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Nähere Bestimmungen über die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden – erlassene Neuerungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – erlassene Neuerungen

Die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden wird neu geregelt. Die 56. Verordnung des Bundesministers für Gesundheit hinsichtlich näherer Bestimmungen über die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden wurde am 7. März 2012 im Bundesgesetzblatt II Nr. 56/2012 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt II Nr. 56/2012 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" bzw. zum Begriff "Verordnung" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt der Verordnung

Die wesentlichen Eckpunkte der Verordnung lauten:

  • Ausbildung von Hunden
    Die Verordnung ist auf die Ausbildung aller Hunde anzuwenden. Ausgenommen davon sind Diensthunde im Sinne der Diensthunde-Ausbildungsverordnung.
  • Grundsätze der Hundeausbildung
    Die Ausbildung des Hundes muss tierschutzkonform erfolgen. Dabei dürfen keine Maßnahmen zur Anwendung kommen, die vom Verbot der Tierquälerei erfasst sind. Bei der Ausbildung des Hundes muss darauf Wert gelegt werden, dass:
    • ein gutes Sozialverhalten der Hunde gegenüber Menschen und anderen Hunden und eine geeignete Gewöhnung an ihre Lebens- und Trainingsumgebung gefördert werden,
    • die Ausbildung altersgemäß ist und den körperlichen Möglichkeiten und Lernvoraussetzungendes Hundes entspricht,
    • auf rassespezifische Eigenschaften und individuelle Eigenschaften des Hundes angemessen eingegangen wird.
  • "Tierschutzqualifizierte Hundetrainer"
    Tierschutzqualifizierte Hundetrainerinnen/tierschutzqualifizierter Hundetrainer müssen die Grundsätze der Hundeausbildung einhalten, eigenberechtigt und zur Haltung von Tieren geeignet, verlässlich im Sinne der Verordnung sein und die Prüfung zur "Tierschutzqualifizierten Hundetrainerin"/zum "Tierschutzqualifizierten Hundetrainer" positiv absolviert haben.
  • Aus- und Fortbildung von "Tierschutzqualifizierten Hundetrainern"
    Die Aus- und Fortbildung muss umfassen:
    • mindestens zwei Jahre praktische Erfahrung in der Arbeit mit Hunden nach den Grundsätzen der Hundeausbildung,
    • Ablegen einer kommissionellen Prüfung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht und die von einer Prüfungskommission gemeinsam abgenommen wird,
    • verpflichtende Fortbildung von zumindest 40 Stunden innerhalb von zwei Kalenderjahren, die einerseits eine Wiederholung und Vertiefung der Ausbildungsinhalte und andererseits eine Weiterbildung bietet.
  • Koordinierungsstelle
    Mit der Vergabe des Gütesiegels "Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin" bzw. "Tierschutzqualifizierter Hundetrainer" wird von der Bundesministerin/dem Bundesminister für Gesundheit eine Koordinierungsstelle beauftragt. Der Koordinierungsstelle obliegt die Festlegung der Prüfungsmodalitäten, die Festlegung der administrativen Agenden, die Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen für die Prüfung sowie die Durchführung der Prüfung, die Überprüfung der Fortbildung, die Vergabe des Gütesiegels, dessen Weiterführung und Aberkennung, die Führung einer Registers der zuerkannten und aberkannten Gütesiegel und die Veröffentlichung der Zuerkennung und Aberkennung des Gütesiegels auf der Homepage der Koordinierungsstelle, sowie die Eintragung der Marke in das Markenregister.
  • Richtlinien der Koordinierungsstelle
    Die Koordinierungsstelle hat Richtlinien zu erarbeiten. Diese betreffen Details zur Ausgestaltung des Gütesiegels "Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin"/"Tierschutzqualifizierter Hundetrainer", Details zum Ablauf der Prüfung, Details einer Vor-Ort-Kontrolle, der Kostentragung und der Weiterführung und Aberkennung des Gütesiegels.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten mit 1. April 2012
Stand: 07.03.2012
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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