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Allgemeines zum Kinderbetreuungsgeld

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Kinderbetreuungsgeld – Bezugsvarianten

Die Höhe des Kinderbetreuungsgeldes richtet sich nach der von Ihnen gewählten Leistungsart. Sie können zwischen folgenden Leistungsvarianten wählen:

Pauschales Kinderbetreuungsgeld

Variante 30 plus 6
Bezugshöhe

14,53 Euro pro Tag (ca. 436 Euro pro Monat)

Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.

Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:
    bis zur Vollendung des 30. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:
    Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat. Kinderbetreuungsgeld kann aber maximal bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats des Kindes bezogen werden (ein Elternteil kann maximal 30 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate).
Variante 20 plus 4
Bezugshöhe

20,80 Euro pro Tag (ca. 624 Euro pro Monat)

Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.

Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:
    bis zur Vollendung des 20. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:
    Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat. Kinderbetreuungsgeld kann aber maximal bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats des Kindes bezogen werden (ein Elternteil kann maximal 20 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate).
Variante 15 plus 3
Bezugshöhe

26,60 Euro pro Tag (ca. 800 Euro pro Monat)

Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.

Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:
    bis zur Vollendung des 15. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:
    Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat. Kinderbetreuungsgeld kann aber maximal bis zur Vollendung des 18. Lebensmonats des Kindes bezogen werden (ein Elternteil kann maximal 15 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate).
Variante 12 plus 2
Bezugshöhe

33 Euro pro Tag (ca. 1.000 Euro pro Monat)

Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.

Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:
    bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:
    Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat. Kinderbetreuungsgeld kann aber maximal bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes bezogen werden (ein Elternteil kann maximal zwölf Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate).

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Variante 12 plus 2
Bezugshöhe
  • 80 Prozent der Letzteinkünfte,
    maximal 66 Euro pro Tag (ca. 2.000 Euro pro Monat)
  • Für Bezieherinnen von Wochengeld (Unselbstständige, Selbstständige, Landwirtinnen, Vertragsbedienstete, freie Dienstnehmerinnen, geringfügig Beschäftigte mit Selbstversicherung):
    80 Prozent des Wochengeldes; zusätzlich führt die Krankenkasse eine Günstigkeitsrechnung durch
  • Für Väter:
    80 Prozent eines fiktiv berechneten Wochengeldes (inklusive Günstigkeitsrechnung)
Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:
    bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:
    Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat. Kinderbetreuungsgeld kann aber maximal bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes bezogen werden (ein Elternteil kann maximal zwölf Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen ist maximal zweimal möglich; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate).
ACHTUNG
Haben Sie sich einmal für eine Variante entschieden und das Kinderbetreuungsgeld bereits beantragt, ist ein Umstieg auf eine andere Leistungsvariante in der Regel nicht mehr möglich (auch der andere Elternteil ist an die gewählte Variante gebunden).

Einzige Ausnahme: Erfüllen Sie beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld nicht die Anspruchsvoraussetzung der sechsmonatigen sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes oder ergibt sich bei Ihnen ein Tagesbetrag von unter 33 Euro, können Sie auf das pauschale Kinderbetreuungsgeld 12 plus 2 umsteigen. Der andere Elternteil ist jedoch an die zuerst beantragte einkommensabhängige Variante gebunden.

Ruhen des Kinderbetreuungsgeldes

Das Kinderbetreuungsgeld ruht während des Anspruchs auf Wochengeld bzw. wochengeldähnliche Leistungen (z.B. Gehaltsfortzahlungen an Beamtinnen, Ergänzungszulagen an Vertragsbedienstete).

Kinderbetreuungsgeld für mehrere Kinder

Kinderbetreuungsgeld (KBG) erhalten Sie immer nur für das jüngste Kind. Wird in der Zeit des Bezuges ein weiteres Kind geboren, endet der Anspruch für das ältere Kind. Das Kinderbetreuungsgeld ist für das Neugeborene neu zu beantragen und wird dann für dieses ausbezahlt. Dasselbe gilt für Adoptiv- und Pflegekinder.

Bei einer Mehrlingsgeburt werden in jeder Pauschalvariante 50 Prozent des Grundbetrages für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind ausbezahlt.

Der Zuschlag für Mehrlingsgeburten beträgt demnach für die

  • Variante 30 plus 6: ca. 218 Euro pro Monat
  • Variante 20 plus 4: ca. 312 Euro pro Monat
  • Variante 15 plus 3: ca. 400 Euro pro Monat
  • Variante 12 plus 2: ca. 500 Euro pro Monat

Wird nach einer Mehrlingsgeburt ein weiteres Kind geboren, wird der Mehrlingszuschlag beim Kinderbetreuungsgeld weitergezahlt (richtet sich nach der Dauer der für die Mehrlingskinder bezogenen Bezugsvariante). Haben sich die Eltern ursprünglich beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes für die Mehrlingskinder abgewechselt, dann verlängert sich die Weiterzahlung des Mehrlingszuschlages entsprechend (wiederum abhängig von der für die Mehrlingskinder bezogenen Bezugsvariante). Für alle Kinder müssen jedenfalls weiterhin alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein.

Kinderbetreuungsgeld – Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen

Karenz

Mütter/Väter, die unselbstständig erwerbstätig (also Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer) sind, haben gegenüber ihrer Arbeitgeberin/ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Karenz. Karenz bedeutet Freistellung von der Arbeitsleistung gegen Entfall des Arbeitsentgelts. Der Anspruch auf Karenz besteht längstens bis zum Ablauf des 2. Lebensjahres des Kindes. Die Mindestdauer der Karenz beträgt zwei Monate.

Weitere Informationen zum Thema "Karenz" finden sich auf USP.gv.at.

Teilzeitbeschäftigung

Mütter/Väter haben die Möglichkeit, einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen. Diese kann unabhängig davon ausgeübt werden, ob zuvor Karenz in Anspruch genommen wurde.

Unter welchen Voraussetzungen gegenüber der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber ein Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung besteht und unter welchen Voraussetzungen eine solche vereinbart werden kann sowie weiterführende Informationen zum Thema, finden sich auf USP.gv.at.

Kinderbetreuungsgeld – Sozialrechtliche Rahmenbedingungen

Krankenversicherung

Bezieherinnen/Bezieher von Kinderbetreuungsgeld sind grundsätzlich krankenversichert.

ACHTUNG
Die Krankenversicherung aus dem Kinderbetreuungsgeldbezug endet mit dem Bezugsende des Kinderbetreuungsgeldes.

Pensionsversicherung

Für die Zeiträume der Kindererziehung ab dem 1. Jänner 2005 besteht für die ersten vier Jahre ab der Geburt des Kindes eine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung (bei Mehrlingen für die ersten fünf Jahre ab der Geburt der Kinder). Dadurch werden Beitragszeiten erworben.

HINWEIS
Informationen zur Beantragung von pauschalem Kinderbetreuungsgeld und einkommensabhängigem Kinderbetreuungsgeld finden sich auf HELP.gv.at.
Stand: 17.05.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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