Schulbeihilfe

Allgemeine Informationen

Bei der Schulbeihilfe handelt es sich um eine staatliche Beihilfe, die Schülerinnen/Schüler beziehen können.

Die genaue Höhe der Schulbeihilfe wird aus einem Grundbetrag errechnet, von dem die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern sowie das Einkommen der Schülerin/des Schülers (wenn vorhanden) abgezogen werden. Der Grundbetrag der Schulbeihilfe beträgt derzeit jährlich 1.130 Euro. Zur Berechnung der Schulbeihilfe stellt die AK Oberösterreich einen Schulbeihilfenrechner zur Verfügung.

Auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung kann mit dem Online-Ratgeber Schritt für Schritt geprüft werden, ob die grundsätzlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Formulare zum Download sind bei diesem Service integriert. Der Ratgeber ist in 16 Fremdsprachen zugänglich: Bosnisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Italienisch, Kroatisch, Mazedonisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch, Türkisch und Ungarisch. Unter jedem fremdsprachigen Text findet man die deutsche Übersetzung.

Voraussetzungen

Schulbeihilfe beantragen kann, wer

  • eine österreichische mittlere oder höhere Schule (ab der 10. Schulstufe) besucht,
  • die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt bzw. keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, aber
    • aus einem EU- bzw. EWR-Mitgliedstaat kommt – je nach Maßgabe der Übereinkommen;
    • Flüchtling im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention ist oder aus einem Drittstaat kommt bzw. staatenlos ist, ein Elternteil aber in Österreich für mindestens fünf Jahre einkommensteuerpflichtig war und hier auch den Lebensmittelpunkt hatte,
  • sozial bedürftig ist und
  • den Schulbesuch vor dem 35. (bzw. bei bestimmten Voraussetzungen dem 40.) Geburtstag begonnen hat.

Die soziale Bedürftigkeit wird durch die Höhe des verfügbaren Einkommens, den Familienstand sowie die Familiengröße bestimmt.

Fristen

Anträge müssen bis 31. Dezember des laufenden Schuljahres abgegeben werden.

Wird der Antrag später abgegeben, wird die Beihilfe gekürzt.

Zuständige Stelle

Für Schülerinnen/Schüler einer mittleren oder höheren Schule ist der jeweilige Landesschulrat bzw. der Stadtschulrat für Wien des Schulortes zuständig.

Für Schülerinnen/Schüler der Zentrallehranstalten, höheren land- oder forstwirtschaftlichen Schulen oder Fachschulen ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung zuständig.

Für Schülerinnen/Schüler land- und forstwirtschaftlicher Fachschulen ist die jeweilige Landeshauptfrau/der jeweilige Landeshauptmann zuständig (Liste der Landesregierungen).

Verfahrensablauf

Antragsformulare und Informationsbroschüren sind in der Direktion der entsprechenden Schule erhältlich und können ebenfalls über den Online-Ratgeber  heruntergeladen werden. Der ausgefüllte Antrag sowie die notwendigen zusätzlichen Unterlagen müssen bei der zuständigen Beihilfenbehörde abgegeben werden.

Ist die Schülerin/der Schüler nicht volljährig, muss der Antrag von der Erziehungsberechtigten/dem Erziehungsberechtigten ausgefüllt und unterschrieben werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Bei nicht selbstständiger Beschäftigung der Eltern:
    den Lohnzettel und (wenn vorhanden) den Bescheid für der Arbeitnehmerveranlagung (jeweils für das letzte Kalenderjahr)
  • Bei selbstständiger Beschäftigung der Eltern:
    der zuletzt erhaltene Einkommensteuerbescheid
  • Bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft der Eltern:
    der zuletzt erhaltene Einheitswertbescheid und die aktuelle Beitragsvorschreibung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern und (wenn verlangt) der zuletzt erhaltene Einkommensteuerbescheid

Zusätzliche Informationen

Online-Ratgeber Schülerbeihilfen

Rechtsgrundlagen

§§ 1a, 2, 3, 9, 15 Schülerbeihilfengesetz 1983

Stand: 08.01.2018
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
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