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Verordnung über die Integrationsvereinbarung – beschlossene Änderungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Änderungen

Die Verordnung der Bundesministerin für Inneres, mit der die Verordnung über die Integrationsvereinbarung geändert wird, wurde am 28. Juni 2011 im Bundesgesetzblatt II Nr. 205/2011 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt II Nr. 205/2011 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" bzw. zum Begriff "Verordnung" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt der Verordnung

Die wesentlichen Eckpunkte der Verordnung lauten:

  • Qualifikation der Lehrkräfte
    Die Kursträgerin/der Kursträger muss für die Abhaltung von Deutsch-Integrationskursen ausschließlich Lehrkräfte einsetzen, die folgende Qualifikationen nachweisen:
    • Abgeschlossene Ausbildung für "Deutsch als Fremdsprache" oder für "Deutsch als Zweitsprache"
    • Abgeschlossenes Lehramtsstudium der Germanistik oder einer lebenden Fremdsprache im Hauptfach oder ein abgeschlossenes Studium der Sprachwissenschaften und mindestens 450 Stunden à 45 Minuten
    • Unterrichtserfahrung im Bereich "Deutsch als Fremdsprache" oder "Deutsch als Zweitsprache" in der Erwachsenenbildung
    • Abschluss einer Pädagogischen Hochschule zur Erlangung der Lehrberechtigung in Deutsch und mindestens 450 Stunden à 45 Minuten Unterrichtserfahrung im Bereich "Deutsch als Fremdsprache" oder "Deutsch als Zweitsprache" in der Erwachsenenbildung oder an öffentlichen oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schulen
    • Beschäftigung als Trainerin/Trainer der beruflichen Weiterbildung mit mindestens 3000 Stunden à 45 Minuten Unterrichtserfahrung im Bereich Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache in der Erwachsenenbildung
  • Deutsch-Integrationskurs (Modul 1)
    Ziel des Deutsch-Integrationskurses (Modul 1 der Integrationsvereinbarung) ist die Erreichung des A2-Niveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, wie im Rahmencurriculum für Deutsch-Integrationskurse (Anlage A) beschrieben. Den Abschluss des Deutsch-Integrationskurses bildet eine Abschlussprüfung, zumindest auf dem A2-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, durch den Österreichischen Integrationsfonds.
  • Abschlussprüfung durch den Österreichischen Integrationsfonds
    Die Anmeldung der einzelnen Prüfungskandidatinnen/Prüfungskandidaten zur Abschlussprüfung erfolgt durch das Kursinstitut auf elektronischem Wege. Die Abschlussprüfung muss durch zwei qualifizierte Prüferinnen/Prüfer des Österreichischen Integrationsfonds oder im Einvernehmen zwischen dem Österreichischen Integrationsfonds und dem Kursinstitut durch jeweils eine qualifizierte Prüferin/einen qualifizierten Prüfer des Österreichischen Integrationsfonds und des Kursinstituts durchgeführt werden. Die Abschlussprüfung muss gesammelt für alle Teilnehmerinnen/alle Teilnehmer des Deutsch-Integrationskurses spätestens 14 Tage im Voraus festgelegt werden und an im Hinblick auf die Anzahl der Prüfungsanmeldungen geeigneten Terminen und Standorten durchgeführt werden. Bei entsprechendem Bedarf müssen die Prüfungen jedenfalls in Landeshauptstädten oder am Sitz der Bezirksverwaltungsbehörde durchgeführt werden. Die Prüfungskandidatin/der Prüfungskandidat muss sich mit einem gültigen Identitätsdokument zu Beginn der Prüfung auszuweisen und die Prüfungsordnung des Österreichischen Integrationsfonds beachten. Die qualifizierten Prüferinnen/Prüfer bewerten den Prüfungsteil Sprechen und übermitteln die gesamten abgenommenen Prüfungsleistungen an den Österreichischen Integrationsfonds. Dieser bewertet die Prüfungsleistungen der Prüfungsteile Schreiben, Lesen und Hören, überprüft stichprobenartig die Ergebnisse des Prüfungsteils Sprechen und stellt das Gesamtergebnis fest.
  • Prüfungszeugnis und Sprachdiplom
    Den Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Deutsch-Integrationskurses muss der Österreichische Integrationsfonds in Form eines Prüfungszeugnisses ausstellen, wobei das Original des Prüfungszeugnisses der Prüfungskandidatin/dem Prüfungskandidaten übermittelt werden muss und eine Abschrift davon beim Österreichischen Integrationsfonds verbleibt. Bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung muss der Österreichische Integrationsfonds die Prüfungskandidatin/den Prüfungskandidaten schriftlich informieren und auf die Möglichkeit der Wiederholung der Abschlussprüfung hinweisen. Jede Einrichtung muss in dem von ihr auszustellenden Sprachdiplom oder Kurszeugnis schriftlich bestätigen, dass die betreffende Fremde/der betreffende Fremde über Kenntnisse der deutschen Sprache zumindest auf A2-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen oder auf B1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen verfügt. Fehlt eine Bestätigung gilt der Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse auf der entsprechenden Niveaustufe als nicht erbracht. Als Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse gelten Zeugnisse des Österreichischen Integrationsfonds nach erfolgreichem Abschluss einer Prüfung auf A2-Niveau oder B1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
  • Kostenbeteiligung des Bundes
    Der Höchstsatz für die Kostenbeteiligung des Bundes für Deutsch-Integrationskurse im Ausmaß von 300 Unterrichtseinheiten beträgt pro Kursteilnehmerin/Kursteilnehmer 750 Euro. Wird die Anzahl der Unterrichtseinheiten verringert, vermindert sich der Höchstsatz für die Kostenbeteiligung entsprechend. Geht der vermittelte Lehrinhalt über das Kursziel hinaus, richtet sich die Kostenbeteiligung des Bundes nach den in der Kursbestätigung zur Erreichung des Kurszieles angegebenen Unterrichtseinheiten.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten mit 1. Juli 2011
Stand: 01.07.2011
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Inneres

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