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Unterstützungsangebote bei Demenz

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter an. Aus dem Blickwinkel der Pflege und Betreuung nimmt das Thema Demenz einen besonderen Stellenwert ein, zumal der größte Teil der Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen zu Hause von den Angehörigen versorgt wird.

Die besonders belastende Pflege und Betreuung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen wird im Bundespflegegeldgesetz folgendermaßen berücksichtigt:

  • Bei der Feststellung des Pflegebedarfes wird die spezielle Situation von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen mit einem Erschwerniszuschlag in der Höhe von 25 Stunden berücksichtigt. Dieser Zuschlag soll im fortgeschrittenen Stadium den Mehraufwand für die Pflege erschwerenden Faktoren der gesamten Pflegesituation pauschal abgelten.
  • Nahe Angehörigen eines Menschen, dem zumindest Pflegegeld der Stufe 3 gebührt, können Zuwendungen für die Ersatzpflege erhalten, wenn sie wegen Krankheit oder Urlaub die Pflege nicht selbst erbringen können. Bei einer nachgewiesenen demenziellen Erkrankung genügt bereits ein Pflegegeld der Stufe 1. Die jährliche Höchstzuwendung für pflegende Angehörige von Menschen mit demenzieller Beeinträchtigung wird ab 2017 um 300 Euro erhöht.
  • Bei Vorliegen eines Pflegegeldes zumindest in Höhe der Stufe 3 haben Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer die Möglichkeit der Vereinbarung einer Pflegekarenz bzw. einer Pflegeteilzeit. Während dieser Zeit gibt es einen Motivkündigungsschutz, einen Rechtsanspruch auf das Pflegekarenzgeld sowie eine sozialrechtliche Absicherung der Pflegeperson. Bei Vorliegen einer nachgewiesenen demenziellen Beeinträchtigung ist ein Pflegegeld der Stufe 1 ausreichend.
  • Auf Wunsch bietet das Sozialministerium im Rahmen der Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege einen kostenlosen Hausbesuch zur Beratung durch eine diplomierte Pflegefachkraft an.

Darüber hinaus bestehen für pflegende Angehörige verschiedene Möglichkeiten der beitragsfreien sozialversicherungsrechtlichen Absicherung in der Pensions- und in der Krankenversicherung.

TIPP

Mobile und ambulante soziale Dienste können die Pflege zu Hause erleichtern und pflegende Angehörige entlasten.

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.01.2017
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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