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Allgemeines zu reglementierten Gewerben

Die Gewerbeordnung 1994 (GewO 1994) kennt Tätigkeiten, für die die Unternehmerin/der Unternehmer einen Befähigungsnachweis erbringen muss und solche Tätigkeiten, für deren Ausübung kein Befähigungsnachweis erforderlich ist. Befähigungsnachweispflichtige Gewerbe werden reglementierte Gewerbe genannt. Die Tätigkeiten, für deren Ausübung kein Befähigungsnachweis erforderlich ist, heißen freie Gewerbe.

Eine Liste der reglementierten Gewerbe findet sich im entsprechenden Kapitel.

Einige reglementierte Tätigkeiten werden zudem in folgende Untergruppen eingeteilt:

  • Teilgewerbe
    Teilgewerbe sind reduzierte Formen von reglementierten Gewerben. Für Teilgewerbe (z.B. Änderungsschneiderei, Modellieren von Fingernägeln, Autoverglasung) ist lediglich eine vereinfachte Form des Befähigungsnachweises nötig.
    Eine Liste der Teilgewerbe findet sich im entsprechenden Kapitel.
  • Gewerbe gemäß § 95 GewO 1994
    (sogenannte "§ 95-Gewerbe" – Zuverlässigkeitsgewerbe)
    Bei bestimmten Gewerben ist die Zuverlässigkeit der Antragstellerin/des Antragstellers zu prüfen. Diese Gewerbe dürfen erst mit Rechtskraft des Feststellungsbescheids ausgeübt werden. Bei der Anmeldung wird geprüft, ob die Anmelderin/der Anmelder die zur Gewerbeausübung erforderliche Zuverlässigkeit besitzt, d.h. es dürfen keine schwerwiegenden Verstöße gegen die im Zusammenhang mit dem betreffenden Gewerbe zu beachtenden Rechtsvorschriften und Schutzinteressen (insbesondere auch zur Wahrung des Ansehens des Berufsstandes) vorliegen.
    Eine Liste der § 95-Gewerbe findet sich im entsprechenden Kapitel.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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