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Arbeitslosengeld – Antrag

Allgemeine Informationen

Das Arbeitslosengeld kann ausschließlich durch persönliche Vorsprache oder online über das eAMS-Konto beantragt werden.

Fristen

Spätestens am 1. Tag der Arbeitslosigkeit (bzw. in bestimmten Fällen spätestens am darauffolgenden Werktag)

BEISPIEL
Ist der letzte Arbeitstag ein Freitag, fällt der Beginn der Arbeitslosigkeit auf einen Samstag. In diesem Fall muss der Antrag auf Arbeitslosengeld spätestens am darauffolgenden Werktag (Montag) gestellt werden.

Wer sich schon vor Eintritt der Arbeitslosigkeit beim AMS zur Stellensuche angemeldet hat, muss erst spätestens zehn Tage nach Eintritt der Arbeitslosigkeit bei der regionalen Geschäftsstelle persönlich vorsprechen.

Die zeitgerechte Meldung beim AMS gewährleistet nicht nur die vorschriftsmäßige Beantragung des Arbeitslosengeldes, es können so auch Lücken in der Pensions- und Krankenversicherung vermieden werden.

Zuständige Stelle

Die jeweils zuständige regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS)

Verfahrensablauf

Wer nicht Nutzerin/Nutzer eines eAMS-Kontos ist, muss zur Beantragung von Arbeitslosengeld persönlich beim AMS vorsprechen. Eine Vertretung durch eine andere Person ist nur bei Vorliegen bestimmter zwingender Gründe (z.B. Arbeitsaufnahme oder Krankheit) möglich.

Nach einer Prüfung des Antrags durch das AMS wird bei Erfüllung der Voraussetzungen Arbeitslosengeld zuerkannt. Zur Information wird eine Mitteilung übermittelt, aus der insbesondere Beginn, Ende und Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld hervorgehen.

Wird der Antrag abgelehnt, wird der Arbeitslosen/dem Arbeitslosen ein Bescheid zugestellt. Gegen Bescheide der regionalen Geschäftsstellen kann Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erhoben werden, die bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS eingebracht werden muss.

Erforderliche Unterlagen

Je nach Ihrer individuellen Situation müssen Sie unterschiedliche Unterlagen vorlegen. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS.

Eine Arbeitsbescheinigung muss grundsätzlich nicht vorgelegt werden. Dennoch kann im Einzelfall (z.B. wenn die Dienstgeberin/der Dienstgeber die Sozialversicherungsmeldungen nicht elektronisch durchführt) eine Vorlage der Arbeitsbescheinigung durch das AMS verlangt werden. Die Dienstgeberin/der Dienstgeber muss dann eine solche ausstellen.

Zusätzliche Informationen

In bestimmten Fällen (z.B. wenn eine Person ihr Dienstverhältnis selbst gekündigt hat) wird in den ersten vier Wochen ab Ende der Beschäftigung kein Arbeitslosengeld ausgezahlt. Detaillierte Informationen zu dieser sogenannten "Sperrfrist" finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at.

Arbeitslose sind während des Bezugs von Arbeitslosengeld krankenversichert. Die Krankenkasse gewährt ihnen und ihren Familienangehörigen jene Leistungen, die Personen zustehen, die aufgrund eines Dienstverhältnisses krankenversichert sind (z.B. ärztliche Hilfe, Krankengeld etc.).

Wer Arbeitslosengeld bezieht, kann gleichzeitig einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Dabei muss die Pflicht zur Meldung einer neuen Arbeit an das AMS beachtet werden.

Arbeitslosengeld und Kinderbetreuungsgeld kann grundsätzlich gleichzeitig bezogen werden. Nähere Informationen zu diesem Thema finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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