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Allgemeine Hinweise zu Gewalt an älteren Menschen

Eine im Jahr 2011 veröffentlichte WHO-Studie kommt zu dem Schluss, dass in Europa bis zu vier Millionen ältere Menschen von Gewalt betroffen sind. Die Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Betroffenen können gravierend sein. Schätzungen zufolge sterben allein in Europa jährlich rund 2.500 Menschen an den Folgen von Gewalt.

Gewalt kann überall dort vorkommen, wo ältere Menschen leben: zu Hause, im öffentlichen Bereich, in Alten- und Pflegeheimen, aber auch in Tageseinrichtungen oder in Krankenhäusern. Sie geschieht meist im Verborgenen, trifft nicht nur pflegebedürftige Menschen und tritt in allen Bevölkerungsgruppen auf.

Gewalt an älteren Menschen entsteht nicht zufällig und selten spontan. Es gibt dafür auch keine einfachen Ursachen-Wirkungserklärungen. Vielfältige Bedingungen sind dafür ausschlaggebend, dass sich Situationen ergeben, in denen Gewalt auftritt: Überforderung in Betreuungssituationen, zu wenig Information über unterstützende Angebote und fehlende Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch oder etwa organisatorische Regeln in Betreuungseinrichtungen, die unvereinbar sind mit dem Wunsch nach Individualität und Zuwendung. Aber auch das gesellschaftliche Klima, negative Vorurteile und abwertende Einstellungen gegenüber älteren Menschen sind von Bedeutung, da sie den Nährboden dafür bilden, dass respektloses Verhalten, Demütigungen und Übergriffe toleriert werden.

Das Wegsehen, das Bagatellisieren, aber auch das Dulden von Gewalthandlungen führen dazu, dass diese vermehrt auftreten.

Stand: 19.04.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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