Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz-Durchführungsverordnung – beschlossene Änderungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Änderungen

Die Verordnung der Bundesministerin für Inneres, mit der die Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz-Durchführungsverordnung geändert wird, wurde am 28. Juni 2011 im Bundesgesetzblatt II Nr. 201/2011 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt II Nr. 201/2011 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" bzw.  zum Begriff "Verordnung" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt der Verordnung

Die wesentlichen Eckpunkte der Verordnung lauten:

  • Aufenthaltstitel
    Folgende Aufenthaltstitel zur Niederlassung können erteilt werden:
    • "Rot-Weiß-Rot – Karte"
    • "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"
    • "Blaue Karte EU "
    • "Niederlassungsbewilligung"
    • "Niederlassungsbewilligung – ausgenommen Erwerbstätigkeit"
    • "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger"
    • "Daueraufenthalt – EG"
    • "Familienangehöriger"
    • "Daueraufenthalt – Familienangehöriger"
  • Lichtbild
    Das geforderte Lichtbild muss farbig sein und verschiedenen Anforderungen, insbesondere den geforderten Aufnahmemodalitäten und Qualitätsmerkmalen, entsprechen. Das Lichtbild darf nicht älter als sechs Monate sein und muss die Antragstellerin/den Antragsteller zweifelsfrei erkennen lassen. Es muss in der Größe von 45 Millimeter mal 35 Millimeter im Hochformat abgegeben werden.
  • Papillarlinienabdrücke
    Fremde, die einen Aufenthaltstitel beantragen, müssen bei der Abnahme der Papillarlinienabdrücke mitwirken. Es müssen die flachen Abdrücke aller Finger der rechten und linken Hand abgenommen werden.
  • Urkunden und Nachweise
    Zusammen mit dem Antrag auf Erteilung eines bestimmten Aufenthaltstitels müssen verschiedene Urkunden und Nachweise eingereicht werden. Für den Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot – Karte" sind dies unter anderem:
    • Nachweis eines Studienabschlusses an einer tertiären Bildungseinrichtung
    • Steuerbescheid oder Lohnbestätigung
    • Nachweis einer Forschungs- oder Innovationstätigkeit
    • Nachweis von Berufserfahrung
    • Nachweis von Kenntnissen der deutschen oder englischen Sprache
    • Arbeitgebererklärung nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz
  • Nachweis von Deutschkenntnissen
    Kenntnisse der deutschen Sprache zur elementaren Sprachverwendung auf einfachstem Niveau entsprechen dem A1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Als Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse gelten allgemein anerkannte Sprachdiplome oder Kurszeugnisse von verschiedneen Einrichtungen. Aus dem Sprachdiplom oder Kurszeugnis muss hervorgehen, dass die Fremde/der Fremde über Kenntnisse der deutschen Sprache zumindest auf A1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen verfügt. Andernfalls gilt der Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse als nicht erbracht.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten mit 1. Juli 2011
Stand: 01.07.2011
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Inneres

Bewertung

War diese Information hilfreich? Das Feld "War diese Information hilfreich?" muss ausgefüllt sein!