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Warnung im Katastrophenfall

Allgemeines Sirenenwarn- und Sirenenalarm-System

Damit die Bevölkerung im Notfall rasch gewarnt und informiert werden kann, haben Bund und Bundesländer ein gemeinsames Warn- und Alarmsystem aufgebaut. Mehr als 8.100 Feuerwehrsirenen in ganz Österreich stehen zur Verfügung. In Wien wurden in den vergangenen Jahren 176 eigene Zivilschutzsirenen installiert.

Zuständig für die österreichweite Aktivierung der Sirenen ist die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationscenter des Bundesministeriums für Inneres, die länderweite Aktivierung erfolgt durch die Landeswarnzentralen.

Für Gefahren jeder Art gibt es die folgenden Signale:

  • Gleichbleibender Dauerton für drei Minuten
    Warnung vor einer herannahenden Gefahr, aber noch keine akute Gefährdung. Schalten Sie Ihr Radio oder den Fernseher auf einem österreichischen Kanal ein, um rechtzeitig über eventuelle Verhaltensmaßnahmen informiert zu werden.
  • Auf- und abschwellender Ton für eine Minute
    Es besteht unmittelbare Gefahr. Verlassen Sie so schnell wie möglich die Straße und suchen Sie schützende Bereiche bzw. Räumlichkeiten auf. Weitere Verhaltens- und Schutzmaßnahmen erfahren Sie aus Radio und Fernsehen.
  • Gleichbleibender Dauerton für eine Minute
    Die Gefahr ist vorüber. Beachten Sie dennoch weiterhin Durchsagen in Radio oder Fernsehen, da es vorübergehend Beschränkungen im täglichen Lebensablauf geben kann.

Jedes Jahr findet am ersten Samstag im Oktober zwischen 12 und 13 Uhr in ganz Österreich eine Sirenenprobe statt. Diese ist kein Hinweis auf drohende Gefahr! Auch das Feuerwehrsignal (dreimal 15 Sekunden Dauerton) bedeutet keine Warnung der Bevölkerung!

Strahlenfrühwarnsystem

Für die rasche Erkennung von großräumigen radioaktiven Kontaminationen (Verunreinigungen) steht in Österreich ein vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betriebenes Strahlenfrühwarnsystem mit 336 automatischen Messstationen und weiteren zehn grenznahen Luftmonitoren zur Verfügung.

Auch zwischenstaatliche Vereinbarungen sichern den ständigen Datenaustausch zwischen dem österreichischen Strahlenfrühwarnsystem und den automatischen Messnetzen der Nachbarländer. Durch die rasche Verfügbarkeit der Werte können die Auswirkungen einer radioaktiven Freisetzung frühzeitig abgeschätzt werden.

Übersteigen die gemessenen Werte einen festgelegten Alarmpegel, kann die Bevölkerung über das Warn- und Alarmsystem gewarnt werden.

Weitere Informationen zum Verhalten und über allenfalls eingerichtete Auskunftsstellen oder Tonbanddienste werden im Anlassfall über Radio und Fernsehen bekannt gegeben.

Die aktuellen Messwerte von über 100 Stationen des Strahlenfrühwarnsystems können online auf der Homepage des Lebensministeriums unter www.strahlenschutz.gv.at oder über die ORF-Teletext-Seite 623 abgerufen werden.

Hochwasserwarnung

Für die Hochwasserwarnung sind in Österreich die einzelnen Bundesländer und die Gemeinden zuständig. Messungen werden von den Hydrografischen Landesdiensten ausgeführt, die mit den Landeswarnzentralen in den einzelnen Bundesländern verbunden sind.

Im Falle von drohendem Hochwasser werden die Landeswarnzentralen informiert, die dann die erforderlichen Einsatzmaßnahmen einleiten und die Warnung der Bevölkerung über das Warn- und Alarmsystem veranlassen können.

Der aktuelle Pegelstand der Donau ist jederzeit unter der ORF-Teletext-Seite 618 abrufbar. Die aktuellen Pegelstände zahlreicher anderer Flüsse können auf den meisten Landesseiten onlineabgerufen werden:

Lawinenwarnung

Die Lawinenwarnung in Österreich ist Aufgabe der Bundesländer. Je nach Gefahrenlage werden gemäß der Europäischen Lawinenwarnskala Warnungen in fünf Stufen ausgegeben.

Die aktuelle Lawinenlage und Warnungen für Österreich bzw. für Europa können Sie im Internet abrufen.

Unwetterwarnung

Warnungen vor herannahenden Unwettern werden üblicherweise über die Medien bekannt gegeben.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat ein neues Wetterwarnsystem entwickelt, das rund um die Uhr im Internet abrufbar ist. Mithilfe einer 4-stufigen Gefahrenskala wird über bevorstehende Extremwetterereignisse (Wind, Regen, Schnee, Glatteis, Gewitter) informiert.

Falls Sie eine Bergtour oder Ähnliches in Österreich, Slowenien, Deutschland, der Schweiz oder Italien planen, können Sie sich im Internet über Unwetterwarnungen für die einzelnen Regionen informieren.

Ozonwarnung

Ab einem gemessenen Einstundenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird die Ozon-Informationsschwelle überschritten. Werte knapp darüber sind nur für besonders empfindliche Personen bzw. bei erhöhter körperlicher Tätigkeit gefährlich. Ein normaler Aufenthalt im Freien ist unbedenklich. Beachten Sie jedoch die weitere Entwicklung des Ozon-Wertes in Ihrem Aufenthaltsbereich.

Eine Ozonkonzentration über der Alarmschwelle (ab 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Einstundenwert) kann zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atembeschwerden führen, insbesondere bei starken Anstrengungen im Freien während der Mittags- und Nachmittagsstunden. Besonders gefährdete Personen (z.B. Kinder, Personen mit Herz- oder Atemwegserkrankungen, Asthmakranke) sollten einen Aufenthalt im Freien, wenn möglich, vermeiden.

Den jeweils aktuellen Ozonbericht können Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes abrufen.

Stand: 27.01.2014
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion
Bundesministerium für Inneres

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