile, die von der Zwangsvollstreckung betroffen sein sollen, sind mit Ortsangabe anzugeben.

Zuständige Stelle

  • Meist jenes Bezirksgericht, in dessen Sprengel der Verpflichtete den allgemeinen Gerichtsstand (Wohnsitz) hat
  • Bei der Verwertung von Liegenschaften: das Bezirksgericht, bei dem das entsprechende Grundbuch geführt wird

Zusätzliche Informationen

HINWEIS

Beachten Sie bei der Betragung der Zwangsvollstreckung auch immer die damit verbundenen Kosten. Für jeden Exekutionsantrag müssen Sie Gerichtsgebühren bezahlen. Auch ist die Höhe der Kosten für die einzelnen Exekutionsmittel unterschiedlich. Die Gerichtsgebühren muss Ihnen allerdings der Verpflichtete ersetzen.

TIPP

Verwenden Sie zur Beantragung der Zwangsvollstreckung bei dem zuständigen Gericht das Formular "Exekutionsantrag". Beim Ausfüllen des Antrags können Sie am Amtstag der Bezirksgerichte die Hilfe eines Rechtspflegers in Anspruch nehmen. Seit 1. Jänner 2013 können Exekutionsanträge – im PDF-Format – auch online an die Gerichte übermittelt werden.

Gerichtssuche

Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter und entspricht damit in diesem Text exakt der gesetzlichen Terminologie der Zivilprozessordnung (Art. 5 ZPO).

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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