Höhe der Alterspension

Nach dem "Altrecht" (d.h. bei Personen, die vor dem 1. Jänner 1955 geboren sind) errechnet sich die Höhe der Alterspension aus der Bemessungsgrundlage und den Steigerungspunkten. Es gilt folgende Rechenformel:

Alterspension = Bemessungsgrundlage x Steigerungspunkte

Bemessungsgrundlage

Die Bemessungsgrundlage errechnet sich im Jahr 2017 aus dem Durchschnitt der 348 "besten" monatlichen Gesamtbeitragsgrundlagen (das sind 29 Jahre).

HINWEIS
Es gibt für alle Versicherten eine einheitliche monatliche Höchstbeitragsgrundlage von 4.980 Euro und eine einheitliche Geringfügigkeitsgrenze von 425,70 Euro monatlich.
ACHTUNG
Der Zeitraum für die Bemessungsgrundlage wird jährlich bis auf 480 Monate (40 Jahre) angehoben. Ab dem Jahr 2028 errechnet sich die Bemessungsgrundlage aus der Summe der 480 höchsten monatlichen Gesamtbeitragsgrundlagen. Sind zu diesem Zeitpunkt weniger als 480 Beitragsmonate vorhanden, wird die Bemessungsgrundlage aus den vorhandenen Beitragsmonaten ermittelt.

Kindererziehungszeiten und Durchrechnung

Bei der Durchrechnung der Kindererziehungszeiten vermindert sich die jeweils in Betracht kommende Anzahl der Beitragsmonate für die Bildung des Bemessungszeitraumes, soweit dadurch die Anzahl von 180 Monaten (15 Jahren) nicht unterschritten wird, pro Kind um höchstens 36 Monate der Erziehung des Kindes (durch die "volle" Anrechnung pro Kind kommen auch Mehrlingsgeburten zum Tragen).

Steigerungspunkte

Entsprechend der Anzahl der Versicherungsmonate gebührt ein bestimmter Prozentsatz der Bemessungsgrundlage als Pensionsleistung.

Die Höhe des Prozentsatzes wird mithilfe von Steigerungspunkten berechnet. Pro Versicherungsjahr gebühren 1,78 Steigerungspunkte. Liegen mehr als 45 Versicherungsjahre vor, so können hier über 80 Prozent der Bemessungsgrundlage erreicht werden.

ACHTUNG
Die Höhe der Steigerungspunkte wurde schrittweise abgesenkt, bis sie seit 2009 1,78 betragen.

Bei Berechnungen mit über 1,78 Prozent galt eine maximale Begrenzung mit 80 Prozent der Bemessungsgrundlage. Sofern über 45 Versicherungsjahre vorlagen, wurde mit einem Steigerungsprozentsatz von 1,78 pro Versicherungsjahr berechnet (ohne Begrenzung mit maximal 80 Prozent der Bemessungsgrundlage).

Verlustbegrenzung

Um mögliche Verluste aufgrund der Pensionssicherungsreform 2003 zu begrenzen, wird neben der Berechnung nach derzeitigem Recht auch eine Vergleichsberechnung gemäß der am 31. Dezember 2003 geltenden Rechtslage durchgeführt. Ist die Pensionsleistung der Vergleichsberechnung höher als die der Neuberechnung, wird der Verlust um 8,25 Prozent (im Jahr 2017) gedeckelt, d.h. es gebühren mindestens 91,75 Prozent der Vergleichspension als Pensionsleistung im Jahr 2017.

Detaillierte Informationen über die Berechnung der Höhe der Alterspension sowie hilfreiche Tabellen finden sich in der Broschüre "Pensionsberechnungen im Überblick" der Pensionsversicherungsanstalt.

Pensionskonto

Für alle ab 1955 Geborenen gilt das Pensionskonto:

Im Pensionskonto werden 1,78 Prozent der jährlichen Beitragsgrundlage in das Konto aufgenommen und zur Gesamtgutschrift, die jährlich mit einem Anpassungsfaktor vervielfacht wird, hinzuaddiert.

Bonus

Bei einer Inanspruchnahme der Alterspension nach dem Regelpensionsalter (Frauen: 60 Jahre, Männer: 65 Jahre) wird ein Bonus von 4,2 Prozent pro Jahr berücksichtigt. Im Altrecht können höchstens 91,76 Prozent der Bemessungsgrundlage erreicht werden. Bei Pensionskontoinhabern ist eine maximale Erhöhung von 12,6 Prozent der Leistung vorgesehen.

Abschlag

Bei Pensionsantritt vor dem Regelpensionsalter (Frauen: 60 Jahre, Männer: 65 Jahre) werden für je 12 Monate des früheren Pensionsantritts 4,2 Prozent der Leistung (maximal jedoch 15 Prozent) in Abzug gebracht.

Bei Erwerbstätigkeit über der Geringfügigkeitsgrenze während des Bezugs einer Alterspension gebührt erstmals seit 1. Jänner 2005 ein besonderer Höherversicherungsbetrag.

Stand: 01.01.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
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