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Allgemeines zu Berufsorientierung und Berufswahl

Ein Mädchen möchte vielleicht gern den Weg zur Netzwerkadministratorin einschlagen oder eine Lehre als Tischlerin machen. Es gibt auch Buben, die überlegen, Krankenpfleger oder Visagist zu werden.

Wenn Mädchen und Buben sich für einen Beruf oder eine Ausbildung entscheiden, sind sie oft stark durch Rollenbilder beeinflusst. Noch immer herrscht in unserer Gesellschaft die Meinung vor, dass Mädchen am besten für helfende Berufe (z.B. Krankenschwester) oder Dienstleistungen (Einzelhandelskauffrau, Frisörin etc.) geeignet sind und Buben für handwerkliche oder technische Berufe. Diese Klischees verhindern häufig, dass vor allem Mädchen auch den Mut aufbringen, sich für technische oder typisch "männliche Lehrberufe" wie Mechaniker zu begeistern.

Mädchen wählen nicht nur häufiger einen für sie "typischen Lehrberuf", sondern entscheiden sich auch seltener für gewerbliche, technische und kunstgewerbliche Ausbildungen auf mittleren oder höheren Schulen. Auch hier setzt sich der Trend fort, dass sich Mädchen für kaufmännische und sozialberufliche Ausbildungswege entscheiden.

Oft werden Jugendliche bei der Berufsorientierung auch stark davon beeinflusst, welchen beruflichen Weg ihre Eltern für sie vorgesehen haben. Bei der Wahl eines oder mehrerer Studienfächer an Universitäten oder bei der Wahl einer Fachhochschule lassen sich diese geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Auswahl der Themen ebenso beobachten wie bei der Lehre oder der Schulausbildung.

Auch Buben haben oft Schwierigkeiten, wenn sie in "traditionelle Frauenberufe" streben. Das sind vor allem klassische "soziale Berufe" wie beispielsweise Krankenpfleger oder Erzieher, aber auch Berufe wie Frisör, Modedesigner oder Stylist.

TIPP
Es ist wichtig Mut zu haben und seinen Traumberuf zu finden, auch wenn es ein Job ist, von dem andere sagen "Mädchen können das nicht!" oder "Das ist doch ein Job für Buben!". Es sollte immer bedacht werden: Wissen und Können ist keine Frage des Geschlechts!
Stand: 01.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Bildung

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