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Thermische Sanierung – Sanierungsscheck 2016

Allgemeine Informationen

Privatpersonen können ab 3. März 2016 bei der zuständigen Stelle um Zuschüsse ansuchen, wobei das zu sanierende Gebäude älter als 20 Jahre (Datum der Baubewilligung vor 1. Jänner 1996) sein muss. Anträge können so lange gestellt werden, wie Budgetmittel vorhanden sind, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2016.

Erstmals werden im Rahmen des Sanierungsschecks für Private besonders nachhaltige und vorbildliche Sanierungsprojekte als "Mustersanierungen" mit einer erhöhten Förderung unterstützt.

Höhe der Förderung

Die Förderung beträgt für Ein- oder Zweifamilienhäuser bzw. Reihenhäuser

  • bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten bzw.
  • maximal 8.000 Euro für die Mustersanierung
  • maximal 5.000 Euro für die thermische Sanierung nach klimaaktiv-Standard
  • maximal 4.000 Euro für die thermische Sanierung nach gutem Standard und
  • maximal 3.000 Euro für die Teilsanierung 50 Prozent.

Die Förderung beträgt für Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

  • bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten bzw.
  • maximal 3.000 Euro für die thermische Sanierung nach klimaaktiv-Standard

Bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen kann ein Zuschlag von bis zu 1.000 Euro in Anspruch genommen werden, jedoch gilt auch hier der maximale Förderungssatz von 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten.

Detaillierte Informationen zur Höhe der Förderung bieten die Informationsblätter zur Antragstellung.

Zielgruppen

Der Sanierungsscheck richtet sich an folgende Zielgruppen:

  • (Mit-)Eigentümerinnen/(Mit-)Eigentümer, Bauberechtigte oder Mieterinnen/Mieter eines Ein- oder Zweifamilienhauses oder Reihenhauses
  • Wohnungseigentümerinnen/Wohnungseigentümer und Mieterinnen/Mieter von Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau

Pro Antragstellerin/Antragsteller kann nur eine Förderung beantragt werden. Weiters kann auch pro Objekt nur ein Förderungsantrag gestellt werden. Mit "Objekt" ist das Einfamilienhaus bzw. Reihenhaus oder die einzelne Wohnung in einem Zweifamilienhaus oder im mehrgeschoßigen Wohnbau gemeint. Eine Förderung ist nur für Objekte im Inland möglich.

Förderungsfähige Kosten

Die förderungsfähigen Kosten setzen sich aus den Kosten für das Material, die Montage sowie die Planung zusammen. Reine Materialkosten ohne Montagerechnung einer Professionistin/eines Professionisten können nicht gefördert werden.

Details finden sich im Informationsblatt "Förderungsfähige Kosten".

Förderungsfähige Projektteile

Folgende Projektteile sind förderungsfähig:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschoßdecke bzw. des Kellerbodens
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
  • Nur bei Mustersanierungen: Umstellung des Heizungssystems auf Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Nah-/Fernwärme, thermische Solaranlage

Voraussetzungen

Informationen zu den Förderungsvoraussetzungen (insbesondere auch für denkmalgeschützte Gebäude und mehrgeschoßigen Wohnbau) enthält das Informationsblatt zur Antragstellung.

Fristen

Förderungsanträge können von 3. März bis 31. Dezember 2016 eingereicht werden. Sollten die zur Verfügung stehenden Förderungsmittel vor Ende der Einreichfrist ausgeschöpft sein, kann eine vorzeitige Beendigung der Förderungsaktion und damit der Einreichmöglichkeit festgelegt werden.

Die Lieferung von Materialien und die Umsetzung der geförderten Maßnahmen müssen zwischen dem Zeitpunkt der Antragstellung (Einlangen der vollständigen Antragsunterlagen bei einer der Zentralen der zuständigen Stelle) und dem 31. Dezember 2017 erfolgen. Bis spätestens 31. März 2018 muss die Endabrechnung inklusive aller geforderten Unterlagen bei der KPC einlangen.

Zuständige Stelle

Die österreichischen Bausparkassen

Verfahrensablauf

Der Förderungsantrag muss vollständig ausgefüllt und mit allen geforderten Beilagen bei der zuständigen Stelle eingereicht werden.

Der Förderungsantrag muss Angaben zu den geplanten Maßnahmen und den dafür veranschlagten Kosten (auf Basis der beizulegenden Kostenvoranschläge) enthalten. Diese müssen unter Berücksichtigung des Informationsblattes "Förderungsfähige Kosten" im Antrag eingetragen werden. Kostenvoranschläge werden bei Antragstellung keiner Detailprüfung unterzogen, sondern dienen lediglich dem Nachweis der geplanten Maßnahmen. Die Berechnung der Förderungshöhe basiert auf den Angaben (Kosten und Maßnahmen) im Antragsformular.

Die energetische Ausgangssituation für das Sanierungsprojekt bei Antragstellung und die Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen müssen mithilfe eines Energieausweises dargestellt werden. Dies ist im Antragsformular unter "Technische Details Energieausweis" von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich zu bestätigen. Der Energieausweis ist dabei für das zu sanierende Gesamtobjekt auszustellen. Für denkmalgeschützte Gebäude ist ein Energieausweis nicht zwingend erforderlich.

Die Lieferung von Materialien und die Umsetzung der geförderten Maßnahmen müssen fristgerecht erfolgen. Die Endabrechnung inklusive aller geforderten Unterlagen muss fristgerecht bei der KPC einlangen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern müssen die Rechnungen auf die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer ausgestellt und von der Förderungsnehmerin/vom Förderungsnehmer bezahlt worden sein. Beim mehrgeschoßigen Wohnbau müssen die Rechnungen bei Wohnungseigentum auf die Wohnungseigentümergemeinschaft und bei Mietwohnungen auf die Gebäudeeigentümerin/den Gebäudeeigentümer ausgestellt sein, können aber auch auf die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer selbst lauten.

Die antragsgemäße Umsetzung des Projektes ist bei Endabrechnung durch die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer bzw. die Wohnungseigentümergemeinschaft, die Gebäudeeigentümerin/den Gebäudeeigentümer oder die Hausverwaltung zu bestätigen. Wenn die Umsetzung vom Förderungsantrag abweicht, ist die Abweichung im Formular "Technische Details Energieausweis" darzustellen sowie die Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich nachzuweisen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind im Bedarfsfall die Abweichungen von den beantragten Maßnahmen vom Bundesdenkmalamt zu bestätigen.

Erforderliche Unterlagen

Dem ausgefüllten Antrag sind folgende Unterlagen als Kopie beizufügen:

  • Bei Ein- und Zweifamilienhaus oder Reihenhaus: Formular "Technische Details Energieausweis"
  • Bei mehrgeschoßigem Wohnbau: Formulare "Technische Details Energieausweis", "Projektdaten" und "Mieter-/Eigentümerliste" einmalig pro mehrgeschoßigem Wohnbau
  • Meldezettel oder amtlicher Lichtbildausweis, wenn nicht in Österreich gemeldet (Haupt- oder Nebenwohnsitz im zu sanierenden Objekt ist keine Förderungsvoraussetzung)
  • Kostenvoranschläge für die beantragte(n) Maßnahme(n)
  • Grundbuchsauszug
  • Bei Zweifamilienhaus außerdem: Grundbuchsauszug mit parifizierten Wohneinheiten, Bestandsplan (max. A4) oder Bestätigung der Gemeinde über die bestehenden getrennten Wohneinheiten
  • Bei Mustersanierung außerdem: Zusatzformular "Ergänzende Details Mustersanierung"
  • Bei mehrgeschoßigem Mietwohnbau außerdem: Sanierungsvereinbarung bei Mietzins- bzw. Entgeltserhöhung (kann auch bis zum geplanten Baubeginn nachgereicht werden)
  • Bei denkmalgeschützten Gebäuden außerdem: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes – Formular "Denkmalschutz Sanierungsscheck 2016"

Der Antrag und die Beilagen sind vorzugsweise per E-Mail an eine Bausparkassenzentrale zu übermitteln. Originale werden nicht benötigt.

Kosten

Es fallen keine Gebühren und Abgaben für die Antragstellung an.

Zusätzliche Informationen

Die Kombination des Sanierungsschecks für Private 2016 mit eventuellen Landesförderungen ist möglich. Nähere Informationen bieten die zuständigen Landesförderungsstellen. Für die beantragten Maßnahmen kann kein weiterer Förderungsantrag nach einem Bundesförderungsprogramm gestellt werden.

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Stand: 04.03.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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