Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

Computer- und Online-Spiele

Informationen zu digitalen Spielen für Kinder und Jugendlich

Pädagogische Informationen zu einer Vielzahl an aktuellen digitalen Spielen für Kinder und Jugendliche finden sich in der Spieledatenbank der Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (BuPP) des Bundesministeriums für Familien und Jugend. Mit einem "Stern" gekennzeichnet und auch gezielt suchbar, sind dort darüber hinaus Spiele, die auf Grund bestimmter positiver Eigenschaften besonders zu empfehlen sind.

Daneben stehen auf der Website der BuPP vertiefende Tipps für den Spielealltag und Tipps zur Spielesuche bereit, wie auch Informationen zu den Chancen und Risiken digitaler Spiele und dem Thema Jugendschutz in diesem Bereich. 

Jugendschutz, Alterskennzeichnung und Empfehlungen

Eine erste Orientierung bieten Alters- und Jugendschutzkennzeichnungen.

  • Das europaweite PEGI-System (Pan-European Game Information) zur Vergabe von Altersempfehlungen wurde eingeführt, um Eltern in Europa beim Kauf von Computerspielen wichtige Informationen zur Hand zu geben. Die Alterskennzeichnung des Spiels gibt an, ob es für Spieler einer bestimmten Altersklasse angemessen ist. Entsprechend ist ein mit PEGI 7 bewertetes Spiel nicht für Kinder unter sieben Jahren geeignet und eines mit dem Aufdruck PEGI 18 ausschließlich für Erwachsene über 18 Jahren. Die PEGI-Empfehlung sagt ausschließlich etwas über die Eignung eines Spiels für eine bestimmte Altersgruppe aus, nicht jedoch über den Schwierigkeitsgrad eines Spiels. Darüber hinaus gibt PEGI mit Inhaltssymbolen (zumeist auf der Rückseite der Verpackung) Auskunft über die wichtigsten Gründe für die jeweilige Altersempfehlung des Spiels. So weist eine geballte Faust auf "Gewalt" im Spiel hin, eine Spinne deutet an, dass Darstellungen in dem Spiel Kinder ängstigen könnten. Eine umfassende Beschreibung der Symbole (PEGI-Deskriptoren) und detailierte Angaben zu den Altersstufen (PEGI-Altersstufe) finden sich auf der Seite der BuPP.
    In Wien und Kärnten ist die PEGI-Kennzeichnung bindend für den Verkauf von Computer- und Konsolenspielen.
  • USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) ist das Alterskennzeichnungssystem für Computerspiele in Deutschland.

Durch das IARC-System (International Age Rating Coalition) sind die Alterskennzeichen von PEGI (bzw. USK in Deutschland) auch für digital vertriebene Apps und Spiele verfügbar. Zusätzlich bietet das System nähere Informationen zu relevanten Inhalten sowie Hinweise zu interaktiven Elementen wie Nutzerinteraktion, Datenweitergabe oder Onlinekäufen. Folgende Plattformen nehmen am IARC-System teil:

  • Google Play
  • Nintendo eShop
  • Oculus Store
  • Windows Store

Der iOS-App Store (iTunes) von Apple bietet ein eigenes Alterseinstufungssystem an. Auf Plattformen wie Steam steht derzeit keine vollständige Jugendschutzkennzeichnung zur Verfügung.

Mit der Empfehlung besonders geeigneter Spiele bietet die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen Eltern und anderen Interessierten eine zusätzliche Entscheidungshilfe zum Kauf "guter Computerspiele". Die von der BuPP empfohlenen Spiele sind in der Datenbank mit einem "Stern" gekennzeichnet. Sie können bedenkenlos von Kindern oder Jugendlichen der  jeweils empfohlenen Altersgruppe genutzt werden – wobei hier die Altersangabe auch tatsächlich die Spielbarkeit für das jeweilige Alter berücksichtigt. Die empfohlenen Spiele nutzen darüber hinaus das positive Potential von digitalen Spielen besonders gut aus, das heißt sie heben sich hinsichtlich Spielspaß, pädagogischer Unbedenklichkeit, Technik und der Förderung bestimmter Fähigkeiten von anderen Spielen am Markt ab. 

ACHTUNG
Die beiden Kennzeichnungen PEGI und USK (auch via IARC im online-Vertrieb) sagen nichts über sonstige Qualitäten des Spiels aus und auch nicht, ab welchem Alter das Spiel vom Schwierigkeitsgrad her passend ist.

Risikobereiche von digitalen Spielen

Die ständige Verfügbarkeit von digitalen Spielen – insbesondere auch via Smartphone – und der hohe Spielspaß verführen Menschen manchmal, zu viele Stunden damit zu verbringen. Eine tatsächliche Computerspielsucht liegt nur in seltenen Fällen vor. Wenn Jugendliche aber Tag für Tag scheinbar nur noch Computerspiele im Kopf haben, sind negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen.

TIPP
Beratungsangebote für Betroffene bieten die Familienberatungsstellen in Österreich sowie das Therapiezentrum Anton-Proksch-Institut Wien

Ein weiteres Problemfeld kann die online-Kommunikation mit unbekannten anderen Spielenden sein, die bei vielen digitalen Spielen fixer Bestandteil ist.

Schließlich kann es durch sogenannte "In-Game-Käufe" vor allem bei Handyspielen zu unliebsamen finanziellen Überraschungen kommen. Auch wenn der einzelne Kauf nur wenige Euro kostet, so können manchmal rasch sehr hohe Summen zusammenkommen.

TIPP
Nähere Informationen zum Thema "Online-Spiele" finden sich auf den Seiten von Saferinternet.at.
Stand: 03.05.2017
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

Bewertung

War diese Information hilfreich? Das Feld "War diese Information hilfreich?" muss ausgefüllt sein!