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Allgemeines zur Standesbezeichnung

In Österreich ist "Ingenieurin"/"Ingenieur" eine sogenannte Standesbezeichnung.

Die Standesbezeichnung kann an Absolventinnen/Absolventen von höheren technischen Lehranstalten (HTL) bzw. höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten (HLFL) und an Personen mit gleichwertigen Kenntnissen verliehen werden.

ACHTUNG
Mit 1. Mai 2017 wird das neue Ingenieurgesetz 2017 in Kraft treten, womit aus der Standesbezeichnung eine Qualifikation (ein Bildungsabschluss) wird. Dies bedeutet, dass die künftigen Träger der Qualifikationsbezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" über formal definierte ingenieurmäßige Kompetenzen, die über die HTL-Matura hinausgehen und durch Anwendung des Erlernten in der Praxis erworben werden, verfügen und einen Qualifikationsnachweis durch Absolvierung eines Fachgespräches zur fachlichen Praxis (Zertifizierungsverfahren) erbringen müssen.
Mit der neuen Qualifikation "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" werden die Kompetenzen der "Ingenieure" und "Ingenieurinnen" transparenter dargestellt und der Titel international als Bildungsabschluss vergleichbar.
Bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes wird die Standesbezeichnung "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" verliehen. Personen mit der Standesbezeichnung erfüllen in der Regel die Voraussetzungen zur Zulassung zum Zertifizierungsverfahren und damit zum Fachgespräch und können daher auch die neue Qualifikation erwerben.
TIPP
Die gesetzlichen Grundlagen für die Verleihung der Standesbezeichnung finden sich im Ingenieurgesetz 2006 (IngG 2006). Die gesetzliche Grundlage zur Entrichtung der Gebühren ist im Gebührengesetz 1957 (GebG) und die Verwaltungsabgabe in der Bundesverwaltungsabgabenverordnung 1983 (BVwAbgV) geregelt.
Ab 1. Mai 2017 befinden sich die gesetzlichen Regelungen zur Erreichung der Qualifikation "Ingenieur" bzw. "Ingenieurin" im Ingenieurgesetz 2017 (IngG2017) sowie den dazugehörigen Durchführungsverordnungen.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.01.2017
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

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