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Fachkräftestipendium

Um Ausbildungen in jenen Bereichen zu unterstützen, in denen der Mangel an Facharbeitskräften besonders groß ist, steht ab 1. Jänner 2017 wieder das Fachkräftestipendium zur Verfügung. Gefördert werden damit Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Metall, Bau/Holz, Elektrotechnik und Informationstechnologie. Für Personen mit maximal Pflichtschulabschluss sind außerdem Vorbereitungskurse auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung in allen Lehrberufen förderbar. Ziel ist die Höherqualifizierung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern, um deren Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Ebenso soll das Stipendium Personen, die in der Vergangenheit bereits Ausbildungen in den genannten Bereichen begonnen haben, die Möglichkeit bieten, diese durch Ergänzungsqualifikationen abzuschließen. Ausbildungen sind förderbar, wenn sie ab 1. Jänner 2017 und bis 31. Dezember 2018 angetreten werden.

Zielgruppe

Gering und mittel qualifizierte (unter Fachhochschulniveau)

  • Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer (für die Dauer der Ausbildung karenziert),
  • Beschäftigungslose und
  • Selbstständige, deren Gewerbe ruht

mit Wohnsitz in Österreich.

Voraussetzungen

  • 208 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige unselbstständige oder pensionsversicherungspflichtige selbstständige Erwerbstätigkeit innerhalb der letzten 15 Jahre,
  • Bildungs- und Karriereberatung vor Antritt des Stipendiums bzw.
  • gegebenenfalls erfolgreiche Aufnahmeprüfung.

Förderbare Ausbildungen

  • Vollzeitausbildungen (mindestens 20 Wochenstunden)
  • mit einem formalen Bildungsabschluss
  • unter Fachhochschulniveau
  • in den ausgewählten Bereichen: Gesundheit und Pflege, Metall, Bau/Holz, Elektrotechnik und Informationstechnologie sowie für Personen mit maximal Pflichtschulabschluss: Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung unabhängig vom Lehrberuf

Detaillierte Informationen sowie eine Liste der förderbaren Ausbildungen finden sich auf den . 

Das Fachkräftestipendium kann für die Dauer der Ausbildung, insgesamt mindestens drei Monate und längstens drei Jahre (die Ausbildungen müssen innerhalb von vier Jahren zu einem Abschluss führen), gewährt werden. Der Ausbildungsfortschritt ist laufend zu belegen.

Stipendium

  • Mindestens in Höhe der Ausgleichszulage (im Jahr 2016: 28 Euro pro Tag) für die Dauer der Ausbildung (maximal drei Jahre). Vorhandene Leistungen der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe) werden angerechnet.
  • Bezieherinnen/Bezieher des Stipendiums sind kranken-, unfall- und pensionsversichert
  • Rückzahlung, wenn die Nachweispflicht grob verletzt wird
  • Zuverdienstgrenze: Geringfügigkeitsgrenze
  • Ausbildungskosten werden nicht übernommen (Ausnahme siehe unten)

Das Fachkräftestipendium sichert den Lebensunterhalt während der Ausbildung. Parallel zum Fachkräftestipendium werden keine weiteren Beihilfen des Arbeitsmarktservice oder Leistungen der Arbeitslosenversicherung gewährt. Ausnahme: Personen mit maximal Pflichtschulabschluss können parallel eine Beihilfe zu den Kurskosten erhalten.

Eine geringfügige Beschäftigung parallel zum Bezug des Fachkräftestipendiums ist möglich. Taschengelder im Rahmen von mittels Fachkräftestipendium geförderten Ausbildungen dürfen 500 Euro nicht übersteigen.

Stand: 01.01.2017
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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