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Lohnsteuer bei mehreren Arbeitsverhältnissen

Bestehen mehrere Arbeitsverhältnisse, kann es sein, dass ein Arbeitsverhältnis, das unter der Steuergrenze liegt, nachversteuert werden muss oder dass sich überhaupt erst durch die Summe der Bezüge eine Lohnsteuerpflicht ergibt.

Ab einem Jahreseinkommen von über 12.000 Euro ist grundsätzlich verpflichtend eine Arbeitnehmerveranlagung durchzuführen. Werden nur zwei geringfügige Beschäftigungen ausgeübt bzw. liegt das Jahreseinkommen unter 12.000 Euro, ist nicht mit einer Lohnsteuernachzahlung zu rechnen.

Um das Jahreseinkommen zu berechnen, werden alle laufenden Bezüge eines Monats addiert. Die Summe wird mit 12 multipliziert. Davon werden die Sozialversicherungsbeiträge, Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen abgezogen. Der Restbetrag bildet die Grundlage für die Berechnung der Lohnsteuer. Für Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld gelten abweichende Bestimmungen.

Im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung können Personen, die mehrere Beschäftigungen ausüben und so wenig verdienen, dass sie keine Lohnsteuer zahlen, 20 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge geltend machen (ab dem Veranlagungsjahr 2016 50 Prozent) und erhalten diese dann als Negativsteuer zurück.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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