Registrierkassenpflicht und Kassabeleg

Seit 2016 gelten für betriebliche Barumsätze neue steuerrechtliche Bestimmungen. Wenn eine Unternehmerin/ein Unternehmer buchführungspflichtig ist oder freiwillig Bücher führt, müssen alle Bareingänge und Barausgänge in den Büchern oder in den Büchern zugrunde liegenden Grundaufzeichnungen täglich einzeln festgehalten werden (Einzelaufzeichnungspflicht).

Seit 1. Mai 2016 (aufgrund einer VfGH-Entscheidung von 1. Jänner auf 1. Mai verschoben) müssen Unternehmen ab gewissen Umsatzgrenzen zur Einzelerfassung der Barumsätze zwingend ein elektronisches Aufzeichnungssystem (Registrierkasse) verwenden (Registrierkassenpflicht). Als "Barumsätze" gelten neben Barzahlungen auch Zahlungen mit Bankomat- oder Kreditkarte (inklusive Zahlungen mittels PayLife Quick oder Mobiltelefon) und die Hingabe von Barschecks oder ausgegebenen Gutscheinen, Bons etc.

Außerdem muss jede Unternehmerin/jeder Unternehmer bei Barzahlungen einen Kassabeleg (Kassenbon) erstellen und der Käuferin/dem Käufer aushändigen (Belegerteilungspflicht).

Seit 1. April 2017 muss jede Registrierkasse zusätzlich über einen Manipulationsschutz, eine technische Sicherheitseinrichtung, verfügen.

Annahme des Kassabelegs durch den Kunden

Bei Barzahlung muss der Kundin/dem Kunden ein Kassabeleg ausgehändigt werden. Grundsätzlich ist sie/er verpflichtet, den Beleg anzunehmen, kann dazu allerdings nicht gezwungen werden. Bietet die Unternehmerin/der Unternehmer der Kundin/dem Kunden den Kassabeleg an, ist die Belegerteilungspflicht der Unternehmerin/des Unternehmers damit erfüllt, auch wenn die Kundin/der Kunde den Beleg nicht annimmt.

ACHTUNG
Bei etwaigen Kontrollen vor Geschäften handelt es sich um Betrug durch falsche Finanzpolizisten.

Rechtsgrundlagen

Weitere Informationen zum Thema "Registrierkassen" finden sich auf USP.gv.at.

Stand: 10.04.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion