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Allgemeines zum Freiwilligen sozialen Engagement

Freiwilliges Engagement gemäß Definition im Freiwilligengesetz liegt vor, wenn 

  • freiwillig Leistungen für andere,
  • in einem organisatorischen Rahmen,
  • unentgeltlich,
  • ohne Bezahlung bzw. Erwerbsabsicht,
  • von Personen außerhalb des eigenen Haushaltes erbracht werden,
  • mit dem Zweck der Förderung der Allgemeinheit oder aus vorwiegend sozialen Motiven,
  • ohne dass dies in Erwerbsabsicht, aufgrund eines Arbeitsverhältnisses oder im Rahmen einer Berufsausbildung erfolgt.

Dieses freiwillige Engagement wird von anderen unbezahlten, jedoch gesetzlich verpflichtenden Tätigkeiten z.B. Praktika unterschieden.

Interessierte können

absolvieren.

Voraussetzung für die Absolvierung eines Freiwilligen Sozialjahres, eines Freiwilligen Umweltschutzjahres, eines Gedenkdienstes oder Friedens- und Sozialdienstes ist, dass die Tätigkeit bei einer von einem  anerkannten Träger zugewiesenen Einsatzstelle erbracht wird. 

Juristische Personen privaten Rechts, die

  • nicht gewinnorientiert sind,
  • ihren Sitz im Inland haben und
  • in der freien Wohlfahrtspflege oder auf andere Art gemeinnützig tätig sind,

können auf Antrag bei Vorliegen gewisser Voraussetzungen als Träger anerkannt werden. Zu den fachlichen Voraussetzungen gehören neben Erfahrungen im Freiwilligenmanagement die Gestaltung des Bildungsprogramms der pädagogischen Betreuung und Begleitung.

Die Anerkennung als Träger erfolgt durch den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (für das Freiwillige Sozialjahr, Gedenkdienst, Friedens- und Sozialdienst im Ausland) bzw. durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (für das Freiwillige Umweltschutzjahr)

HINWEIS
Seit dem Jahr 2013 ist es möglich, ein nach dem Freiwilligengesetz geleistetes Freiwilliges Sozialjahr, ein Freiwilliges Umweltschutzjahr, einen im In- oder Ausland geleisteten Gedenkdienst oder einen im Ausland geleisteten Friedens- und Sozialdienst auf den ordentlichen Zivildienst anzurechnen. Voraussetzung dafür ist u.a., dass es sich dabei um eine zehnmonatige, durchgehende Tätigkeit bei einem anerkannten Träger gehandelt hat.

Zur Förderung von freiwilligem Engagement wurde beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz der Österreichische Freiwilligenrat eingerichtet. Dieser agiert als institutionalisiertes Dialogforum, Beratungsgremium und Vernetzungsplattform. Die Funktionsperiode beträgt jeweils fünf Jahre.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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