Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

Förderaktion "Handwerkerbonus"

Allgemeines zur Förderaktion "Handwerkerbonus"

Mit dem Handwerkerbonus erhalten Privatpersonen eine Förderung von bis zu 600 Euro für die Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung ihres selbst genützten Wohnraumes, wenn dabei Arbeitsleistungen einer Handwerkerin/eines Handwerkers in Anspruch genommen werden. Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach Reihenfolge des Eintreffens und in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Kostenzuschusses. Sind die zugewiesenen Budgetmittel ausgeschöpft, wird die Förderaktion beendet.

Pro Antragstellerin/Antragsteller kann je Jahr für EIN Wohnobjekt (Haupt- oder Nebenwohnsitz) EIN Förderungsantrag gestellt werden. Die Förderung beträgt 20 Prozent der förderungsfähigen Gesamtkosten, das sind Arbeitsleistungen und Fahrtkosten exklusive Umsatzsteuer. Es können Gesamtkosten in der Höhe von maximal 3.000 Euro gefördert werden. Daraus ergibt sich eine maximal ausschöpfbare Förderung pro Wohnobjekt von 600 Euro. Als Mindestbetrag für die Gesamtkosten gelten insgesamt 200 Euro, dies entspricht einer Förderung von 40 Euro.

Wurde für einen Antrag bereits die maximale Förderungshöhe von 600 Euro für ein Wohnobjekt gewährt, kann für weitere Anträge für dasselbe Wohnobjekt keine Förderung mehr vergeben werden. D.h. Frau X und Herr Y könnten für ihre gemeinsame Wohnung jeweils einen Förderungsantrag mit unterschiedlichen Endrechnungen stellen, die maximale Förderung für die gesamte Wohnung (= Wohnobjekt) ist pro Förderaktion aber mit 600 Euro begrenzt.

Die Antragstellerin/der Antragsteller muss das Wohnobjekt, an dem die Arbeiten durchgeführt werden, für private Wohnzwecke nutzen und dort mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sein.

Förderungsfähige Arbeitsleistungen

Es werden Arbeitsleistungen gefördert, welche von Handwerkerinnen/Handwerkern und befugten Gewerbetreibenden bei der Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung eines in Österreich gelegenen Wohnobjekts (inklusive dessen Gebäudehülle) erbracht werden.

Nicht Gegenstand der Förderung sind Material- und Entsorgungskosten, Arbeitsleistungen zur Neuschaffung oder Erweiterung von bestehendem Wohnraum und Arbeitsleistungen außerhalb des eigentlichen Wohnobjekts sowie gesetzlich vorgeschriebene Wartungsarbeiten, Gutachten und Ablesedienste. Zudem sind Arbeitsleistungen von der Förderung ausgeschlossen, die z.B. von einer Versicherung rückvergütet werden. Auch eine "Mehrfachbegünstigung" – etwa wenn dieselbe Arbeitsleistung auch steuerlich geltend gemacht wird oder bei einer anderen Förderung öffentlicher Stellen in Österreich oder der EU eingereicht wurde – ist unzulässig. Ebenso sind bereits einmal für den Handwerkerbonus eingereichte und geförderte Arbeitsleistungen nicht mehr förderfähig.

In der Rechnung müssen die Arbeits- und Fahrtkosten gesondert angeführt sein. Förderungsfähig sind nur Endrechnungen (= Schlussrechnung nach Abschluss aller Arbeitsleistungen). Rechnungen über Anzahlungen sowie Teilrechnungen können nicht gefördert werden. In einem Förderungsantrag können mehrere Endrechnungen für Arbeitsleistungen unterschiedlicher Maßnahmen (z.B. Malerarbeiten, Austausch von Fenstern etc.) gesammelt vorgelegt werden.

Die Mindesthöhe der vorgelegten Gesamtkosten muss pro Endrechnung jedenfalls 200 Euro (exkl. Umsatzsteuer) betragen.

Gefördert werden ausschließlich Arbeitsleistungen von Handwerkern und befugten Unternehmen in privaten Haushalten. Die zur Förderung eingereichten Arbeitsleistungen dürfen frühestens mit 1. Juni 2016 begonnen worden und müssen bis spätestens 31. Dezember 2017 abgeschlossen sein. Wenn im Jahr 2017 keine Fördermittel zur Verfügung stehen, müssen die Arbeitsleistungen bis 31. Dezember 2016 abgeschlossen sein, um gefördert werden zu können.

Das ausführende Unternehmen muss im Sinne des § 94 Gewerbeordnung 1994 befugt sein, die Arbeiten durchzuführen.

Beantragung

Eine Antragstellung ist erst nach Umsetzung und Bezahlung der Maßnahmen möglich. Der Antrag für den Handwerkerbonus muss bis 28. Februar 2017 (bzw. bis 28. Februar 2018, falls im Jahr 2017 Fördermittel zur Verfügung stehen) vollständig ausgefüllt und mit allen geforderten Beilagen bei einer der Bausparkassenzentralen einlangen.

Die folgenden Dokumente sind bei Antragstellung vorzugsweise per E-Mail oder Fax zu übermitteln (sie können jedoch auch in den zum Vertriebsnetzwerk der Bausparkassen gehörenden Filialen abgegeben oder per Post übermittelt werden):

  • Antragsformular
  • Meldezettel bzw. Auszug aus dem Melderegister
  • Endrechnungen für die zur Förderung beantragten Arbeitsleistungen
    Zusätzlich zu den herkömmlichen Formalvorgaben für Rechnungen gemäß § 11 Umsatzsteuergesetz 1994 sind folgende Kriterien einzuhalten:
    • Endrechnung ausgestellt auf die Antragstellerin/den Antragsteller
    • gesonderte Anführung der Arbeits- und Fahrtkosten (keine Pauschalrechnungen!)
    • Beschreibung der Arbeitsleistung zur Feststellung der Förderungsfähigkeit
    • Angabe des Leistungszeitraumes und -ortes
    • Ausstellung der Endrechnungen in deutscher oder englischer Sprache
  • Zahlungsnachweis – etwa mittels Kontoauszug, Überweisungsbeleg, Internet-Überweisungsbestätigung oder Erlagschein. Auch ein Kassenbeleg – sofern dieser den Anforderungen des § 132a Bundesabgabenordnung entspricht – ist dafür zulässig.

Im Falle der Übermittlung per Post sind die Dokumente nur in Kopie beizulegen, Originale sind nicht erforderlich und werden nicht retourniert.

Anträge können bei folgenden vier Bausparkassen eingebracht werden:

Zum Formular

Rechtsgrundlagen

Stand: 04.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Finanzen

Bewertung

War diese Information hilfreich? Das Feld "War diese Information hilfreich?" muss ausgefüllt sein!