Integrative Betriebe

Integrative Betriebe bieten jenen Personen, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung nicht bzw. noch nicht auf dem freien Arbeitsmarkt tätig sein können, eine Beschäftigungs- bzw. Qualifizierungsmöglichkeit.

Die betreffenden Personen müssen jedoch eine gewisse Leistungsfähigkeit mitbringen, um in einem Integrativen Betrieb mitarbeiten bzw. an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen zu können. Konkret hat die Leistungsfähigkeit des Menschen mit Behinderung mindestens die Hälfte der Leistungsfähigkeit eines Menschen ohne Behinderung bei einer gleichen Tätigkeit zu betragen. Falls diese nicht gegeben ist, bietet sich als Alternative eine Beschäftigungstherapie an.

Integrative Betriebe sind vor allem auf industrielle Fertigung ausgerichtet und in verschiedensten Branchen (z.B. Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung) vertreten. Die Integrativen Betriebe sind aber auch im Dienstleistungsbereich (z.B. Facility Service) tätig.

Die Aufnahme in den Integrativen Betrieb erfolgt nach Befassung eines Sachverständigenteams, bestehend aus je einer Vertreterin/einem Vertreter

Der Integrative Betrieb ist die primäre Anlaufstelle für die Aufnahme. Dieser sorgt für die Bildung des Sachverständigenteams und steht – neben der zuständigen Landessstelle des Sozialministeriumservice – für Auskünfte zur Verfügung.

ACHTUNG
Die Beschäftigung in einem Integrativen Betrieb unterliegt den Bestimmungen des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) – es besteht Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Weiters ist die kollektivvertraglich festgelegte Entlohnung zu berücksichtigen.

Der erhöhte Kündigungsschutz gilt nur für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die dem Personenkreis der begünstigten behinderten Menschen angehören.

Rechtsgrundlagen

§ 11 Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG)

Stand: 08.01.2018
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
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