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Absolventen einer HTL und Personen mit gleichwertigen Kenntnissen

Allgemeine Informationen

Absolventinnen/Absolventen einer inländischen höheren technischen Lehranstalt (HTL) haben die Möglichkeit, die Verleihung der Standesbezeichnung "Ingenieurin"/"Ingenieur" (Ing.) zu beantragen.

Auch ohne inländische HTL-Reifeprüfung kann die Standesbezeichnung "Ingenieurin"/"Ingenieur" (Ing.) beantragt werden. Allerdings müssen gleichwertige fachliche und allgemeine Kenntnisse, wie sie an den HTLs bis zur Reife- und Diplomprüfung vermittelt werden, in Form von staatlichen (Schul-)Zeugnissen nachgewiesen werden. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Lehrpläne.

Voraussetzungen

Antragsteller mit inländischer HTL:
  • Reife-/Diplomprüfung an einer inländischen HTL und
  • eine mindestens dreijährige fachbezogene Praxis, die gehobene Kenntnisse voraussetzt
Antragsteller mit ausländischem Bildungsabschluss:
  • im Ausland abgelegte Reife- oder Abschlussprüfung, die gleichwertige Kenntnisse, wie sie die inländischen Lehrpläne für HTLs vorsehen, umfasst und
  • eine mindestens dreijährige fachbezogene Praxis, die gehobene Kenntnisse voraussetzt
Antragsteller ohne inländische HTL:
  • gleichwertige fachliche und allgemeine Kenntnisse, wie sie an den österreichischen HTLs bis zur Reife-/Diplomprüfung vermittelt werden und
  • eine mindestens sechsjährige, zu den erworbenen Kenntnissen fachbezogene Praxis, die gehobene Kenntnisse voraussetzt
    Die erforderlichen gleichwertigen allgemeinen (Mathematik, lebende Fremdsprache) und fachlich-technischen Kenntnisse sind ausschließlich durch Prüfungszeugnisse öffentlicher oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteter inländischer Schulen nachzuweisen. Die Vorschreibung gegebenenfalls noch fehlender Prüfungsgegenstände erfolgt durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Zuständige Stelle

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Erforderliche Unterlagen

Dem ausgefüllten und eigenhändig unterfertigten Antragsformular sind die erforderlichen Nachweise anzuschließen:

  • Nachweis der Identität: Geburtsurkunde
  • Nachweis über eine Namensänderung (z.B. Heiratsurkunde)
  • Nachweis über einen akademischen Grad (z.B. Promotions- bzw. Sponsionsurkunde)
  • Nachweis über Präsenz- oder Zivildienst: Entlassungs-, Untauglichkeitsbescheinigung oder Wehrdienstbuch; Bescheinigung der Zivildienstserviceagentur

Folgende Nachweise sind ausschließlich im Original oder in gerichtlich oder notariell beglaubigter Kopie anzuschließen:

  • Nachweis der Ausbildung: Prüfungszeugnisse öffentlicher oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteter inländischer Lehranstalten (HTL)
  • Nachweis der Praxis: Von der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber unterfertigter, datierter Nachweis, z.B. Dienstzeugnis, Zwischendienstzeugnis, Tätigkeitsbeschreibung
  • Bei öffentlich-rechtlichem Dienstverhältnis: zusätzlich
    • Dienstvertrag samt allenfalls vorhandenen Nachträgen

Der Praxisnachweis ist auf Geschäftspapier zu verfassen und muss folgende Angaben enthalten:

  • Tages-/Ausstellungsdatum
  • Eintrittsdatum bzw. Beschäftigungszeitraum (TT.MM.JJJJ)
  • Unternehmensgegenstand
  • Tätigkeitsbeschreibung, Aufgabengebiet
  • Firmenmäßige Fertigung (Name und Funktion des/der Unterfertigten, Firmenstempel, Unterschrift)
  • Bei öffentlich-rechtlichem Dienstverhältnis: von der Personalabteilung ausgestellter Praxisnachweis mit Angabe der Einstufung (Verwendungs- und Entlohnungsgruppe) für den geltend gemachten Zeitraum

Selbstständige Praxiszeiten sind durch Gewerberegisterauszug, eine schriftliche, persönliche Darstellung der Tätigkeit (Unternehmensprofil) samt Projektbeschreibungen (auch Konstruktionszeichnungen, Pläne) und Rechnungen oder Bestätigungen der Auftraggeberinnen/der Auftraggeber über die erbrachten Leistungen nachzuweisen. Persönliche Dokumente werden nach Abschluss des Verfahrens eingeschrieben retourniert.

Kosten

Für den Antrag

  • Bundesgebühr: 14,30 Euro

Zusätzlich

  • Pro Beilage: 3,90 Euro

Bei positiver Erledigung des Antrags

  • Für die Ingenieururkunde: 14,30 Euro Bundesgebühr
  • Mit inländischer HTL-Reifeprüfung: 65 Euro Bundesverwaltungsabgabe
  • Ohne inländische HTL-Reifeprüfung: 130 Euro Bundesverwaltungsabgabe

Die Gebühren werden nach Abschluss des Verfahrens per Zahlschein eingefordert.

Zusätzliche Informationen

Parteienverkehr im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft: Dienstag und Donnerstag jeweils von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Stand: 18.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Finanzen
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

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