Notstandshilfe – Höhe und Auszahlung

Höhe

Grundsätzlich beträgt die Notstandshilfe 92 Prozent des vorher bezogenen Arbeitslosengeldes. Liegt das Arbeitslosengeld (ohne Familienzuschläge) unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende, beträgt die Notstandshilfe 95 Prozent des Arbeitslosengeldes.

Darüber hinaus werden bei der Berechnung der Höhe der Notstandshilfe das Alter und die familiäre Situation der Arbeitslosen/des Arbeitslosen sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse (Einkommen der Arbeitslosen/des Arbeitslosen und für Zeiträume bis Juli 2018 von im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehepartnern, Lebensgefährten und eingetragenen Partnern) berücksichtigt.

Aufgrund der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse kann der Auszahlungsbetrag unter den genannten Prozentsätzen liegen.

Schließlich wird die Höhe der Notstandshilfe in bestimmten Fällen abhängig von der Dauer des vorangegangenen Bezugs von Arbeitslosengeld gekürzt.

Zusätzlich können (wie beim Arbeitslosengeld) unter bestimmten Voraussetzungen Familienzuschläge bzw. ein Zusatzbetrag bei Schulungen zustehen.

HINWEIS

In einer Entscheidung vom 30. Jänner 2018 hat der Verwaltungsgerichtshof festgestellt, dass in bestimmten Fällen die Notstandshilfe falsch berechnet worden ist. Das betrifft Personen, auf die folgende drei Voraussetzungen zutreffen:

  • Die Person hat in den letzten drei Jahren (Zeitraum vom 30. Jänner 2015 bis 29. Jänner 2018) Notstandshilfe bezogen
  • Diese Notstandshilfe wurde auf Basis einer Bemessungsgrundlage (laut Zuerkennungsmitteilungen des AMS) von weniger als 2.300 Euro monatlich berechnet
  • Die Person hat zumindest einen Familienzuschlag für Kinder erhalten

Ausführliche Informationen zur Nachzahlung des Ergänzungsbetrages zur Notstandshilfe finden sich auf den Seiten des AMS.

HINWEIS
Da die Berechnung der Notstandshilfe sehr komplex ist, steht dafür kein Online-Rechner zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Höhe der Notstandshilfe an Ihre Beraterin/Ihren Berater bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS). Nur für die Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes kann ein Online-Rechner verwendet werden.

Auszahlung

Die Notstandshilfe wird monatlich im Nachhinein etwa um den 8. des Folgemonats ausgezahlt, und zwar entweder auf ein Girokonto oder per Post an die Wohnadresse.

Im Falle der Auszahlung per Post wird der der Arbeitslosen/dem Arbeitslosen zustehende Geldbetrag beim Postamt hinterlegt und sie/er mit einer Nachricht über die Hinterlegung informiert. Für die Abholung ist in der Nachricht eine bestimmte Frist festgesetzt. Wird das Geld innerhalb dieser nicht vom Postamt abgeholt, wird es an das Arbeitsmarktservice (AMS) zurückgeschickt und es tritt eine Auszahlungssperre ein. Erst nach Wiedereinlangen des Geldes beim AMS und persönlicher Beantragung bei der zuständigen AMS-Geschäftsstelle kann es wieder zugestellt werden.

Das AMS empfiehlt die Überweisung der Notstandshilfe auf ein Girokonto.

Notstandshilfe


Stand: 16.10.2018
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
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