Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch

Schülerinnen/Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch sind grundsätzlich in den Klassenverband integriert.

Falls sie die Unterrichtssprache Deutsch noch nicht oder noch nicht ausreichend beherrschen, stehen ihnen folgende Fördermaßnahmen zur Verfügung:

  • Außerordentliche Schülerinnen/Schüler an allen Schularten (also auch an weiterführenden Schulen) können im Rahmen einer Sprachstartgruppe oder eines Sprachförderkurses maximal zwei Jahre lang einen gezielten Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht im Ausmaß von 11 Wochenstunden erhalten.
  • Eine Sprachstartgruppe findet parallel zum Regelunterricht statt, ein Sprachförderkurs wird durch eine zweite Lehrkraft integrativ angeboten.
  • Voraussetzung für beide Organisationsformen ist eine Teilnehmerzahl von mindestens 8 Schülerinnen/Schüler, die für eine Sprachstartgruppe auch aus unterschiedlichen Klassen, Schul­stufen und Schulstandorten zusammengefasst werden können.
  • Schülerinnen/Schüler, die auch nach dem 2. Lernjahr an einer österreichischen Schule noch einer speziellen Förderung in der Unterrichtssprache Deutsch bedürfen, können am besonderen Förderunterricht in Deutsch (= Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht) teilnehmen.
  • Darüber hinaus gewährleistet der Einsatz von muttersprachlichen Lehrkräften auch die muttersprachliche Bildung der Schülerinnen/Schüler. Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen/Schüler, die in ihrem Familienverband (ausschließlich oder teilweise) eine andere Sprache als Deutsch verwenden, unabhängig von ihrer Deutschkompetenz.

Im Rahmen der Initiative "Frühe sprachliche Förderung" werden für Kinder mit anderen Erstsprachen als Deutsch sowie für einsprachige Kinder mit sprachlichen Entwicklungsverzögerungen Sprachfördermaßnahmen in Kindergärten im Jahr vor dem Schuleintritt angeboten.

Stand: 01.01.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Bildung
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