Allgemeines zur Qualifikation "Ingenieur"

Mit 1. Mai 2017 ist das neue Ingenieurgesetz 2017 in Kraft getreten. Dadurch wurde aus der bisherigen "Standesbezeichnung" eine Qualifikation (ein Bildungsabschluss), mit der die Inhaberin/der Inhaber nachweisen kann, dass sie/er über definierte ingenieurmäßige Kompetenzen auf dem Niveau 6 des Europäischen Qualifikationsrahmens verfügt.

Die Qualifikation setzt sich aus dem Erwerb eines höheren berufsbildenden Bildungsabschlusses oder eines vergleichbaren Abschlusses sowie nachfolgender aufbauender Fachpraxis zusammen und folgt damit einem dualen Bildungsprinzip (Qualifikationserwerb in Bildungsinstitution und fachliche Praxis).

Die in der Praxis zu erwerbenden bzw. zu vertiefenden ingenieurmäßigen Kompetenzen sind in der IngG-Fachrichtungsverordnung festgelegt. Der Qualifikationsnachweis erfolgt im Rahmen eines Fachgespräches mit Fachexpertinnen/Fachexperten, insbesondere anhand von vorzulegenden Referenzprojekten. Dabei steht die für die Ausübung der beruflichen Tätigkeiten erforderliche Handlungskompetenz im Vordergrund.

Für technisch-gewerbliche Ingenieurinnen/Ingenieure muss der Antrag bei einer Zertifizierungsstelle im Wohnsitzbundesland eingebracht werden. Eine Liste aller Zertifizierungsstellen findet sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Für land- und forstwirtschaftliche Ingenieurinnen/Ingenieure muss der Antrag beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft eingebracht werden. In diesen Fällen findet das Fachgespräch an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik statt.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.05.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
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