Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

Versicherungszuständigkeit

Versicherungszuständigkeit der gesetzlichen Sozialversicherung

In Österreich besteht für alle im Inland selbstständig und unselbstständig erwerbstätigen Personen sowie für bestimmte Angehörige das System der Pflichtversicherung. Pflichtversicherung bedeutet, dass die gesetzliche Versicherung ohne Wissen und Willen der Versicherten/des Versicherten bei Vorliegen der im Gesetz vorgesehenen Voraussetzungen zustande kommt. Die Sozialversicherung bietet Leistungen der Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung an.

Im Falle eines Arbeitsunfalls ist einer der folgenden Unfallversicherungsträger zuständig:

Untergliedert nach der Erwerbstätigkeit der Versicherten/des Versicherten, sind jedoch in den nachstehend genannten sozialversicherungsrechtlichen Gesetzen jeweils unterschiedliche Personenkreise erfasst:

Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG)

  • Unfallversicherung für:
    • Unselbstständig Erwerbstätige
    • Lehrlinge
    • In freien Dienstverhältnissen Beschäftigte
    • Geringfügig Beschäftigte
    • Selbstständig Erwerbstätige (meist pflichtversichert; wenn nicht: Möglichkeit der Selbstversicherung)
    • Kindergartenkinder im verpflichtenden Kindergartenjahr
    • Schülerinnen/Schüler
    • Studentinnen/Studenten
    • Personen in Beschäftigungstherapie
    • Mitglieder und Helferinnen/Helfer freiwilliger Hilfsorganisationen
    • Volontärinnen/Volontäre

Beamten-, Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (B-KUVG)

  • Unfallversicherung für:
    • Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Bund, zu einem Land oder zu einer Gemeinde
    • Vertragsbedienstete des Bundes, wenn das Beschäftigungsverhältnis nach dem 31. Dezember 1998 begründet wurde (sonst ASVG)
    • Vertragsbedienstete der Bundesländer, wenn das Beschäftigungsverhältnis nach dem 31. Dezember 2000 begründet wurde (sonst ASVG)
    • Vertragsbedienstete in Gemeindeverbänden und Gemeinden, wenn das Beschäftigungsverhältnis nach dem 31. Dezember 2000 begründet wurde (sonst ASVG)
    • Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer der Universitäten nach dem Universitätsgesetz 2002
    • Personen, die durch Wahl, Bestellung oder Entsendung eine öffentliche Staatsfunktion ausüben
    • Dienstnehmerinnen/Dienstnehmer der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter

Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG)

  • Unfallversicherung für:
    • Bäuerinnen/Bauern (Betriebsführerinnen/Betriebsführer)
    • hauptberuflich mittätige Familienangehörige (Ehepartner, Kinder)

Freiberuflichen-Sozialversicherungsgesetz (FSVG)

  • Unfallversicherung für:
    • Ärztinnen/Ärzte
    • Mitglieder der österreichischen Zahnärztekammer (ausgenommen Angehörige des Dentistenberufs, wenn sie freiberuflich tätig und nicht als Wohnsitzärztinnen/Wohnsitzärzte in die Zahnärzteliste eingetragen sind)

Versicherungszuständigkeit der privaten Versicherung

Prüfen Sie, inwieweit Ihre gesetzliche Sozialversicherung mögliche Risken und Kosten im Falle eines Arbeitsunfalls decken würde. Durch den Abschluss einer privaten Unfallversicherung bei einer Versicherung Ihrer Wahl kann jeder für sich und die Hinterbliebenen zusätzlich Vorsorge treffen.

Es kommen folgende zusätzliche private Versicherungsvarianten in Betracht:

  • Unfallversicherung
  • Unfalltod- und Unfallinvalidität Zusatzversicherung
  • Krankenversicherung
  • Lebensversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
Stand: 01.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

Bewertung

War diese Information hilfreich? Das Feld "War diese Information hilfreich?" muss ausgefüllt sein!