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Neue Mittelschule-Umsetzungspaket – erlassene Änderungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – erlassene Änderungen

Die Lehrpläne und die Bestimmungen über die Leistungsbeurteilung der Neuen Mittelschule werden festgelegt. Die 185. Verordnung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, mit der das Neue Mittelschule-Umsetzungspaket, kurz NMS-Umsetzungspaket, erlassen wird, wurde am 30. Mai 2012 im Bundesgesetzblatt II Nr. 185/2012 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt II Nr. 185/2012 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" bzw. zum Begriff "Verordnung" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt der Verordnung

Die wesentlichen Eckpunkte der Verordnung lauten:

  • Lehrplan der Neuen Mittelschule
    Der Lehrplan gliedert sich in
    • das Allgemeine Bildungsziel,
    • die Allgemeinen Didaktischen Grundsätze,
    • den Teil Schul- und Unterrichtsplanung,
    • die Stundentafeln und
    • die Lehrpläne für die einzelnen Unterrichtsgegenstände.
  • Grundlegende und vertiefte Allgemeinbildung
    In den differenzierten Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und lebende Fremdsprache erfolgt ab der 7. Schulstufe der NMS im Kernbereich eine Unterscheidung nach grundlegender und vertiefter Allgemeinbildung. Die Anforderungen der Vertiefung müssen jenen der Unterstufe der allgemein bildenden höheren Schule entsprechen.
  • Sicherung des Unterrichtsertrags
    In der Neuen Mittelschule müssen Selbsttätigkeit, Wiederholungen und Übungen während des Unterrichts vorgesehen werden, sodass eine außerschulische Lernunterstützung nicht nötig ist. Allfällige Hausübungen müssen so vorbereitet werden, dass sie von den Schülerinnen/von den Schülern ohne Hilfe anderer durchgeführt werden können.
  • Rückmeldung über die Lernfortschritte
    Die Lehrerinnen/die Lehrer der NMS müssen ihr Gesamtkonzept der Rückmeldung und Leistungsfeststellung den Schülerinnen/den Schülern sowie den Erziehungsberechtigten zu Beginn jedes Unterrichtsjahres bekannt geben. Es müssen regelmäßige Gespräche zwischen Lehrerin/Lehrer, Erziehungsberechtigten und Schülerin/Schüler vorgesehen werden, in denen die Leistungsstärken und der Leistungsstand insbesondere auch in Hinblick auf das Bildungsziel der vertieften Allgemeinbildung, besprochen werden. Lassen die Leistungen in der Vertiefung eines differenzierten Pflichtgegenstandes derart nach, dass am Ende des Jahres nur mehr nach den Anforderungen der grundlegenden Allgemeinbildung zu beurteilen wäre, muss dies den Erziehungsberechtigten unverzüglich mitgeteilt werden und der Schülerin/dem Schüler sowie den Erziehungsberechtigten Gelegenheit zu einem beratenden Gespräch über die Fördermöglichkeiten gegeben werden. 
  • Leistungsbeurteilung
    Den Schülerinnen/den Schülern der NMS wird für jede erfolgreich absolvierte Schulstufe zusätzlich zum Jahreszeugnis eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung ausgestellt.
    In der 7. und 8. Schulstufe müssen die Beurteilungen in den differenzierten Pflichtgegenständen mit einem entsprechenden Zusatz der grundlegenden oder der vertieften Allgemeinbildung angeführt werden. Wenn die Erfüllung der Anforderungen im Bereich der grundlegenden Allgemeinbildung mindestens mit "Gut" zu beurteilen wäre, muss eine Beurteilung nach den Anforderungen der vertieften Allgemeinbildung erfolgen. Andernfalls darf lediglich nach den Anforderungen der grundlegenden Allgemeinbildung beurteilt werden.
  • Übertrittsmöglichkeiten in andere Schularten
    Die Voraussetzungen für den Übertritt von der Neuen Mittelschule in andere Schularten werden festgelegt. Die Übertrittsmöglichkeiten richten sich nach den erreichten Noten. Wird der erforderliche Lernerfolg zum Übertritt in eine höhere Schule nicht erreicht, kann die Schülerin/der Schüler eine Aufnahmsprüfung ablegen.
  • Schulautonome Lehrplanbestimmungen
    Im Rahmen der Schulautonomie werden Freiräume in den Neuen Mittelschulen geschaffen, um auf spezifische Bedarfs- und Problemsituationen in einzelnen Klassen/Schulen einzugehen. Es können z.B. Freigegenstände bzw. unverbindliche Übungen in Pflichtgegenstände umgewandelt werden oder die gesetzlich geregelten Schwerpunkbereiche näher ausgestaltet bzw. andere gesetzt werden.
  • Betreuungsplan für ganztägige Schulformen
    Der Betreuungsteil an ganztägigen Schulformen der NMS umfasst die Bereiche gegenstandsbezogene Lernzeit, individuelle Lernzeit sowie Freizeit (einschließlich Verpflegung). Bei der Erstellung des Betreuungsplans muss darauf geachtet werden, dass zwischen den Lernzeiten ausreichend Zeit für Freizeitphasen bleibt.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten mit 1. September 2012
Stand: 30.05.2012
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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