Recht auf Zugang zu diplomatischem und konsularischem Schutz

Wenn sich Österreicherinnen/Österreicher im Ausland in einer Notlage befinden, bieten die österreichischen Vertretungsbehörden Hilfe und konsularischen Schutz an.

Wer sich jedoch in einem Staat außerhalb der Europäischen Union befindet, in dem Österreich über keine konsularische oder diplomatische Vertretung vor Ort verfügt, kann bei jeder Vertretungsbehörde eines anderen EU-Mitgliedstaates um konsularischen Schutz bitten.

HINWEIS
Diese Vertretungsbehörde muss Österreicherinnen/Österreicher so behandeln, als wären sie eine Staatsangehörige/ein Staatsangehöriger jenes EU-Landes.

In jedem Fall umfasst der konsularische Schutz:

  • Hilfe bei Todesfällen
  • Hilfe bei schweren Unfällen oder Erkrankung
  • Hilfe bei Festnahme oder Inhaftierung
  • Hilfe für Opfer von Gewaltverbrechen
  • Unterstützung für Unionsbürgerinnen/Unionsbürger in Not sowie ihre Rückführung in das Heimatland
  • Ausstellung eines Ersatzreisedokuments der Europäischen Union, das Ihnen die Heimreise ermöglicht
  • Information bzw. Hilfestellung bei der Geldbeschaffung
  • Information der Angehörigen bei Unfall oder Todesfall
  • Bereitstellung von Kontaktdaten von Ärztinnen/Ärzten, Spitälern, Anwältinnen/Anwälten und Übersetzerinnen/Übersetzern zur unverbindlichen Auswahl
  • Mithilfe bei Rücktransporten von Kranken, Verletzten oder Verstorbenen
  • Im Haftfall Information der österreichischen Behörden, falls vom Verhafteten gewünscht, sowie – falls möglich – Besuch des Häftlings im Gefängnis

In nachstehenden Staaten und Gebieten können sich österreichische Staatsbürgerinnen/österreichische Staatsbürger auch an die Schweizerische Vertretungsbehörde zur konsularischen Unterstützung bei Notfällen im Ausland wenden:

  • Indonesien/Bali: Schweizerisches Konsulat Kuta
  • Niger: Schweizerisches Koordinationsbüro DEZA Niamey
  • Tschad: Schweizerisches Koordinationsbüro DEZA N’Djaména
  • Französisch Polynesien/Tahiti: Schweizerisches Honorarkonsulat Papeete
Stand: 01.01.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
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