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Rechtliche Stellung des Untermieters

Für die Untermieterin/den Untermieter gelten prinzipiell die gleichen Kündigungsbeschränkungen wie für die Hauptmieterin/den Hauptmieter, "wichtige Interessen der Untervermieterin/des Untervermieters (Hauptmieterin/Hauptmieter)" sind jedoch noch zusätzlich als Kündigungsgrund ausdrücklich im Mietrechtsgesetz angeführt.

Wenn die Hauptmieterin/der Hauptmieter ihr/sein Mietverhältnis auflöst, endet faktisch zumeist auch das Untermietverhältnis, da die Hauptmieterin/der Hauptmieter die Wohnung geräumt übergeben muss.

Die Untervermieterin/der Untervermieter hat die Untermieterin/den Untermieter aber von jeglicher Form der Auflösung des Hauptmietverhältnisses (Kündigung, einvernehmliche Auflösung, Räumungsvergleich etc.) unverzüglich zu informieren. Die Untervermieterin/der Untervermieter kann der Untermieterin/dem Untermieter gegenüber schadenersatzpflichtig werden, wenn das Untermietverhältnis auf längere Zeit abgeschlossen wurde, sie/er aber selbst vorzeitig ihre/seine Hauptmietrechte an der Wohnung aufgibt und dadurch die Fortsetzung des Untermietvertrages verhindert.

Ein Wechsel der Hauseigentümerin/des Hauseigentümers hat grundsätzlich keinen Einfluss auf das Untermietverhältnis.

Viele der im Mietrechtsgesetz (MRG) vorgesehenen Rechte der Mieterin/des Mieters, zum Beispiel hinsichtlich Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten, der Kontrolle von Betriebskostenabrechnungen etc. gelten nur bei Hauptmietverträgen. Als Untermieterin/Untermieter ist man diesbezüglich also auf die Kooperation mit der Untervermieterin/dem Untervermieter (Hauptmieterin/Hauptmieter) angewiesen. Insbesondere wenn man beabsichtigt, in einer Untermietwohnung Investitionen vorzunehmen, sollte man deren Abgeltung vorher vertraglich absichern.

Rechtsgrundlagen

Stand: 22.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Justiz