Allgemeines zur bedarfsorientierten Mindestsicherung

ACHTUNG
Der folgende Text dient nur einer allgemeinen Information und bildet die Regelungen der Bundesländer im Detail nicht ab. Um genaue Informationen dazu zu erhalten, kontaktieren Sie bitte die jeweilige Landesregierung bzw. das für Ihren Wohnort zuständige Sozialamt.

Die Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung der Länder teilt sich in zwei große Bereiche auf:

  • Die sogenannte "offene Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung", die an Privathaushalte geleistet wird, und
  • die sogenannte "stationäre Sozialhilfe", bei der es vornehmlich um die Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen in Heimen geht, wenn die Bewohnerinnen/Bewohner die Kosten aus ihren eigenen Mitteln nicht selbst zur Gänze tragen können.

In Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Wien und im Burgenland existieren weiterhin Sozialhilfegesetze, in denen der Bereich der Unterbringung in Heimen bzw. die Gewährung von sozialen Diensten geregelt wird, während der Bereich der offenen Sozialhilfe in Mindestsicherungsgesetzen geregelt ist. In Kärnten, Tirol und Vorarlberg werden derzeit beide Bereiche im Mindestsicherungsgesetz geregelt.

Mit der an Privathaushalte geleisteten Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung sollen all jene Menschen unterstützt werden, die für ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft nicht mehr aufkommen können. Es wird der notwendige monatliche Bedarf an Nahrung, Kleidung, Körperpflege, Beheizung und Strom, Hausrat, andere persönliche Bedürfnisse wie die angemessene soziale und kulturelle Teilhabe sowie Wohnbedarf mit einem jährlich neu festgelegten Geldbetrag ausgedrückt. Ein Anspruch auf die Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung kommt allerdings erst dann in Frage, wenn eine ausreichende finanzielle Absicherung durch andere Mittel (z.B. Einkommen, Leistungen aus der Sozialversicherung, Unterhalt etc.) oder Vermögen nicht möglich ist. 

Die Höhe der Mindestsicherung betrug 2016 rund 838 Euro für Alleinlebende bzw.bzw. Alleinerziehende und rund 1256 Euro für Paare. Die Mindeststandards für minderjährige Kinder betrugen je nach Bundesland zwischen rund 150 Euro und 226 Euro.

Die Höhe der Sozialhilfe bzw. Mindestsicherungsleistungen für das Jahr 2017 wird an dieser Stelle nach Vorliegen der jeweiligen Mindeststandard-Verordnungen der Bundesländer veröffentlicht.

HINWEIS
Unterschiedliche Leistungshöhen in den Bundesländern sind möglich. Manche Länder gewähren für Asylberechtigte geringere und für subsidiär Schutzberechtigte keine oder ebenfalls geringere Leistungen aus dem Titel der Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung.
Stand: 01.01.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
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