Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR-Gesetz) – beschlossene Neuerungen

ACHTUNG
Diese "Gesetzliche Neuerung" beschreibt geplante oder bereits beschlossene Regelungen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie gibt daher unter Umständen nicht die aktuelle Rechtslage wieder.

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt  – beschlossene Neuerungen

Es kommt zu einer Erhöhung der Transparenz und Erleichterung der umfassenden Vergleichbarkeit von Qualifikationen sowie zur Förderung der Durchlässigkeit innerhalb und zwischen den formalen und nicht-formalen Bereichen des Qualifikationssystems im Sinne des lebensbegleitenden Lernens und damit verbunden zur Stärkung von Prinzipien und Methoden der gegenseitigen Anerkennung und Anrechnung von Qualifikationen und Kompetenzen. Das Bundesgesetz, mit dem der Nationale Qualifikationsrahmen beschlossen wird, wurde am 21. März 2016 im Bundesgesetzblatt I Nr. 14/2016 veröffentlicht.

Das Bundesgesetzblatt I Nr. 14/2016 findet sich auf den Seiten des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS).

Die zugrunde liegende Regierungsvorlage findet sich auf den Seiten des österreichischen Parlaments.

Informationen zum Begriff "Bundesgesetzblatt" finden sich auf HELP.gv.at.

Inhalt des Gesetzes

Die wesentlichen Eckpunkte des Gesetzes lauten:

Ziele

  • Der NQR bezweckt die umfassende Vergleichbarkeit von Qualifikationen aus den verschiedenen nationalen Qualifikationssystemen und Lernkontexten (formal, nicht-formal, informell) anhand von Lernergebnissen. Ferner dient der NQR der Erleichterung der Verständlichkeit des österreichischen Qualifikationssystems in Europa, der Förderung grenzüberschreitender Mobilität, der Förderung der Durchlässigkeit innerhalb und zwischen den formalen und nicht-formalen Bereichen des Qualifikationssystems im Sinne des lebenslangen Lernens und der Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich. Die Lernergebnisorientierung zielt insbesondere auf ein Zusammenrücken von Ausbildung und beruflicher Tätigkeit, welche sich besonders in der Beschreibung von Kompetenzen (im Sinn der Anwendung von Gelerntem in unterschiedlichen Lern- und Arbeitssituationen) ausdrückt. Die Förderung von Lern- und Ausbildungsmobilität war schon bisher eine bedeutende Zielsetzung der Politik der Europäischen Union. Nunmehr soll auch die Arbeitskräftemobilität durch den besseren Vergleich von Qualifikationen gefördert werden. Der NQR zielt auf eine verbesserte Koordination der segmentierten nationalen Qualifikationslandschaft ab. Unter gleichbleibender Zuständigkeit der einzelnen Ressorts wird mit dem NQR ein gemeinsames nationales Referenzsystem geschaffen, das Synergien und Durchlässigkeit erleichtern kann.
  • Folgender Zielindikator ist durch das NQR-Gesetz zu erreichen: Zuordnung der für das österreichische Qualifikationssystem wesentlichsten Schul- und Ausbildungsabschlüsse (dies sind u.a. insbesondere Berufsbildende mittlere und höhere Schulabschlüsse, Lehrabschluss, Meister) in der beruflichen Bildung bis Ende 2018. Diese sekundären Indikatoren sind bis 2020 zu erreichen: vollständige Ausrichtung der Lehrpläne im formalen Bildungssystem, insbesondere der Berufsbildung auf die Lernergebnisorientierung.
  • Erhöhung der grenzüberschreitenden Mobilität in der beruflichen Bildung um 20 Prozent.

Inhalt

Das Vorhaben umfasst hauptsächlich folgende Maßnahmen:

  • Die Niveaus des nationalen Qualifikationssystems werden durch den Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) transparent gemacht und mit dem Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) verknüpft.
  • Die acht Qualifikationsniveaus des NQR entsprechen den acht Qualifikationsniveaus des EQR.
  • Die Zuordnung der Qualifikation zu einem Qualifikationsniveau erfolgt durch die NQR-Koordinierungsstelle, erforderlichenfalls unter Einholung von Expertisen sachverständiger Personen sowie einer Stellungnahme des NQR-Beirats.
  • Nach der Zuordnung erfolgt die Eintragung der Qualifikation in das NQR-Register, außer es wird ein qualifizierter Einspruch der NQR Steuerungsgruppe abgegeben.

Inkrafttreten

  • Inkrafttreten 15. März 2016

Zum besseren Verständnis und zur leichteren Lesbarkeit gilt in diesem Text bei allen personenbezogenen Bezeichnungen die gewählte Form für beide Geschlechter.

Stand: 21.03.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

Bewertung

War diese Information hilfreich? Das Feld "War diese Information hilfreich?" muss ausgefüllt sein!