Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

Spam

Was ist Spam?

Viele Internetnutzerinnen/viele Internetnutzer klagen über Spam, das sind unerwünscht zugesendete E-Mails, die meist massenhaft verschickt werden und oft Werbung, aber auch Computerviren oder Betrugsabsichten zum Inhalt haben.

In Österreich ist gemäß §107 Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG 2003) die Zusendung elektronischer Post, einschließlich SMS, verboten, wenn die Zusendung ohne vorherige Einwilligung zu Zwecken der Werbung erfolgt oder an mehr als 50 Empfängerinnen/Empfänger gerichtet ist (auch ohne Werbung).

Eine vorherige Zustimmung ist allerdings nicht erforderlich, wenn folgende Voraussetzungen gleichzeitig vorliegen:

  • Die Versenderin/der Versender hat die Kontaktinformationen anlässlich eines Kaufes bzw. einer Dienstleistung von der Kundin/dem Kunden erhalten
  • Die Versenderin/der Versender verwendet diese Daten nur für Werbung für ähnliche Produkte und Dienstleistungen
  • Die Empfängerin/der Empfänger erhält die Möglichkeit, die Zusendung bereits bei der Erhebung der Daten oder anlässlich jeder weiteren Zusendung abzulehnen
  • Die Empfängerin/der Empfänger hat die Zusendung nicht von vorneherein durch Eintragung in die sogenannte E-Commerce-Gesetz-Liste bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GesmbH (RTR) abgelehnt

Was kann ich gegen Spam tun?

Einen vollständigen Schutz gegen Spam gibt es nicht.

Allerdings gibt es Werkzeuge, sogenannte Spamfilter, die eine gute Hilfe gegen Spams bieten. Spamfilter können im eigenen E-Mail-Programm und/oder beim Internetprovider aktiviert werden.

Zusätzlich ist es empfehlenswert, einige vorbeugende Maßnahmen zu treffen:

  • Richten Sie eine zweite E-Mail-Adresse bei einem kostenlosen Internetdienst ein, die Sie für die Weitergabe an unbekannte Personen verwenden. Wenn Sie über die zusätzliche Adresse zu viele Spam-E-Mails erhalten, löschen Sie diese einfach und registrieren eine neue.
  • Spamversenderinnen/Spamversender verwenden oft Programme, die automatisiert nach E-Mail-Adressen im Internet suchen. Sie können verhindern, dass Ihre E-Mail-Adressen hiermit gefunden werden, indem Sie diese von Ihrer Website entfernen. Fragen Sie Ihre Websiteadministratorin/Ihren Websiteadministrator!

Zur verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung von Spamversenderinnen/Spamversendern ist in Österreich das jeweils örtlich zuständige Fernmeldebüro berufen. Dieses kann, soweit die Absenderin/der Absender rückverfolgbar ist, ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten.

Wie kann ich gegen Spam vorbeugen?

Seien Sie vorsichtig mit der Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und veröffentlichen Sie diese nur, wenn es notwendig ist. Es ist ratsam, sich bei kostenlosen E-Mail-Diensten eine zusätzliche E-Mail-Adresse anzulegen. Verwenden Sie Ihre "private" Adresse nur für Freundinnen/Freunde, Verwandte sowie Kolleginnen/Kollegen. Ihre Zweitadresse können Sie dann beispielsweise für Einträge in Foren und Gästebüchern oder das Registrieren auf einer Website benutzen. Wenn Sie dann über die zweite Adresse zu viele Spam-E-Mails erhalten, löschen Sie diese Adresse einfach bzw. lassen sie auslaufen und registrieren eine neue Adresse.

Antworten Sie nie auf Spam-E-Mails, auch nicht, um sich zu beschweren. Damit bestätigen Sie der Versenderin/dem Versender lediglich, dass Ihre E-Mail-Adresse tatsächlich aktiv ist und würden nur noch mehr solche Zusendungen bekommen.

Rechtsgrundlagen

107 Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG 2003)

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion