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Allgemeines zu ELGA

Allgemeine Informationen zu ELGA

Durch die Elektronische Gesundheitsakte ("ELGA") werden ELGA-Gesundheitsdaten in einem elektronischen Informationssystem behandelnden bzw. betreuenden ELGA-Gesundheitsdiensteanbietern und jeder ELGA-Teilnehmerin/jedem ELGA-Teilnehmer so zur Verfügung gestellt, dass orts- und zeitunabhängig darauf zugegriffen werden kann.

Zu den ELGA-Gesundheitsdaten zählen e-Befunde und die Medikationsdaten. Zu den e-Befunden gehören:

  • Ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe aus dem Krankenhaus
  • Laborbefunde
  • Befunde der bildgebenden Diagnostik

Zu den ELGA-Gesundheitsdiensteanbietern zählen:

  • Krankenanstalten und Ambulatorien
  • niedergelassene Ärztinnen/niedergelassene Ärzte
  • Apotheken
  • Pflegeeinrichtungen
  • Zahnärztinnen/Zahnärzte

ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter haben nur Einblick in die ELGA jener Patientinnen/Patienten, die sie behandeln/betreuen. Ab der Identifikation der ELGA-Teilnehmerin/des ELGA-Teilnehmers bei einem ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (z.B. durch Stecken der e-card) kann die Ärztin/der Arzt für die folgenden 28 Tage in die ELGA der jeweiligen Patientin/des jeweiligen Patienten einsehen.

Apotheken haben nur zwei Stunden ab Identifikation Einblick in und Zugriff auf ausschließlich die Medikationsdaten. Identifiziert sich eine ELGA-Teilnehmerin/ein ELGA-Teilnehmer in der Apotheke nicht, so hat die Apotheke keinen Einblick in und Zugriff auf die Medikationsdaten. Apotheken sehen nie e-Befunde der ELGA-Teilnehmerinnen/ELGA-Teilnehmer.

Seit Anfang des Jahres 2014 sind das ELGA-Portal, die ELGA-Serviceline und die ELGA-Widerspruchstelle in Betrieb. Seit Dezember 2015 ist ELGA in öffentlichen Spitälern (mit Ausnahme des AKH) sowie in einigen Pflegeeinrichtungen in Wien und in der Steiermark in Betrieb. Gleichzeitig wurden in diesen beiden Bundesländern dezentrale Standorte der ELGA-Ombudsstelle eingerichtet, die vor allem jenen Personen zur Verfügung steht, die keine Möglichkeit haben, ELGA zu verwenden (beispielsweise mangels vorhandenem Computer oder vorhandener Handysignatur/Bürgerkarte). Die ELGA-Ombudsstelle ist aber auch als sogenannter "Second Level Support" für Fragen zu vermuteten Datenschutzverletzungen im Zusammenhang mit ELGA zuständig.

Nach einer Stabilisierungsphase folgen die Spitäler in Niederösterreich und jene der AUVA im ersten Halbjahr 2016. Nach einer weiteren Stabilisierungsphase folgen ab Herbst bis voraussichtlich Ende des Jahres 2016 die restlichen Spitäler.

Parallel dazu startet im ersten Halbjahr 2016 der Probebetrieb der e-Medikation im Bezirk Deutschlandsberg. Durch technische Anpassungen sind die Bedingungen für eine Einführung von ELGA im niedergelassenen Bereich und in den Apotheken ab Sommer des Jahres 2016 grundsätzlich gegeben. Die genaue Startreihenfolge der niedergelassen Ärztinnen/niedergelassenen Ärzte sowie der Apotheken wird noch bekannt gegeben.

Versicherungen, Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, Behörden (auch Gesundheitsbehörden) sowie als Gutachterinnen/Gutachter tätige Ärztinnen/Ärzte (z.B. Schulärztinnen/Schulärzte) haben keinen Zugriff auf ELGA.

Durch das Protokollierungssystem können ELGA-Teilnehmerinnen/ELGA-Teilnehmer jederzeit sehen, wer wann auf ihre Daten zugegriffen hat. Das Protokollierungssystem gewährt eine lückenlose Nachvollziehbarkeit der Zugriffe. Auch die Zugriffe der ELGA-Teilnehmerinnen/ELGA-Teilnehmer selbst werden protokolliert.

Für telefonische Auskünfte ist die ELGA-Serviceline unter der Telefonnummer 050/124 4411 von Montag bis Freitag, jeweils von 7 bis 19 Uhr, erreichbar.

Informationen zur Abmeldung von ELGA finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlagen

Formular

ELGA – Widerspruch

Stand: 01.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

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