Begutachtung durch Arzt oder Pflegefachkraft

In weiterer Folge werden die Betroffenen zu Hause, im Pflegeheim oder, falls unumgänglich, im Krankenhaus von einer Ärztin/einem Arzt oder in manchen Fällen von einer diplomierten Pflegefachkraft aufgesucht. Dieser Hausbesuch ist vorher anzukündigen. Die Sachverständige/der Sachverständige erkundigt sich über den Hilfsbedarf bei der Pflegebedürftigen/beim Pflegebedürftigen und, falls anwesend, bei der Hauptbetreuungsperson, erhebt die Anamnese und untersucht die Pflegebedürftige/den Pflegebedürftigen. Im Gutachten werden diese Ergebnisse festgehalten und letztlich der aus Sicht der Gutachterin/des Gutachters notwendige Pflegebedarf ermittelt. Die Entscheidung über die tatsächlich zuerkannte Pflegestufe trifft die Juristin/der Jurist, die Behörde oder die Richterin/der Richter.

Auf persönlichen Wunsch ist bei der ärztlichen Untersuchung auch die Anwesenheit und Anhörung einer Vertrauensperson (z.B. die Pflegeperson) zu ermöglichen, um Angaben zur konkreten Pflegesituation zu machen. Bei der Begutachtung in stationären Einrichtungen sind Informationen des Pflegepersonals einzuholen und die Pflegedokumentation zu berücksichtigen. Letzteres gilt auch bei der Betreuung durch ambulante Dienste.

Rechtsgrundlagen

Stand: 20.02.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
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