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Verleihung der Staatsbürgerschaft aufgrund eines Rechtsanspruches

Allgemeine Informationen

Zur Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft müssen immer die allgemeinen Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllt sein und ein entsprechender Antrag gestellt werden. Erst dann besteht die Möglichkeit einer Verleihung der Staatsbürgerschaft aufgrund eines Rechtsanspruches oder aufgrund Ermessens.

Voraussetzungen

  • Erfüllung der allgemeinen Einbürgerungsvoraussetzungen
  • Mindestens 30-jähriger ununterbrochener Hauptwohnsitz in Österreich oder
  • Mindestens 15-jähriger rechtmäßiger und ununterbrochener Aufenthalt in Österreich bei
    • Nachweis der nachhaltigen persönlichen und beruflichen Integration oder
  • Mindestens sechsjähriger rechtmäßiger und ununterbrochener Aufenthalt in Österreich, sofern
    • eine fünfjährige aufrechte Ehe mit einer österreichischen Staatsbürgerin/einem österreichischen Staatsbürger besteht und die Eheleute im gemeinsamen Haushalt leben oder
    • der Status "Asylberechtigte/Asylberechtigter" vorliegt oder
    • der Besitz einer EWR-Staatsangehörigkeit nachgewiesen wird oder
    • die Fremde/der Fremde in Österreich geboren wurde oder
    • die Verleihung aufgrund von bereits erbrachten und zu erwartenden außerordentlichen Leistungen auf wissenschaftlichem, wirtschaftlichem, künstlerischem oder sportlichem Gebiet im Interesse der Republik Österreich liegt oder
    • die Fremde/der Fremde nachhaltige persönliche Integration nachweist. Dies ist der Fall wenn
      • entweder Deutschkenntnisse auf dem B2 Niveau vorhanden sind oder
      • Deutschkenntnisse auf dem B1 Niveau und ein Nachweis der nachhaltigen persönlichen Integration gegeben sind.
        Ein Nachweis der persönlichen Integration kann beispielsweise durch folgende Tätigkeiten, welche dem Allgemeinwohl in besonderer Weise zu dienen haben, erfolgen:
        • Mindestens dreijähriges freiwilliges ehrenamtliches Engagement bei einer gemeinnützigen Organisation (z.B. Blaulichtorganisation) oder
        • mindestens dreijährige Berufsausübung im Bildungs-, Sozial oder Gesundheitsbereich (z.B. Altenpflegerin/Altenpfleger) oder
        • mindestens dreijährige Ausübung einer Funktion in einem Interessensverband oder Interessensvertretung (z.B. Betriebsrätin/Betriebsrat, Elternsprecherin/Elternsprecher).
HINWEIS
Außerordentliche Leistungen sind solche, die weit überdurchschnittlich sind und nicht auch von jeder anderen Person des gleichen Bildungsgrades und der gleichen Ausbildung erbracht werden können.

Zuständige Stelle

Die Staatsbürgerschaftsabteilung des jeweiligen Amtes der Landesregierung

Kosten

  • 217,10 bis 759,70 Euro Bundesgebühren

Zusätzlich zu den Bundesgebühren werden noch Landesabgaben eingehoben, die je nach Bundesland variieren können.

Zusätzliche Informationen

Die Verleihung der Staatsbürgerschaft wird unter bestimmten Voraussetzungen auf die Ehegattin/den Ehegatten und die Kinder der Antragstellerin/des Antragstellers erstreckt.

Rechtsgrundlagen

Staatsbürgerschaftsgesetz 1985

Stand: 18.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Finanzen
Bundesministerium für Inneres

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