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Hochschulgesetz u.a. – beschlossene Änderungen

ACHTUNG: Sie befinden sich im Archiv "Gesetzliche Neuerungen"!
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen NICHT die aktuelle Rechtslage wieder!

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – beschlossene Änderungen

Die Pädagoginnen-/Pädagogenbildung NEU umfasst eine inhaltliche Aufwertung und weitere Akademisierung des Lehrberufs sowie eine kompetenzbasierte Ausbildung, die die wissenschaftliche und berufsfeldbezogene Qualifikation der Absolventinnen/Absolventen sicherstellt. Das Bundesgesetz, mit dem das Hochschulgesetz 2005, das Universitätsgesetz 2002 und das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz geändert werden (Bundesrahmengesetz zur Einführung einer neuen Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen) wurde am 11. Juli 2013 im Bundesgesetzblatt I Nr. 124/2013 veröffentlicht..

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 124/2013 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage sowie deren Verlauf finden sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte dieses Gesetzes lauten:

  • Schaffung einer der Bologna-Struktur entsprechenden Ausbildung
    Die Pädagoginnen-/Pädagogenbildung NEU sieht eine nach der Bildungshöhe differenzierte Lehramtsausbildung vor, die sich durch das Angebot von achtsemestrigen Bachelorstudien und mindestens zweisemestrigen Masterstudien in die Systematik der Bologna-Architektur einfügt.
  • Einführung einer Induktionsphase
    Eine Induktionsphase als Berufseinstiegsphase mit reflexionsbezogenen Lehrveranstaltungen wird eingeführt. Entsprechende Regelungen zu der Induktionsphase und den Anstellungserfordernissen werden dienstrechtlich festgelegt.  
  • Sonderregelungen für Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger
    Sogenannten "Quereinsteigerinnen/Quereinsteigern" mit erfolgreich absolvierten facheinschlägigen Studien wird die Möglichkeit gegeben, eine Art verkürztes Bachelorstudium zu absolvieren. Personen ohne tertiäre Fachausbildung (z.B. mit Meisterprüfung und Berufspraxis) werden ein Bachelorstudium unter Anrechnung von Anteilen der Berufsausbildung absolvieren können.
  • Einrichtung eines Qualitätssicherungsrats
    Zur Sicherstellung der Qualität der Lehramtsstudien wird ein Qualitätssicherungsrat eingerichtet, der neben der Qualitätssicherung der neuen Lehramtsstudienangebote, die Entwicklung der Pädagoginnen-/Pädagogenbildung in Österreich begleitet und den Bundesministerinnen/Bundesministern beratend zur Seite steht.
  • Masterlehrgänge im öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag
    Hochschullehrgänge, die mit einem Mastergrad abschließen, werden auch für den Tätigkeitsbereich im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags geöffnet.
  • Öffnung der Zulassungsvoraussetzungen und Verankerung von gemeinsamen Grundsätzen der Eignungsfeststellung
    Personengruppen, die die geltenden Zulassungsvoraussetzungen nicht in vollem Ausmaß erfüllen können, z.B. Studierende mit Behinderung oder Personen mit Migrationshintergrund, sollen durch Öffnung der Zulassungsvoraussetzungen für den Lehrberuf gewonnen werden. Die Anforderungen des Lehrberufs sollen jedoch grundsätzlich erfüllt werden können. Die Zulassung zu einem Lehramtsstudium soll erst aufgrund der Überprüfung der leistungsbezogenen, persönlichen, fachlichen und pädagogischen Eignung, gemäß der für den Beruf der Pädagoginnen und Pädagogen notwendigen Kompetenzen, erfolgen.
  • Neugestaltung der Studieneingangsphase
    Ziel der Neugestaltung der Studieneingansphase ist es, die Eignung der Studierenden in der ersten Phase des Studiums zu beleuchten und die Studieneingangsphase neben dem Aspekt des Kennenlernens des Berufs auch als Reflexionsinstrument zu nutzen.
  • Einrichtung des Lehramts für Neue Mittelschulen
    Das Lehramt für Neue Mittelschulen wird ab dem Studienjahr 2013/2014 angeboten.
  • Inkrafttreten
    Inkrafttreten teilweise mit Kundmachung, teilweise mit 1. Oktober 2013, teilweise mit 1. Oktober 2015 und teilweise mit 1. Oktober 2019
Stand: 11.07.2013
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung