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Studieren und Arbeiten für Drittstaatsangehörige

Studierende aus Drittstaaten dürfen erwerbstätig sein, wenn dadurch die Ausbildung als primärer Aufenthaltszweck nicht beeinträchtigt wird.

  • Studierende aus Drittstaaten und aus Kroatien unterliegen dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) und benötigen für eine Beschäftigung in Österreich (auch für eine geringfügige) eine Beschäftigungsbewilligung. Diese muss von der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber beim Arbeitsmarktservice beantragt werden.
  • Die Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung ohne Arbeitsmarktprüfung ist für eine Beschäftigung
    • bis zu zehn Wochenstunden bzw.
    • bis zu 20 Wochenstunden nach Abschluss des ersten Abschnitts eines Diplomstudiums bzw. nach Abschluss eines Bachelor-Studiums und Fortsetzung des Studiums
      möglich.
  • Eine Beschäftigung über zehn bzw. 20 Wochenstunden ist zwar nicht ausgeschlossen, allerdings kann diese nur genehmigt werden, wenn die Stelle nicht mit Arbeit suchend vorgemerkten inländischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden kann (Arbeitsmarktprüfung).
  • Nach erfolgreichem Studienabschluss ist der Umstieg auf eine "Rot-Weiß-Rot – Karte" möglich. Studienabsolventinnen/Studienabsolventen können sich nach dem Studium mit einer entsprechenden Bestätigung der Aufenthaltsbehörde weitere sechs Monate zur Arbeitsuche in Österreich aufhalten.
  • Studierende aus Kroatien erhalten nach zwölf Monaten durchgehender Beschäftigung aufgrund einer Beschäftigungsbewilligung freien Arbeitsmarktzugang, der vom Arbeitsmarktservice zu bestätigen ist.
  • Praktika: Für Praktika, die im Rahmen des Studiums in Österreich vorgeschrieben sind, sind keine Beschäftigungsbewilligungen erforderlich. Das Praktikum ist von der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber spätestens zwei Wochen vor Beginn dem Arbeitsmarktservice anzuzeigen. Das Arbeitsmarktservice stellt darüber eine Anzeigebestätigung aus.
  • Steuern: Jede/jeder, die/der in Österreich lebt, muss auf das Einkommen Steuer zahlen. Die Steuerpflicht richtet sich nach dem steuerpflichtigen Jahreseinkommen. Beträgt dieses mehr als 11.000 Euro brutto, müssen die Einkünfte versteuert werden.

Arbeitsmarktservice (AMS) 

Stand: 22.02.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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