Höhe der Korridorpension

Bei der Korridorpension werden bei vorzeitigem Pensionsantritt Abschläge berechnet.

Es gibt unterschiedliche Berechnungsarten, je nachdem, welche Personengruppe sie in Anspruch nimmt:

  • Für vor dem 1. Oktober 1952 geborene Männer
    Grundsätzlich wird eine vorzeitige Alterspension berechnet. Der Abschlag von 4,2 Prozent pro Jahr fällt für die Zeit vom Regelpensionsalter (65) bis zum fiktiven Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension (ab 1. Juli 2004 von 61,5 bis 1. November 2017 schrittweise bis 65 Jahre) in den Verlustdeckel. Vom fiktiven Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension bis zum 62. Lebensjahr wird der Abschlag voll berechnet (ohne Deckelung gegenüber der Rechtslage 2003), jedoch nur mit 2,1 Prozent pro Jahr.
  • Für ab dem 1. Oktober 1952 geborene Männer
    Grundsätzlich wird eine vorzeitige Alterspension berechnet. Der Abschlag von 4,2 Prozent berechnet sich für die Zeit vom Pensionsstichtag bis zum Regelpensionsalter (65) und fällt in den Verlustdeckel. Zusätzlich wird für die Zeit vom Pensionsstichtag bis zum Regelpensionsalter (65) ein Abschlag mit 2,1 Prozent pro Jahr berechnet (ohne Deckelung gegenüber der Rechtslage im Jahr 2003).
  • Für ab dem 1. Jänner 1955 geborene Männer
    Für jedes Jahr vor dem Regelpensionsalter (65) wird ein Abschlag von 5,1 Prozent berechnet. Grundlage für die Pensionshöhe ist das Pensionskonto.

Berechnungsbeispiel

Ein im Oktober 1951 geborener Mann möchte die Korridorpension in Anspruch nehmen und mit 62 Jahren im Jahr 2013 in Pension gehen. Sein Regelpensionsalter wäre 65, sein fiktives Anfallsalter für eine vorzeitige Alterspension wäre 64 Jahre + acht Monate. In diesem Fall fällt der Abschlag (4,2 Prozent) von 65 bis 64 + acht Monate, das sind 1,4 Prozent, in den Verlustdeckel, von 64 + acht Monate bis 62 werden 2,1 Prozent pro Jahr jedoch voll in Abzug gebracht.

In diesem Fall wird eine vorzeitige Alterspension zum fiktiven Anfallsalter (64 + acht Monate) nach der Rechtslage im Jahr 2004 als auch eine vorzeitige Alterspension zum Pensionsantrittsalter der Korridorpension (62) nach der Rechtslage 2003 berechnet. Von der Pension nach der Rechtslage 2003 wird der maximale Verlust – im Jahr 2013 von 7,25 Prozent – abgezogen. Beide Leistungen werden verglichen und die höhere kommt zum Tragen. Von diesem Betrag wird noch ein Abschlag von 2,1 Prozent pro Jahr (von 64 + acht Monate bis 62 Jahre, das sind 5,6 Prozent) abgezogen, die nicht in den Verlustdeckel fallen.

HINWEIS
Bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit während der Korridorpension über der Geringfügigkeitsgrenze (im Jahr 2017: 425,70 Euro pro Monat) fällt diese weg, jedoch wird für jeden Monat, in dem die Korridorpension weggefallen ist, die Pensionsleistung um 0,55 Prozent erhöht.
Stand: 01.01.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
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