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Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH)

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) ist für die Wahrung des EU-Rechts bei dessen Auslegung und Anwendung zuständig.

Er entscheidet bei Rechtsstreitigkeiten zwischen den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten und den EU-Organen. Auch Privatpersonen, Unternehmen oder Organisationen können sich an den Gerichtshof der Europäischen Union wenden.

Die fünf häufigsten Rechtssachen, mit denen sich der Gerichtshof der Europäischen Union befasst, sind:

  • Vorabentscheidungsersuchen, bei denen nationale Gerichte den Gerichtshof für die Auslegung eines bestimmten Bereichs des EU-Rechts zu Rate ziehen
  • Vertragsverletzungsklagen gegen die Regierung eines EU-Mitgliedstaates, wenn diese das EU-Recht nicht anwendet
  • Nichtigkeitsklagen gegen Rechtsvorschriften der EU, wenn Grund zur Annahme besteht, dass eine EU-Rechtsvorschrift gegen die EU-Verträge oder gegen die Grundrechte verstößt
  • Untätigkeitsklagen gegen EU-Organe, wenn diese nicht ihrer Pflicht nachkommen, über eine Sache zu entscheiden
  • Unmittelbare Klagen, die Privatpersonen, Unternehmen oder Organisationen gegen Entscheidungen oder Maßnahmen der EU einlegen können

Der Gerichtshof der Europäischen Union verfügt über 28 Richterinnen/Richter (aus jedem EU-Mitgliedstaat eine/einer), sowie neun "Generalanwältinnen/Generalanwälte". Die Amtsperiode der Richter und Generalanwälte beträgt sechs Jahre, wobei eine Wiederernennung zulässig ist.

Gerichtshof der Europäischen Union

Rechtsgrundlagen

Artikel 19 EU-Vertrag

Stand: 03.03.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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