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Zuweisung zu einer Zivildiensteinrichtung

Allgemeine Informationen

Nach der rechtskräftigen Feststellung der Zivildienstpflicht erfolgt die Zuweisung zu einer behördlich anerkannten Zivildiensteinrichtung. Der Zivildienstpflichtige wird dabei von der Zivildienstserviceagentur zum nächstmöglichen Termin und nach vorhandenen Plätzen, persönlicher Eignung und Erfordernissen des Zivildienstes zugewiesen.

In folgenden Bereichen kann Zivildienst geleistet werden:

  • Krankenanstalten
  • Rettungswesen
  • Sozialhilfe
  • Behindertenhilfe
  • Sozialhilfe in der Landwirtschaft (landwirtschaftliche Betriebshilfe)
  • Altenbetreuung
  • Krankenbetreuung 
  • Gesundheitsvorsorge
  • Betreuung von Drogenabhängigen
  • Justizanstalten
  • Betreuung von Vertriebenen, Asylwerberinnen/Asylwerbern, Flüchtlingen, Menschen in Schubhaft
  • Katastrophenhilfe und Zivilschutz
  • Tätigkeiten im Rahmen der zivilen Landesverteidigung
  • Vorsorge für die öffentliche Sicherheit und Sicherheit im Straßenverkehr
  • Inländische Gedenkstätten, insbesondere für Opfer des Nationalsozialismus
  • Umweltschutz
  • Jugendarbeit
  • Kinderbetreuung
  • Integration oder Beratung Fremder

Die konkreten Einrichtungen und Termine werden im Platzangebot der Zivildienstserviceagentur veröffentlicht.

Es wird empfohlen, einen Zuweisungswunsch (oder mehrere Zuweisungswünsche) abzugeben und sich von einer Wunscheinrichtung anfordern zu lassen.

Fristen

Der Zuweisungswunsch sollte so früh wie möglich (mehrere Monate!) vor dem gewünschten Termin bekannt gegeben werden.

Zusätzlich sollte sich der Zivildienstpflichtige bis spätestens vier Monate vor dem Wunschtermin bei einer Wunscheinrichtung vorstellen und sich von dieser anfordern lassen. Dadurch besteht eine sehr hohe Chance, zu dieser zugewiesen zu werden. Außerdem können allfällige Fragen zu Einsatzorten, Hilfstätigkeiten oder Dienstzeiten direkt vor Ort geklärt werden.

Erforderliche Unterlagen

Ein Zuweisungswunsch kann im Formular Zivildiensterklärung oder im Platzangebot (ab Erhalt des Bescheides über die Feststellung der Zivildienstpflicht) abgegeben werden.

Zusätzliche Informationen

Die Möglichkeit, einen Zuweisungswunsch abzugeben oder sich von einer Einrichtung anfordern zu lassen, endet mit Zustellung des Zuweisungsbescheides. Zudem besteht kein Rechtsanspruch auf die Zuweisung gemäß eines Wunsches oder einer Anforderung. Grundsätzlich wird ein Zivildienstpflichtiger zum frühestmöglichen Termin zugewiesen. Jedoch können Wartezeiten auftreten, wenn es die Erfordernisse des Zivildienstes verlangen.

TIPP
Sollte der Zivildienstpflichtige noch in Ausbildung sein und das Ende dieser Ausbildung in Kürze bevorstehen, kann ein Zuweisungswunsch für einen Termin nach Ausbildungsabschluss bekannt gegeben werden. Weiters besteht die Möglichkeit, aus Ausbildungsgründen (Schulbesuch, Berufsausbildung) einen Aufschub zu erwirken.

Platzangebot (Zivildienstserviceagentur)

Zum Formular

Zivildiensterklärung

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Inneres

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