Hilfe zu "Gebärdensprachvideo" Deutsch | English

EU-Erweiterung seit Gründung

Allgemeines zur EU-Erweiterung

Die Anzahl der Mitgliedstaaten der Europäischen Union steigt. Am 1. Mai 2004 sind folgende zehn Länder der EU beigetreten: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Seit 1. Jänner 2007 sind Rumänien und Bulgarien Mitgliedstaaten der EU. Seit 1. Juli 2013 ist auch Kroatien Mitgliedstaat der Union.

Mit den so genannten EU-15-Staaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien) umfasst die EU heute insgesamt 28 Länder.

Beschäftigung

Staatsangehörige des neuen EU-Mitgliedstaates Kroatien unterliegen während der Anwendung des Übergangsregimes zur EU-Erweiterung (maximal sieben Jahre, sogenanntes"2+3+2-Jahre-Modell") weiterhin dem Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG). Sie benötigen daher für die Arbeitsaufnahme in Österreich eine arbeitsmarktbehördliche Bewilligung. Staatsangehörige von Rumänien und Bulgarien unterliegen seit 2014 nicht mehr dem AuslBG.

Historische Entwicklung der Europäischen Union (EU)

  • 1951 unterzeichneten in Paris die sechs Gründerstaaten Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg den Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS-Vertrag). Dieser trat am 23. Juli 1952 in Kraft und lief am 23. Juli 2002 aus.
  • 1957 wurden in Rom zwei weitere Verträge geschlossen, der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG-Vertrag) und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM-Vertrag). Die sogenannten " Römischen Verträge" traten am 1. Jänner 1958 in Kraft. Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomenergiegemeinschaft (EURATOM) wurde zur gleichen Zeit unterzeichnet, weshalb beide Verträge gemeinsam als die Verträge von Rom bezeichnet werden.
  • Der in Brüssel am 8. April 1965 unterzeichnete Fusionsvertrag trat am 1. Juli 1967 in Kraft und setzte einen gemeinsamen Rat und eine gemeinsame Kommission der Europäischen Gemeinschaften ein.
  • Das Vereinigte Königreich trat den Europäischen Gemeinschaften zusammen mit Dänemark und Irland im Januar 1973 bei.
  • 1981 trat Griechenland der Europäischen Gemeinschaft bei.
  • 1986 folgten Portugal und Spanien.
  • Die Einheitliche Europäische Akte trat am 1. Juli 1987 in Kraft und ermöglichte die für die Verwirklichung des Binnenmarktes erforderlichen Anpassungen.
  • 1992 wurde in Maastricht der Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet, der am 1. November 1993 in Kraft trat. Durch den so genannten Vertrag von Maastricht wurde die Einbeziehung der Regierungszusammenarbeit in das bestehende Gemeinschaftssystem und eine neue Struktur mit drei politischen und wirtschaftlichen "Säulen" geschaffen. Dadurch entstand die Europäische Union (EU). Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wurde in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt. Außerdem führte dieser Vertrag die Wirtschafts- und Währungsunion und die Unionsbürgerschaft ein.
  • 1995 traten Österreich, Schweden und Finnland der Europäischen Union bei. Bei der Volksabstimmung in Österreich am 12. Juni 1994 sprachen sich 66,6 Prozent der Bevölkerung für einen EU-Beitritt aus. Weiters trat am 26. März 1995 das Schengener Abkommen in Kraft. Das Ziel war die schrittweise Beseitigung der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen und Regelung des freien Personenverkehrs aller Staatsangehöriger der Unterzeichnerstaaten, anderer EU-Länder und bestimmter Drittländer.
  • Der Euro wurde am 1. Januar 1999 in elf Ländern (in Griechenland 2001) als Buchwährung eingeführt. Euro-Banknoten und -Münzen wurden am 1. Jänner 2002 in Umlauf gebracht.
  • Der Vertrag von Amsterdam trat am 1. Mai 1999 in Kraft. Er weitete die Anwendung des Mitentscheidungsverfahrens und der qualifizierten Mehrheitsentscheidungen aus und nahm eine Vereinfachung und Neunummerierung der Vertragsartikel vor.
  • Der 2001 unterzeichnete Vertrag von Nizza trat am 1. Februar 2003 in Kraft. Sein Hauptzweck sollte eine institutionelle Reform sein, damit die Union nach ihrer Erweiterung auf 25 Mitgliedstaaten im Jahr 2004 und auf 27 Mitgliedstaaten im Jahr 2007 effizient funktionieren konnte.
  • 2004 traten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern der Europäischen Union bei.
  • 2007 folgten Bulgarien und Rumänien.
  • Der Vertrag von Lissabon wurde am 13. Dezember 2007 unterzeichnet und trat am 1. Dezember 2009 in Kraft. Die wichtigsten Ziele des Vertrages sind folgende:
    • die EU demokratischer zu machen,
    • den Erwartungen der EU-Bürger an hohe Standards hinsichtlich Rechenschaftspflicht, Offenheit, Transparenz und Beteiligung gerecht zu werden und 
    • des Weiteren die EU effizienter zu gestalten und fähig zu machen, die gegenwärtigen globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung anzugehen.
  • Am 1. Juli 2013 trat Kroatien der Europäischen Union bei.
  • Beitrittskandidaten ohne absehbares Beitrittsdatum sind folgende Länder: Island, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien, Albanien und die Türkei.

Rechtsgrundlagen

Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG)

Stand: 14.03.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

Bewertung

War diese Information hilfreich? Das Feld "War diese Information hilfreich?" muss ausgefüllt sein!