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Ferialpraktikanten

Allgemeines

"Echte Ferialpraktikanten"

"Echte Ferialpraktikanten" sind Schülerinnen/Schüler bzw. Studentinnen/Studenten, die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche Tätigkeit verrichten. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass die Beschäftigung nicht ohnehin im Rahmen eines Dienst- oder Lehrverhältnisses ausgeübt wird.

Ein (Ferial-)Praktikum kann nicht nur während der Ferienzeit, sondern während des ganzen Jahres absolviert werden. Lern- bzw. Ausbildungszwecke stehen im Vordergrund.

ACHTUNG
Für Pflichtpraktika gibt es Lehrplanbestimmungen, in denen beispielsweise die
  • Dauer des Praktikums,
  • Art der Tätigkeit und
  • Abfassung eines Berichts

festgehalten sind.

Die praktische Tätigkeit im Betrieb muss dem Ausbildungszweck des betreffenden Schultyps bzw. der Studienordnung entsprechen. Nachweise über die Ausbildungserfordernisse sind aufzubewahren.

Allgemeines zur Beschäftigung von Jugendlichen

Um als Jugendliche/als Jugendlicher in den Ferien arbeiten zu dürfen, müssen prinzipiell folgende Voraussetzungen zutreffen:

  • Alter: ab 15 Jahren
  • Beendigung der allgemeinen Schulpflicht

Die Schulpflicht endet nach Beendigung der neunten Schulstufe mit dem Beginn der Sommerferien (Hauptferien).

Minderjährige, die ihren 15. Geburtstag vor Beginn der Sommerferien, die auf die neunte Schulstufe folgen, feiern, gelten als Kinder im Sinne des Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetzes. Erst mit Vollendung der Schulpflicht – mit Ferienbeginn – gelten sie als Jugendliche und dürfen ab diesem Zeitpunkt einen Ferialjob ausüben.

Personen unter 15 Jahren, die die Schulpflicht bereits beendet haben, dürfen nur im Rahmen von

  • Lehrverhältnissen
  • Besonderen "Ferialpraktika", die dazu dienen, während des Schuljahres versäumten Unterricht nachzuholen
  • Pflichtpraktika nach dem Schulorganisationsgesetz
  • Ausbildungsverhältnissen in der integrativen Berufsausbildung

beschäftigt werden.

Dabei kommen die Vorschriften des Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetzes, die für Jugendliche gelten (Abschnitt 3 bis 5) zur Anwendung, obwohl diese Personen als Kinder im Sinne dieses Gesetzes gelten.

An-/Abmeldung

"Echte Ferialpraktikantinnen"/"Echte Ferialpraktikanten" sind nur unfallversichert. Für sie ist eine Anmeldung zur Unfallversicherung durch die Dienstgeberin/durch den Dienstgeber nicht gesondert erforderlich. Die Finanzierung der Unfallversicherung erfolgt aus Mitteln des Familienlastenausgleichfonds, sowie durch die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA).

Wenn Ferialpraktikantinnen/Ferialpraktikanten als Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer beschäftigt werden, müssen sie innerhalb der Meldefristen bei der zuständigen Gebietskrankenkasse angemeldet werden. Die Vorgehensweise bei der An-/Abmeldung von Ferialpraktikantinnen/Ferialpraktikanten entspricht dann der Anmeldung von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern!

Entgelt

Ob ein Entgelt bezahlt wird oder nicht, obliegt – mit Ausnahme jener Kollektivverträge, die eine ausdrückliche Regelung vorsehen – der freien Vereinbarung zwischen Arbeitgeberin/Arbeitgeber und Praktikantin/Praktikant.

HINWEIS
Ferialpraktikantinnen/Ferialpraktikanten im Hotel- und Gastgewerbe, die ihr Pflichtpraktikum absolvieren, müssen sozialversicherungsrechtlich als Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer gemeldet werden. Die Entlohnung erfolgt nach dem Kollektivvertrag.

Die Beiträge müssen in der jeweiligen für Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer in Betracht kommenden Beitragsgruppe abgerechnet werden.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

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