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Mädchen in technischen Berufen

Strategien für die Jobsuche

  • Die Jobberatungsangebote in der Umgebung nutzen, Berufsinformationsmessen besuchen und sich auf den zahlreichen Webseiten zum Thema informieren.
  • Die vielen speziellen Internetangebote zum Thema "Mädchen und Technik" in Anspruch nehmen.
  • Sich Beratung von Mädchenberatungsstellen holen.
  • Sich weibliche Vorbilder, die in "Männerdomänen" arbeiten, suchen.
  • Sich Unterstützung durch weibliche Kolleginnen holen! Allianzen von weiblichen Mitarbeiterinnen sind oft sehr hilfreich!
  • Sich nicht entmutigen lassen!

Aktionstag "Girls' Day"

Der Girls' Day (auch "Mädchen-" oder "Töchtertag" genannt) unterstützt Mädchen und junge Frauen bei der Berufsorientierung. Er findet jährlich am vierten Donnerstag im April statt (heuer: 28. April 2016). Der Girls' Day möchte Mädchen ermutigen, neue und unkonventionelle Ausbildungswege zu wählen.

Am Girls' Day bieten die Ministerien und Institutionen des Bundes, Betriebe, Vereine und Organisationen viele interessante Programme für Mädchen und junge Frauen zu mädchenuntypischen Berufen an, wobei der Schwerpunkt auf zukunftsorientierten und technischen Berufen liegt. Obwohl es derzeit mehr als 250 Lehrberufe in Österreich gibt, entscheiden sich 70 Prozent der Mädchen im Rahmen ihrer Berufswahl immer noch für nur zehn Lehrberufe, insbesondere "typisch weibliche" Berufsfelder und Studienfächer. Im Jahr 2011 wählten 48 Prozent aller Mädchen einen der drei dem klassischen Rollenbild entsprechenden Lehrberufe: Einzelhandel, Bürokauffrau oder Friseurin. Diese Ausbildungs- und Berufswahl hat Auswirkungen auf Karriereverlauf und Entlohnung über das gesamte weitere Arbeitsleben. Insbesondere technisch orientierte Berufe sind bislang eine Domäne der Männer. Mädchen schöpfen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus und wählen häufig Berufe mit geringem Einkommen und wenig Aufstiegschancen. Die Einkommensunterschiede beginnen bereits bei den Lehrlingsgehältern und setzen sich nach Abschluss der Berufsausbildung fort.

Ziel des Girls' Day ist es, Mädchen und junge Frauen zu motivieren, technische, naturwissenschaftliche und damit besonders zukunftsweisende Ausbildungen, Studiengänge und Berufe zu wählen, die erfahrungsgemäß ein höheres Einkommen, größeren Einfluss und mehr gesellschaftliche Anerkennung bringen.

Der Girls' Day möchte Impulse zur nachhaltigen Bewusstseinsbildung von Mädchen und jungen Frauen für atypische Berufsausbildungen setzen.

Girls' Day im Bundesdienst

Für Schülerinnen ab 10 Jahren wird der Girls' Day im Bundesdienst angeboten. Interessierte Mädchen können in den Bundesministerien mädchen-untypische Berufe des Öffentlichen Dienstes kennenlernen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht traditionelle Berufe mit geringem Frauenanteil. Dieser speziell für den Öffentlichen Dienst konzipierte Aktionstag wird in Anlehnung an den internationalen Girls' Day auf der Grundlage eines Ministerratsbeschlusses seit dem Jahr 2006 durchgeführt. Ziel ist es, Mädchen und junge Frauen bei der Berufswahl zu unterstützen, indem sie verschiedenste Berufe und Tätigkeiten der unterschiedlichen Dienststellen des Bundes kennenlernen und zum Teil auch ausprobieren können. Am Girls' Day im Bundesdienst haben die Mädchen die Gelegenheit, neue berufliche Chancen zu entdecken – insbesondere jenseits traditioneller Rollenbilder. Die Mädchen erfahren im Gespräch mit Expertinnen/Experten viele Details über interessante, atypische Berufe und haben auch die Chance, sich ein Bild über interessante Berufe zu machen, die zukünftig sowohl am Arbeitsmarkt besonders nachgefragt als auch besser entlohnt werden, im Vergleich zu den typischen drei Lehrberufen Einzelhandelskauffrau, Friseurin sowie Bürokauffrau. Im Öffentlichen Dienst werden bundesweit über 50 verschiedene Lehrberufe angeboten. Mädchen können nicht nur den Lehrberuf der Verwaltungsassistentin, sondern auch atypische Lehrberufe wie Chemielaborantin, Flugzeugmechanikerin oder Vermessungstechnikerin ergreifen. Die Schülerinnen erhalten die Möglichkeit, den Öffentlichen Dienst in seiner großen Vielfalt persönlich kennenzulernen. Insgesamt haben beim Girls' Day im Bundesdienst bisher mehr als 11.360 Mädchen teilgenommen.

Der Girls' Day im Bundesdienst wird vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen koordiniert.

Alle Daten und Fakten zum Girls' Day im Bundesdienst sind unter www.girlsday-austria.at verfügbar. Der 11. Girls' Day im Bundesdienst findet am 28. April 2016 statt.

Als Informations- und Kommunikationsplattform für sämtliche Aktivitäten im Rahmen des Girls' Day im Bundesdienst gibt es seit dem Jahr 2011 auch die Facebook-Gruppe "Girls' Day Austria".

Girls' Day MINI im Bundesdienst

Das Projekt Girls' Day MINI im Bundesdienst wurde entwickelt, um Mädchen bereits am Beginn ihres Bildungsweges − nämlich im Kindergarten − die Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen und technischen Fragestellungen zu ermöglichen. Die Erlebnisse im Kindergartenalter können wesentlich die weitere Interessensbildung und damit die spätere Berufswahl beeinflussen. Das Motto des Projekts lautet: "Wir können früh genug beginnen, die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften zu wecken!"

Die natürliche Neugier der Kinder, Dinge zu hinterfragen und Zusammenhänge zu ergründen, sollte rechtzeitig angeregt, unterstützt und gefördert werden, denn schon im Kindergartenalter zwischen 4 und 6 Jahren können sie spielerisch an die naturwissenschaftlichen Phänomene herangeführt und sensibilisiert werden. Mittels einfacher Experimente eröffnet sich für die Kinder spielerisch ein völlig neuer Horizont. Ebenso spielerisch lässt sich die Welt der Zahlen und Buchstaben entdecken. Die grundlegenden Ziele sind die Förderung der sprachlichen und feinmotorischen Fähigkeiten sowie die Förderung der kognitiven Entwicklung. Somit soll eine große Bandbreite der frühkindlichen Bildung abgedeckt werden.

Alle Daten und Fakten zum Girls' Day MINI im Bundesdienst finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen. Der zweite Girls' Day MINI im Bundesdienst findet am 28. April 2016 statt.

Girls' Day in den Bundesländern

In allen Bundesländern finden Programme zum Girls' Day statt. Weitere Informationen zum Girls' Day in den Bundesländern bieten folgende Links:

Initiativen und Beratungsstellen

Für Mädchen, die sich für weniger "typische Frauenberufe" interessieren, gibt es auch viele Beratungsstellen, die bei deiner Entscheidung, im Wunschberuf Fuß zu fassen, helfen können.

  • "meine Technik" Mädchen − Frauen − Technik: die Plattform
    "meine Technik" ist die Informationsplattform für Technikerinnen der Zukunft. Jedes Mädchen und jede Frau kann hier "ihre" ganz persönliche Technik finden, aber auch für interessierte Pädagoginnen/Pädagogen, engagierte Unternehmen oder unterstützende Eltern gibt es zahlreiche spezifische Angebote. In Österreich bestehen bereits einige Maßnahmen, Projekte und Fördermöglichkeiten für Frauen und Mädchen, die speziell auf die Überwindung von Barrieren beim Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungen und Berufen abzielen. Die Plattform "meine Technik" ist ein zentrales Online-Medium, das diese aufbereitet.
  • Wiener Stadtwerke – Du bist gut! Du gehörst zu uns!
    Bei den Wiener Stadtwerken werden derzeit über 450 Lehrlinge in 13 verschiedenen Lehrberufen ausgebildet. Von Elektrotechnikerinnen/Elektrotechniker über Bürokauffrau/Bürokaufmann bis hin zu Floristen. Damit zählen die Wiener Stadtwerke zu einem der größten Ausbildungsbetriebe Wiens und zu den Top10 Österreichs. Mädchen, die sich für technische Lehrberufe interessieren, sind besonders gefragt.
  • ÖBB – Mädchen in technischen Lehrberufen
    Dem ÖBB-Konzern ist die Ausbildung von Mädchen in technischen Berufen besonders wichtig. Für diese Ausbildung wird auch eine besondere Betreuung durch den Verein T.I.W. (Training Integration Weiterbildung) angeboten.
  • FIT – Frauen in die Technik
    Die FIT-Referentinnen kommen nach Vereinbarung direkt an die Schulen und informieren in kurzen Präsentationen oder ausführlicheren Workshops Mädchen/junge Frauen über technische Ausbildungen.
  • Sprungbrett
    Der Verein berät Mädchen und junge Frauen bis 21 Jahre, u.a. auch bei der Joborientierung und Lehrstellensuche, bietet Ausbildungsbegleitung und informiert über nicht "typisch weibliche" Lehrberufe. Sprungbrett wendet sich auch an Betriebe, die Mädchen einstellen wollen und bietet diesen spezielle Beratung.
  • Karriere im Technikland Vorarlberg
    Das Webangebot der BIFO Berufs- und Bildungsinformation Vorarlberg bietet rund um den Aktionstag wertvolle Informationen für technikbegeisterte Mädchen.
  • ixlarge.at
    Diese Plattform des Vereins ICE-Vienna bietet im Bereich "Beruf und Karriere" auch Informationen und weiterführende Links zu Mädchen und Lehre.
  • IBOBB – Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf
    Unter dem Motto "Gute Berufsorientierung und Bildungsberatung ist geschlechtssensibel" wurde das Portal "IBOBB" eingerichtet. Interessierte Schülerinnen/Schüler, Pädagoginnen/Pädagogen sind eingeladen, die zusammengestellten Informationen, Angebote, Materialien und weiterführenden Links zur Berufsorientierung und Bildungsberatung zu nutzen.
  • MonA-Net - Mädchen online austria Netzwerk
    MonA-Net ist ein Online-Netzwerk, das vor allem Mädchen und junge Frauen in ganz Österreich anspricht und ihnen die Möglichkeit gibt sich zielgruppengerecht zu informieren.
  • Verein Amazone
    Der Verein Amazone informiert und berät Mädchen und junge Frauen über verschiedene Themen wie Arbeit, Ausbildung, Gesundheit etc.
  • Mädchenzentrum Klagenfurt
    Das Mädchenzentrum Klagenfurt berät bei der Entscheidung für einen bestimmten Beruf und bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.
  • Mafalda
    Mafalda ist ein Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen.
  • Jugend und Kultur
    Jugend und Kultur ist ein Verein zur Förderung ganzheitlicher Jugend-, Kultur- und Sozialarbeit.
Stand: 01.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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