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Erwerb durch Ehegatten oder eingetragenen Partner

Soweit die Wohnnutzfläche 150 m2 nicht übersteigt, sind folgende Erwerbsvorgänge von der Grunderwerbsteuer befreit:

  • Der Erwerb eines Grundstückes unter Lebenden durch die Ehegattin/den Ehegatten oder eingetragenen Partner erfolgt unter folgenden Voraussetzungen:
    • Der Erwerb erfolgt zum Zweck der gleichteiligen Errichtung oder Anschaffung einer Wohnung.
    • Die Wohnung dient der Befriedigung des dringenden Wohnbedürfnisses der Ehegatten oder eingetragenen Partner.
    • Die bisherige Ehewohnung oder gemeinsame Wohnung der eingetragenen Partner wird aufgegeben (z.B. Kündigung des Mietvertrages, Verkauf der Eigentumswohnung).
    • Die Wohnung muss innerhalb von drei Monaten ab Erwerb oder Fertigstellung bezogen werden, bei Errichtung der Wohnung längstens innerhalb von acht Jahren ab Begründung des Miteigentums.
    • Die Wohnung muss ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse weitere fünf Jahre benützt werden; Umstände, die wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen zur Nacherhebung der Steuer führen, sind dem Finanzamt innerhalb eines Monats nach ihrem Eintritt anzuzeigen.
  • Der Erwerb eines Grundstückes von Todes wegen (Erbanfall, Vermächtnis, Erfüllung eines Pflichtteilsanspruchs, wenn die Leistung an Erfüllung Statt vor Beendigung des Verlassenschaftsverfahrens vereinbart wird) oder aufgrund des § 14 Abs 1 Z 1 WEG durch die überlebende Ehegattin/den überlebenden Ehegatten oder eingetragenen Partner erfolgt unter folgender Voraussetzung:
    • Die Wohnung hat im Zeitpunkt des Todes dem erwerbenden Ehegatten/eingetragenen Partner als Hauptwohnsitz gedient.

Es handelt sich in beiden Fällen um einen Freibetrag von 150 m2. Das bedeutet, dass unabhängig von der Größe der Wohnung bis zu 150 m2 der Wohnnutzfläche befreit sind. Ist die Wohnung größer, unterliegt nur der über 150 m2 Wohnnutzfläche hinausgehende Teil der Besteuerung.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Finanzen