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Führerschein

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HINWEIS
Seit 1. März 2006 werden nur mehr Scheckkartenführerscheine ausgegeben.


Gültigkeitsdauer ausländischer Führerscheine in Österreich

  • Aus einem EU- bzw. EWR-Staat: grundsätzlich zeitlich unbegrenzt
  • Aus einem Nicht-EU- bzw. Nicht-EWR-Staat:
    • Bei Gründung eines Wohnsitzes in Österreich: sechs Monate ab Gründung des Wohnsitzes, wenn die Besitzerin/der Besitzer das 18. Lebensjahr vollendet hat
    • Ohne Wohnsitz in Österreich: bis zu zwölf Monate ab Eintritt in das Bundesgebiet, wenn die Besitzerin/der Besitzer das 18. Lebensjahr vollendet hat
Achtung:

Falls der ausländische Führerschein nicht in deutscher Sprache abgefasst ist, gilt dieser nur in Verbindung mit einem internationalen Führerschein oder mit einer Übersetzung.


Umschreibung eines ausländischen Führerscheins

EU- bzw. EWR-Führerscheine werden in Österreich anerkannt, d.h. sie müssen nicht, können jedoch auf freiwilliger Basis umgeschrieben werden. Lenkberechtigungen für die Klassen C (C1) oder D (D1), die in einem anderen EWR-Staat erteilt wurden, sind bei Verlegung des Wohnsitzes nach Österreich bis zu dem im Ausstellungsstaat vorgesehenen Zeitpunkt, höchstens aber fünf Jahre gültig, wenn sie bis dahin nicht umgeschrieben werden.

HINWEIS
Bei Umschreibungen von EWR-Führerscheinen (egal ob auf freiwilliger Basis oder wegen Fristablaufs) hat die Behörde eine Anfrage im Ausstellungsstaat des Führerscheins vorzunehmen, um zu klären, ob etwas gegen die Ausstellung des österreichischen Führerscheins spricht. Diese Anfrage kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Zuständige Stelle Erforderliche Unterlagen

Hinweis: Von den meisten Führerscheinbehörden werden die Originaldokumente und eine Kopie verlangt.

Bei freiwilliger Umschreibung eines EU- bzw. EWR-Führerscheins:

  • Reisepass oder Personalausweis
  • Ausländischer Führerschein
  • Ein Foto (Hochformat 35 mm x 45 mm), das die Besitzerin/den Besitzer einwandfrei erkennen lässt (wenn möglich nach bestimmten Passbildkriterien)
  • Eventuell Auszug aus der Führerscheinkartei des Ausstellungsstaates und eventuell eine Übersetzung (erleichtert die Abwicklung bei der Behörde)
  • Eventuell Bestätigung der Meldung (erleichtert die Abwicklung bei der Behörde)

Bei Umschreibung eines Nicht-EU- bzw. Nicht-EWR-Führerscheins:

  • Reisepass
  • Ausländischer Führerschein
  • Unter Umständen eine Übersetzung des Führerscheins
  • Ein Foto (Hochformat 35 mm x 45 mm), das die Besitzerin/den Besitzer einwandfrei erkennen lässt (wenn möglich nach bestimmten Passbildkriterien)
  • Ärztliches Gutachten
  • Eventuell Bestätigung der Meldung (erleichtert die Abwicklung bei der Behörde)

Im Einzelfall können von der Führerscheinbehörde weitere Dokumente verlangt werden.

HINWEIS
Auf Wunsch kann die Vorlage der Bestätigung der Meldung durch Abfrage der Behörde im Zentralen Melderegister (ZMR) ersetzt werden.

Kosten

  • Austausch: 60,50 Euro
  • Expressherstellung: zusätzlich 17,88 Euro

Hinweis: Prüfgebühren und Kosten für das ärztliche Gutachten sind in den oben genannten Gebühren nicht enthalten.

Vormerksystem (Punkteführerschein)

Das Vormerksystem (Maßnahmen gegen Risikolenkerinnen/Risikolenker) kennt 13 risikobehaftete Vormerkdelikte. Daneben bleiben die sogenannten Führerscheinentzugsdelikte und Verwaltungsstrafen bestehen.

Betroffen von dem Vormerksystem sind alle Lenkerinnen/Lenker in Österreich, unabhängig von ihrem Wohnsitz.

Bei einer Begehung eines Vormerkdelikts ist Folgendes vorgesehen:

Die Verwaltungsstrafe (Geldstrafe) ist in jedem Fall zu bezahlen, unabhängig davon, ob es zu einer Vormerkung, Maßnahme oder einem Entzug kommt.

Hinweis: Für ausländische Lenkerinnen/Lenker wird beim dritten Vormerkdelikt ein Fahrverbot in Österreich verhängt.


Vormerkdelikte

DelikteRechtsfolgen
Lenken oder Inbetriebnahme eines Kfz mit einem
Alkoholgehalt des Blutes von 0,5 bis weniger als 0,8 Promille

Geldstrafe: 300 Euro bis 3.700 Euro

Lenken oder Inbetriebnahme eines Kfz mit einem
Alkoholgehalt des Blutes von 0,1 bis weniger als 0,5 Promille
bei Lenkerinnen/Lenkern der Klasse C und D

Geldstrafe:
Klasse C: 36 Euro bis 2.180 Euro
Klasse D: 363 Euro bis 2.180 Euro

Behinderung am Schutzweg bei Gefährdung einer
Fußgängerin/eines Fußgängers

Geldstrafe: 72 Euro bis 2.180 Euro

Nichtbeachtung des Zeichens "Halt", wenn
Vorrangberechtigte zu unvermitteltem Bremsen oder
Ablenken genötigt und dabei gefährdet werden

Geldstrafe: bis 2.180 Euro

Nichtbeachtung des Rotlichtes bei Gefährdung anderer

Geldstrafe: bis 2.180 Euro

Befahren des Pannenstreifens und dadurch Behinderung
von Einsatzfahrzeugen (Anmerkung: Das Befahren des Pannenstreifens ist zulässig, wenn die Bildung einer Rettungsgasse dies erfordert.)

Geldstrafe: bis 2.180 Euro

Missachtung des Fahrverbots für Kfz mit gefährlichen
Gütern
in Tunnelanlagen

Geldstrafe: bis 726 Euro

Übertretungen der Verordnung über Beschränkungen für
Beförderungseinheiten mit gefährlichen Gütern
beim
Befahren von Autobahntunneln

Geldstrafe: bis 726 Euro

Übertretungen des vorschriftsmäßigen Verhaltens bei
Eisenbahnkreuzungen
, insbesondere
  • ein Übersetzen der Eisenbahnkreuzung zu versuchen,
    wenn nach der Lage des Straßenverkehrs (z.B. bei
    Verkehrsstockung) ein Anhalten auf der Eisenbahnkreuzung
    erforderlich werden könnte
  • geschlossene Schranken zu übersteigen, zu umfahren
    oder zu umgehen oder sich sonst unbefugt in den
    abgesperrten Raum zu begeben
  • Überfahren von Eisenbahnkreuzungen trotz Vorhandenseins
    optischer oder akustischer Warnsignale oder bei ganz oder
    teilweise geschlossenem Schranken

Geldstrafe: bis 726 Euro

Lenken eines Kfz, dessen
  • technischer Zustand oder
  • nicht entsprechend gesicherte Beladung
eine Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellt

Geldstrafe: 72 Euro bis 2.180 Euro

Nichtbeachtung der Vorschriften über die
Kindersicherung

Geldstrafe: bis 5.000 Euro

Nichtbeachtung der Vorschriften über den
Sicherheitsabstand

Abstand beträgt zwischen 0,2 und 0,4 Sekunden

Geldstrafe: bis 726 Euro

Zusätzliche Informationen

Weitere Informationen finden sich auf den deutschsprachigen Seiten von HELP.gv.at.

Stand: 03.05.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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