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Energiesparlampen

Allgemeine Informationen

Energiesparlampen sind Lampen, die bestimmte Energieeffizienzkriterien erfüllen, wie z.B. besonders effiziente Gasentladungslampen oder LED-Lampen.

Herkömmliche Glühbirnen wandeln nur fünf Prozent der verwendeten Energie in Licht um. Der Rest wird als unnötige Wärme abgestrahlt. Die EU-Mitgliedstaaten haben daher Ende 2008 Mindest-Effizienzanforderungen an Haushaltslampen beschlossen, die auf Grund der Regelungen in einer EU-Verordnung in den Mitgliedstaaten unmittelbar wirken.

Durch die wesentlich längere Haltbarkeit erspart eine einzige Energiesparlampe die Herstellungsenergie und den Müll von sechs bis zwölf Glühbirnen.

"Herkömmliche" Glühbirnen

Der Einsatz von Glühbirnen wird nicht verboten.

Die neue Regelung stellt aber Anforderungen an die Effizienz von eingesetzten Lampen. Weil herkömmliche Glühbirnen im Vergleich zu Energiesparlampen eine geringe Energieeffizienz aufweisen, dürfen sie ab einem bestimmten Zeitpunkt von den Herstellern nicht mehr an den Handel ausgeliefert werden. Die bei den Händlerinnen/Händlern vorrätigen Bestände an Glühbirnen dürfen jedoch weiterhin erworben werden.

HINWEIS
Konsumentinnen/Konsumenten dürfen im privaten Haushalt diese Lampen unbegrenzt weiter verwenden, daher alle Glühbirnen, die in Verwendung sind oder die auf Vorrat gelagert sind.

Seit 1. September 2009 dürfen herkömmliche 100 Watt Glühbirnen sowie sämtliche matten Glühbirnen und Halogenlampen nicht mehr an den Handel ausgeliefert werden.

Die weiteren Schritte stellen sich wie folgt dar:

  • Seit 1. September 2010 dürfen keine 75 Watt Glühbirnen mehr
  • Seit 1. September 2011 dürfen keine 60 Watt Glühbirnen mehr
  • Seit 1. September 2012 dürfen keine 40 Watt Glühbirnen mehr
  • Seit 1. September 2015 dürfen keine 25 Watt Glühbirnen mehr
  • Ab 1. September 2016 dürfen keine ineffizienten Halogenlampen, die eine schlechtere Energieeffizienzklasse als C aufweisen, an den Handel ausgeliefert werden

Lampen für Spezialanwendungen, die nicht zur Raumbeleuchtung im Haushalt gedacht sind, sind von dieser Regelung ausgenommen wie z.B. Pflanzen- oder Wachstumslampen mit bestimmten Lichteigenschaften.

Energiesparlampen

Energiesparlampen sind bereits in einem breiten Sortiment an Größen, Formen und Typen erhältlich und passen in jedes Glühlampengewinde.

In der Regel sind Energiesparlampen ungiftig. Die geringe Menge an Quecksilber wird nur dann freigesetzt, wenn die Lampe zerbricht. Um zu verhindern, dass im Bruchfall Quecksilber frei wird, können Lampen mit Splitterschutz bzw. mit stoßsicherem Hüllkolben eingesetzt werden. Zudem enthalten einige Modelle Amalgam, das Quecksilber nur bei eingeschalteter Lampe freisetzt. Geht eine solche Lampe ausgeschaltet zu Bruch, bleibt das Quecksilber gebunden und kann nicht in die Raumluft gelangen. In Kinderzimmern sollten auf jeden Fall bruchsichere Energiesparlampen mit Ummantelung bzw. andere Schutzmaßnahmen, die die Lampe vor dem Zerbrechen schützen, eingesetzt werden.

ACHTUNG
Sollte eine Lampe zu Bruch gehen und Quecksilber, das bei Raumtemperatur flüchtig ist, frei werden, sollte nie ein Staubsauger benützt werden, um die Lampenreste aufzusaugen. Die Quecksilbertröpfchen werden durch das Staubsaugen noch feiner in der Luft verteilt. Daher wird empfohlen, die Lampensplitter mit einer Pappe auf ein Papier zu kehren und die Splitter samt Papier und Pappe in einen verschließbaren Glasbehälter zu stecken. Danach sollte die Stelle im Raum, an der die Lampe zerbrochen ist, mit einem nassen Tuch gereinigt und der Raum einige Minuten lang gut durchgelüftet werden (während des Lüftens sollte das Zimmer verlassen werden). Das zum Reinigen des Bodens verwendete Tuch sollte in Folge ebenfalls im Glasbehälter verschlossen werden. Der Behälter sollte dann mit dem Hinweis auf Quecksilberreste beschriftet und bei einer Problemstoffsammelstelle abgegeben werden.

Entsorgung

Ausgediente Energiesparlampen gehören zu den Problemstoffen und können in einem Altstoffsammelzentrum, bei einer Problemstoffsammelstelle aber auch kostenlos beim Elektrofachhändler abgegeben werden.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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