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Wohnen

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Die folgenden Seiten sollen eine Hilfestellung bei der Wohnungssuche bieten. Aufgrund des großen Angebots verschiedener Wohnungen und der Vielzahl individueller Faktoren, die bei der Wohnungssuche zu beachten sind, wird in der Folge nur ein allgemeiner Überblick zu diesem Thema geboten.

In Österreich gibt es eine Reihe von verpflichtenden Meldungen, die mit dem Wohnen verbunden sind.


Eigentum

Der Erwerb von Wohnungseigentum muss im Grundbuch eingetragen werden. Für diesen Rechtsakt ziehen Sie eine Notarin/einen Notar oder Rechtsanwaltin/einen Rechtsanwalt bei, der die Abwicklung des Erwerbs durchführt und Sie berät.

Für Nebenkosten (Notarin/Notar, Steuern, Gebühren, Finanzierungskosten, Maklerin/Makler, etc.) beim Wohnungseigentumserwerb sollten rund 10 Prozent des Kaufpreises kalkuliert werden.


Miete

In Ballungsräumen überwiegt der Anteil an Mietwohnungen.


Das Mietrecht unterscheidet zwei Arten von Mietverhältnissen, die Hauptmiete und die Untermiete. Die Hauptunterschiede liegen im Wesentlichen in der Höhe des Mietzinses sowie im Kündigungsschutz.

Eine Hauptmiete liegt dann vor, wenn der Mietvertrag zwischen der Wohnungssuchenden/dem Wohnungssuchenden und

  • der Eigentümerin/dem Eigentümer des Hauses
  • der Wohnungseigentümerin/dem Wohnungseigentümer
  • der Mieterin/dem Mieter oder Pächterin/Pächter des ganzen Hauses
  • der Wohnungseigentumsbewerberin/dem Wohnungseigentumsbewerber, dessen Wohnungseigentum noch nicht verbüchert ist

abgeschlossen wurde.

Eine Untermiete liegt dann vor, wenn der Mietvertrag zwischen der Hauptmieterin/dem Hauptmieter und der Wohnungssuchenden/dem Wohnungssuchenden abgeschlossen wurde.


Außerdem unterscheidet man befristete und unbefristete Mietverträge.

Im Falle befristeter Mietverträge können diese schriftlich beliebig oft um jede Vertragsdauer verlängert werden. Im Fall der Wohnungsmiete muss im Voll- und Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes die Mindestbefristungsdauer von drei Jahren eingehalten werden; nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Auch im Fall der Verlängerung eines befristeten Mietvertrages muss eine Mindestverlängerungsdauer von drei Jahren eingehalten werden.

Die Mieterin/der Mieter ist an die gesetzliche Verlängerung um drei Jahre aber nicht gebunden. Sie/er kann den verlängerten Mietvertrag jederzeit – allerdings unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist – kündigen.

TIPP

Wohnungen für Studenten

TIPP
Auskünfte zu diesem Thema erhalten Sie bei der jeweiligen Hochschülerschaft Ihrer Universität.

Studentenwohnungen

Studentinnen/Studenten in Wien haben die Möglichkeit, eine günstige Wohnung über die "Studentenwohnungsservice GesmbH" (SWS) zu beantragen. Das SWS mietet geeignete Altbauwohnungen an, die dann möbliert für jeweils ein Jahr vermietet werden. Bei positivem Studienerfolg wird der Wohnplatzvertrag verlängert.

Voraussetzungen sind neben angemessenem Studienerfolg (bei Studienanfängerinnen/Studienanfängern genügt das Maturazeugnis) die Offenlegung der elterlichen Einkommensverhältnisse und etwaiger persönlicher Einkünfte der Studentin/des Studenten.

Wohngemeinschaften

Ein Mietvertrag für Wohngemeinschaften kann ein Untermiet- oder ein Hauptmietvertrag sein.

Folgende vertragliche Möglichkeiten bestehen:

  • Eine Person kann einen Mietvertrag abschließen, die anderen ziehen als Mitbewohnerinnen/Mitbewohner ein. Nachteil: Wenn diejenige/derjenige, die/der den Vertrag geschlossen hat, auszieht, wird der Mietvertrag möglicherweise nicht auf ein anderes Mitglied der Wohngemeinschaft übertragen und alle müssen ausziehen.
  • Alle Wohngemeinschaftsmitglieder unterschreiben den Mietvertrag und sind somit als Mieterinnen/Mieter rechtlich gleichgestellt. Wenn eine Bewohnerin/ein Bewohner auszieht, ändert das nichts am Mietvertrag für die übrigen Mitbewohnerinnen/Mitbewohner. In diesem Fall wäre es sinnvoll zu vereinbaren, dass die Rechte der ausscheidenden Mieterin/des ausscheidenden Mieters an die verbleibenden Mieterinnen/Mieter abgetreten werden können.
  • Getrennte Mietverträge werden mit der Vermieterin/dem Vermieter über den Raum abgeschlossen, den die einzelne Mitbewohnerin/der einzelne Mitbewohner bewohnt.

Studentenheime

In sämtlichen Universitätsstädten gibt es eine Reihe von Studentenheimen, die von verschiedenen Trägerorganisationen (Vereinen, Stiftungen, Körperschaften) gebaut und verwaltet werden.

ACHTUNG

Die Anmeldung für Heimplätze muss spätestens ein Semester vor Studienbeginn erfolgen.

Zusätzliche Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf den deutschsprachigen Seiten von HELP.gv.at.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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