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Allgemeines zum Reisen

Bürgerinnen/Bürger von EU-Staaten genießen auch bei Reisen außerhalb der EU konsularischen Schutz. Gibt es in dem jeweiligen Land keine österreichische Vertretungsbehörde, können sich österreichische Staatsbürgerinnen/Staatsbürger im Notfall (z.B. Todesfall, schwere Erkrankung, Gewaltverbrechen, Inhaftierung) grundsätzlich an die Botschaft jedes anderen EU-Mitgliedstaates wenden. Diese muss dann konsularischen Schutz unter denselben Bedingungen wie für Staatsangehörige des eigenen Landes gewähren.

Um Reisebürokundinnen/Reisebürokunden Sicherheit zu geben, informiert das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft auf seinen Seiten über die Pauschalreiserichtlinie. In Umsetzung dieser Richtlinie ist gesetzlich vorgesehen, dass die Veranstaltung von Pauschalreisen nur dann zulässig ist, wenn der betreffende Reiseveranstalter in ein beim Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft geführtes Veranstalterverzeichnis eingetragen ist. Dieser Eintragung geht eine genaue Prüfung der Insolvenzabsicherung des Unternehmens voraus.

Im Fall der Zahlungsunfähigkeit oder der Insolvenz eines österreichischen Reiseveranstalters hat die Kundin/der Kunde ein gesetzliches Anrecht darauf, bereits entrichtete Zahlungen (Anzahlungen und Restzahlungen) rückerstattet zu bekommen, weiters sind auch die notwendigen Aufwendungen für die Rückreise vom Urlaubsort rückzuerstatten. Reiseveranstalter dürfen Kundengelder als Anzahlung oder als Restzahlung auf den Reisepreis in der Höhe von mehr als 10 Prozent bzw. 20 Prozent des Reisepreises nur Zug um Zug gegen Aushändigung der Reiseunterlagen und nicht früher als 20 Tage vor Reiseantritt übernehmen. Die entrichteten Zahlungen (Anzahlungen und Restzahlungen) sind nur in dem Umfang abgesichert, in dem der Reiseveranstalter zu deren Entgegennahme berechtigt ist. Den genauen Umfang der Absicherung der An- und Restzahlungen entnehmen Sie den näheren Ausführungen zu dem jeweiligen Veranstalter im Veranstalterverzeichnis.

Weitere umfangreiche Reiseinformationen, die für die Vorbereitung des Urlaubs wichtig sein könnten, finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres. Zu den meisten Ländern/Regionen der Erde wurden folgende Informationen gesammelt:

  • Länderprofil
  • Aktuelle Hinweise
  • Sicherheit und Kriminalität
  • Ein- und Ausreisebestimmungen
  • Einfuhr- und Ausfuhrbestimmungen
  • Gesundheit/Impfungen
  • Verkehr und Klima
  • Besondere Bestimmungen
  • Zuständige Vertretungsbehörden

Für zusätzliche Informationen zu einer Reisedestination oder sonstige Fragen bezüglich einer Auslandsreise steht das Bürgerservice des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres unter der Telefonnummer 05 01150 - 3775 zur Verfügung (vom Ausland: +43 1 90115 - 3775). In dringenden Fällen ist das Außenministerium unter folgender Rufnummer rund um die Uhr erreichbar: 05 01150 - 4411 (vom Ausland: +43 1 90115 - 4411).

Innerhalb der EU besteht eine Anmeldepflicht für Reisende, die Bargeld in der Höhe von 10.000 Euro und mehr mitführen. Barmittel ab 10.000 Euro bzw. Fremdwährungen in der entsprechenden Höhe müssen bei der Einreise in bzw. bei der Ausreise aus EU-Mitgliedstaaten bei den Zollbehörden gemeldet werden.

Nähere Informationen über die Abgabenfreiheit von Waren, die von einer Reise nach Österreich mitgebracht werden können, können auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen dem Kapitel "Zoll" – "Reise" entnommen werden.

Eine Übersicht ergibt sich aus dem downloadbaren Zollfolder. Die BMF Zoll App hilft Reisenden anhand der zuvor getroffenen Länderauswahl die korrekte Einfuhrmenge für verschiedene Waren zu ermitteln.

Auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen sind auch Informationen über weitere abgabenfreie Einfuhrmöglichkeiten (z.B. über Übersiedlungsgut) erhältlich.

Die Vorgangsweise und die Abgabenbelastung bei Kraftfahrzeugimporten aus der EU oder aus EU-Drittstaaten sind ebenfalls auf dieser Homepage beschrieben. Es empfiehlt sich, auch die Erläuterungen zur Normverbrauchsabgabe (NoVA) (Steuern – Kraftfahrzeuge) zu beachten.

Stand: 01.01.2015
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Bundesministerium für Finanzen
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

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