Thermische Sanierung – Sanierungsscheck 2018

Allgemeine Informationen

Mit dem Sanierungsscheck werden folgende Maßnahmen gefördert:

  • Thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind (Datum der Baubewilligung vor 1. Jänner 1998)
  • Ersatz von fossilen Heizungssystemen durch klimafreundliche Technologien.

Privatpersonen können seit 18. Juni 2018 bei der zuständigen Stelle um Zuschüsse ansuchen. Anträge können so lange gestellt werden, wie Budgetmittel vorhanden sind, längstens jedoch bis zum 28. Februar 2019.

Zielgruppen

Der Sanierungsscheck richtet sich an folgende Zielgruppen:

(Mit-)Eigentümerinnen/(Mit-)Eigentümer, Bauberechtigte oder Mieterinnen/Mieter eines Ein- und Zweifamilienhauses bzw. Reihenhauses Wohnungseigentümerinnen/Wohnungseigentümer und Mieterinnen/Mieter von Wohnungen bei Sanierung des gesamten mehrgeschoßigen Wohnbaus

Pro Antragstellerin/Antragsteller kann nur eine Förderung beantragt werden. Weiters kann auch pro Objekt nur ein Förderungsantrag gestellt werden. Mit "Objekt" ist das Einfamilienhaus bzw. Reihenhaus oder die einzelne Wohnung in einem Zweifamilienhaus oder im mehrgeschoßigen Wohnbau gemeint. Eine Förderung ist nur für Objekte im Inland möglich.

Förderungsfähige Maßnahmen

Folgende Maßnahmen sind förderungsfähig:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschoßdecke bzw. des Kellerbodens
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
  • Umstellung eines fossilen Heizungssystems (Öl, Gas, Kohle und Allesbrenner) auf Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Nah-/Fernwärme bzw. thermische Solaranlage

Förderungsfähige Kosten

Die förderungsfähigen Kosten setzen sich aus den Kosten für das Material, die Montage sowie die Planung zusammen. Reine Materialkosten ohne Montagerechnung einer Professionistin/eines Professionisten können nicht gefördert werden.

Höhe der Förderung

Die Förderung beträgt für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. Reihenhäuser

  • bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten bzw.
  • maximal 6.000 Euro für die umfassende Sanierung nach klimaaktiv Standard
  • maximal 5.000 Euro für die umfassende Sanierung nach gutem Standard
  • maximal 4.000 Euro für die Teilsanierung 40 Prozent und
  • maximal 3.000 Euro für die Einzelbaumaßnahme (verpflichtender Heizungstausch eines fossilen Heizungssystems)
  • 5.000 Euro „Raus aus dem Öl-Bonus“ für den Ersatz des fossilen Heizungssystems (sofern eine umfassende Sanierung nach gutem Standard vorhanden ist oder gleichzeitig thermische Sanierungen durchgeführt werden) 

Die Förderung beträgt für Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

  • bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten bzw.
  • maximal 3.000 Euro für die umfassende Sanierung nach klimaaktiv Standard
  • 1.000 Euro „Raus aus dem Öl-Bonus“ für den Ersatz des fossilen Heizungssystems (sofern eine umfassende Sanierung nach gutem Standard vorhanden ist oder gleichzeitig thermische Sanierungen durchgeführt werden)

Bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen kann ein Zuschlag von bis zu 1.000 Euro in Anspruch genommen werden, jedoch gilt auch hier der maximale Förderungssatz von 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten.

Fristen

Förderungsanträge können von 18. Juni 2018 bis 28. Februar 2019 eingereicht werden. Sollten die zur Verfügung stehenden Förderungsmittel vor Ende der Einreichfrist ausgeschöpft sein, kann eine vorzeitige Beendigung der Förderungsaktion und damit der Einreichmöglichkeit festgelegt werden.

Die Lieferung von Materialien und die Umsetzung der geförderten Maßnahmen müssen zwischen dem 1. Jänner 2018 und dem 30. Juni 2020 erfolgen. Bis spätestens 30. September 2020 muss die Endabrechnung inklusive aller geforderten Unterlagen bei der KPC einlangen. Rechnungen müssen auf die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer ausgestellt und bezahlt worden sein.

Beim mehrgeschoßigen Wohnbau müssen die Rechnungen bei Wohnungseigentum auf die Wohnungseigentümergemeinschaft und bei Mietwohnungen auf die Gebäudeeigentümerin/den Gebäudeeigentümer ausgestellt sein, können aber auch auf die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer selbst lauten.

Zuständige Stelle

Eine Bankfiliale oder eine der folgenden Bausparkassenzentralen:

Verfahrensablauf

Anträge können, vorzugsweise per E-Mail, an eine der genannten Bausparkassenzentralen übermittelt werden oder bei einer Bankfiliale zur Weiterleitung abgegeben werden.

HINWEIS
Nachfolgend wird der Verfahrensablauf in Bezug auf Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. Reihenhäuser beschrieben. Informationen zum Verfahrensablauf bezüglich mehrgeschoßigen Wohnbaus finden sich im Informationsblatt.

Der Förderungsantrag muss Angaben zu den geplanten Maßnahmen und den dafür veranschlagten Kosten (auf Basis der beizulegenden Kostenvoranschläge) enthalten. Diese müssen unter Berücksichtigung des Informationsblattes "Förderungsfähige Kosten" im Antrag eingetragen werden. Kostenvoranschläge werden bei Antragstellung keiner Detailprüfung unterzogen, sondern dienen lediglich dem Nachweis der geplanten Maßnahmen. Die Berechnung der Förderungshöhe basiert auf den Angaben (Kosten und Maßnahmen) im Antragsformular.

Die energetische Ausgangssituation für das Sanierungobjekt bei Antragstellung und die Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen müssen mithilfe eines Energieausweises dargestellt werden. Dies ist im Antragsformular unter "Technische Details Energieausweis" von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich zu bestätigen. Der Energieausweis ist dabei für das zu sanierende Ein-/Zweifamilienhaus bzw. Reihenhaus auszustellen.

Die antragsgemäße Umsetzung des Projektes ist bei Endabrechnung durch die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer bzw. die Wohnungseigentümergemeinschaft, die Gebäudeeigentümerin/den Gebäudeeigentümer oder die Hausverwaltung zu bestätigen. Wenn die Umsetzung vom Förderungsantrag abweicht, ist die Abweichung im Formular "Technische Details Energieausweis" darzustellen sowie die Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich nachzuweisen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind im Bedarfsfall die Abweichungen von den beantragten Maßnahmen vom Bundesdenkmalamt zu bestätigen.

Erforderliche Unterlagen

Dem ausgefüllten Antrag sind folgende Unterlagen als Kopie beizufügen:

Bei Ein- und Zweifamilienhaus bzw. Reihenhaus: Bei mehrgeschoßigem Wohnbau:
Ausgefüllter Antrag inkl. Formular "Technische Details Energieausweis" Ausgefüllter Antrag inkl. der Formulare "Technische Details Energieausweis", "Projektdaten" und Mieter-/Eigentümerliste einmalig pro mehrgeschoßigem Wohnbau
Meldezettel oder amtlicher Lichtbildausweis, wenn nicht in Österreich gemeldet (Haupt- oder Nebenwohnsitz im zu sanierenden Objekt ist keine Förderungsvoraussetzung) Meldezettel oder amtlicher Lichtbildausweis, wenn nicht in Österreich gemeldet (Haupt- oder Nebenwohnsitz im zu sanierenden Objekt ist keine Förderungsvoraussetzung)
Kostenvoranschläge für die beantragte(n) Maßnahme(n) Kostenvoranschläge für die beantragte(n) Maßnahme(n)
Grundbuchauszug Grundbuchauszug
Bei Zweifamilienhaus: Grundbuchsauszug mit parifizierten Wohneinheiten, Bestandsplan (max. A4) oder Bestätigung der Gemeinde über die bestehenden getrennten Wohneinheiten Sanierungsvereinbarung: bei Mietzins- bzw.- Entgelterhöhung (kann auch bis zum geplanten Baubeginn nachgereicht werden)
Bei denkmalgeschützten Gebäuden außerdem: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes – Formular "Denkmalschutz Sanierungsscheck 2018" Bei denkmalgeschützten Gebäuden außerdem: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes – Formular "Denkmalschutz Sanierungsscheck 2018"
Der Antrag und die Beilagen sind vorzugsweise per E-Mail an eine Bausparkassenzentrale zu übermitteln. Originale werden nicht benötigt.

Kosten

Es fallen keine Gebühren und Abgaben für die Antragstellung an.

Zusätzliche Informationen

Die Kombination des Sanierungsschecks für Private 2018 mit eventuellen Landesförderungen ist möglich. Nähere Informationen bieten die zuständigen Landesförderungsstellen. Für die beantragten Maßnahmen kann kein weiterer Förderungsantrag nach einem Bundesförderungsprogramm gestellt werden.

Rechtsgrundlagen

Umweltförderungsgesetz (UFG)

Zum Formular

Ein-und Zweifamilienhaus bzw. Reihenhaus:

Mehrgeschoßiger Wohnbau:

Stand: 21.06.2018
Hinweis
Abgenommen durch:
HELP-Redaktion
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