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Einfuhr und Ausfuhr von Schusswaffen (aus bzw. in Drittstaaten)

Einfuhr von Schusswaffen der Kategorie B

Personen mit Wohnsitz in Österreich dürfen Schusswaffen der Kategorie B und Munition dafür aus einem Drittstaat (das sind alle Staaten außerhalb der EU) nach Österreich einführen, wenn sie Inhaberinnen/Inhaber eines Waffenpasses oder einer Waffenbesitzkarte sind.

Hat die Person keinen Wohnsitz in Österreich, muss sie bei der österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland (Botschaft bzw. Konsulat) eine Bewilligung beantragen, die in Form einer Bescheinigung ausgestellt wird. Diese Bescheinigung hat eine Gültigkeitsdauer von bis zu drei Monaten.

Einfuhr von Schusswaffen der Kategorien C und D

Für Schusswaffen der Kategorie C und D bestehen keine Beschränkungen bei der Einfuhr aus Drittstaaten.

ACHTUNG
Die Schweiz und Liechtenstein werden nach dem Waffengesetz nicht wie Drittstaaten, sondern wie EU-Mitgliedstaaten behandelt.

Ausfuhr von Schusswaffen in Drittstaaten

Die Mitnahme (Ausfuhr) von Schusswaffen der Kategorien B, C und D aus Österreich in einen Drittstaat ist nach dem österreichischen Waffenrecht jedenfalls möglich. Das Waffenrecht des Staates, in den die Schusswaffe exportiert wird, sieht jedoch unter Umständen bestimmte Pflichten (z.B. die Vorlage weiterer Dokumente) vor. Bitte erkundigen Sie sich daher diesbezüglich im Vorhinein bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland oder der ausländischen Vertretungsbehörde in Österreich.

Handelt es sich bei den Schusswaffen um Verteidigungsgüter gemäß Außenwirtschaftsgesetz 2011 (AußWG 2011) und/oder um Feuerwaffen gemäß Feuerwaffenverordnung (EU) Nr. 258/2012, so ist die Ausfuhr in Drittstaaten genehmigungspflichtig.

Als "Verteidigungsgüter" werden in der Ersten Außenwirtschaftsverordnung 2011 (1. AußWV 2011) alle Güter der Gemeinsamen Militärgüterliste der Europäischen Union definiert.

Die Feuerwaffenverordnung (EU) Nr. 258/2012 legt Genehmigungspflichten für die Ausfuhr von im Anhang der Verordnung genannten Feuerwaffen fest.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Inneres
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

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